Magdeburg: 18-Jähriger soll Mutter und Bruder eingesperrt und Feuer gelegt haben

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In Magdeburg soll ein 18-Jähriger in der Nacht zu Freitag (19. April) seine Familie eingeschlossen und ein Feuer gelegt haben. Foto: Marcel Kusch/dpa

In Magdeburg soll ein 18-jähriger Sohn in der Nacht zu Freitag (19. April) seine Familie eingesperrt und dann ein Feuer gelegt haben.

In Magdeburg hat sich in der Nacht zu Freitag (19. April) ein schreckliches Familiendrama ereignet. Ein 18-Jähriger hatte ein Feuer gelegt und Mutter und Bruder eingeschlossen.

Wie derMDR berichtet, soll der 18-Jährige zuerst ein Feuer in der gemeinsamen Wohnung von Mutter und Bruder gelegt haben. Anschließend soll er die Türen der Wohnung im Stadtteil Neustädter See abgeschlossen haben und nach draußen gegangen sein.

Die Mutter hatte von der Wohnung aus die Feuerwehr alarmiert, die daraufhin die Tür aufgebrochen hat. Die 41-jährige Frau und ihr neunjähriger Sohn wurden bei dem Brand leicht verletzt und mussten wegen Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus.

Sohn beobachtet Brand in Magdeburg von der Parkbank aus

Nach der mutmaßlichen Brandstiftung soll sich der 18-Jährige auf eine Bank vor dem zehnstöckigen Plattenbau gesetzt und den Einsatz beobachtet haben. Dort nahm die Polizei Magdeburg den jungen Mann später fest.

Seine Motive bleiben zunächst unklar. Wie ein Polizeisprecher gegenüber dem MDR sagte, wurde der Mann in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht. Mehrere Hinweise deuten demnach daraufhin, dass das Feuer absichtlich gelegt wurde.