Rätsel um Loch Ness gelöst? Forscher sind sich sicher: "Ungeheuer ist DIESES Tier!"

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Loch Ness in Schottland. Foto: Anika Hinz/RUHR24

Forscher aus Neuseeland wollen das Geheimnis um das Ungeheuer von Loch Ness gelüftet haben. Sie sagen: "Nessie ist ein Aal!". Hier die Infos.

Schon seit Jahrhunderten ranken sich Mythen um das Monster von Loch Ness. Jetzt wollen Forscher herausgefunden haben, was hinter "Nessie" steckt.

  • Forscher wollen das Rätsel um das Monster von Loch Ness gelüftet haben.
  • Hinter "Nessie" soll keine Seeschlange, sondern ein Aal stecken.
  • Bricht jetzt der Tourismus in Schottland zusammen?

Wer Nessie sieht, dem winken 500.000 Pfund - das sagen Touristenführer in Schottland immer wieder. Bis jetzt konnte niemand das See-Ungeheuer finden. Offenbar aus gutem Grund, denn wie aktuelle Forschungsergebnisse verlauten lassen, ist das Monster gar kein Monster. Sondern ein riesiger Aal.

In Herne (Deutschland) sorgte zuletzt der Fund einer giftigen Kobra für Furore.

Forscher untersuchten Loch Ness - Nessie ist keine Seeschlange

Lange bestand die Sage, bei dem Ungeheuer von Loch Ness handele es sich um eine riesige Seeschlange. Doch offenbar ist die ganze Sache nicht viel mehr als das: eine Sage. Forscher wollen jetzt herausgefunden haben, dass es sich bei dem Monster in den schottischen Highlands um einen Aal handelt.

Klingt erst mal nicht sonderlich spannend. Immerhin: Der Aal könnte im Vergleich zu seinen Artgenossen ziemlich groß sein.

Die Forscher der neuseeländischen Universität Otaga machten bei DNA-Analysen eine eindeutige Entdeckung. "Es gibt ein sehr großes Vorkommen an Aal-DNA", sagte einer der Forscher, Neil Gemmell. Hinweise auf ein riesiges Ungeheuer gab es nicht.

Forscher durchkämmten sagenumwobenen See

Wie groß der Aal im Loch Ness ist, ist bisher unklar. Jedoch schließen die Forscher aus Neuseeland nicht aus, dass das Tier monströs sein könnte:

"Unsere Daten geben keinen Aufschluss über ihre Größe, aber angesichts der bloßen Menge des Materials können wir nicht ausschließen, dass riesige Aale in Loch Ness sind", sagte Gemmell.

Die Forscher hatten 250 Wasserproben aus allen möglichen Bereichen des Sees in den schottischen Highlands genommen und auf mögliche Fremd-DNA untersucht. Keine leichte Aufgabe: Der See ist über 22 Kilometer lang, eine Umrundung dauert locker mehrere Stunden. Am Ende entstand ein breites Bild über das Leben im Loch Ness: Bakterien, Fische, Vögel. Nur vom Ungeheuer fehlte jede Spur.

Bereits 1933 - ein Jahr bevor das wohl bekannteste Schwarz-Weiß-Foto von Nessie auftauchte - gab es die Vermutung, bei dem Ungeheuer könnte es sich um einen Aal handeln. Damals heizten Taucher die Spekulationen an: Sie berichteten von Aalen so "dick wie Beine", die bis zu vier Meter lang gewesen sein sollen.

Was passiert jetzt mit dem "Nessie-Tourismus"?

Dass Schottland vom Loch Ness und seinem Ungeheuer seit Jahrzehnten profitiert, ist kein Geheimnis. Egal, wo man auch ist - Nessie ist überall. Ob in Edinburgh im Souvenir-Shop oder in der Tankstelle auf dem Weg in die Highlands. Man könnte meinen, der Norden des Vereinigten Königreichs lebt von der Monster-Sage.

Hier könnt ihr das Monster von Loch Ness im exklusiven Video selbst suchen:

Umso interessanter dabei die Frage, ob der "Nessie-Tourismus" jetzt ausstirbt. Für Schottland, insbesondere die Region ums Loch Ness, dürfte das Ergebnis der neuseeländischen Forscher sicherlich keine "good news" sein. Doch wer weiß? Vielleicht wurde die Diskussion um das Ungeheuer auch einfach nur wieder neu entfacht.

Außerdem: Ein neues Foto der/des Seeschlange/Aals/Ungeheuers ist noch nicht wieder aufgetaucht. Und wer sagt, dass Aale und Monster nicht koexistieren können? Die 500.000 Pfund "Finderlohn" blieben in Schottland weiter unter Verschluss.