Igitt: Die Krätze ist wieder auf dem Vormarsch

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Juckreiz und schuppig-krustige Haut sind Symptome der Krätze.

Lange Zeit war sie vergessen, jetzt ist sie wieder auf dem Vormarsch: die Krätze. Die Anzahl der Fälle ist in Westfalen-Lippe deutlich angestiegen.

Lange Zeit war sie vergessen, jetzt ist sie wieder auf dem Vormarsch: die Krätze. Die Anzahl der Fälle ist in Westfalen-Lippe deutlich angestiegen.

Starker Juckreiz und eine schuppig-krustige Haut mit kleinen Knötchen. Das sind die unschönen Symptome der Krätze. Oft ist die Haut durch den starken Juckreiz mit blutigen Kratzspuren übersät.

31.500 -Fälle in Westfalen-Lippe

Die AOK NordWest teilt mit, dass sie im Jahr 2016 rund 18.200 Fälle der Krankheit in Westfalen-Lippe registriert haben. 2017 waren es schon 31.500. Im Jahr 2018 wurde diese Zahl bereits annähernd in den ersten drei Quartalen erreicht. Auch die Anzahl der Medikamenten-Verordnungen ist deutlich angestiegen. Allein bei den AOK-Versicherten sei die Anzahl der Verordnungen um 40 Prozent angestiegen.

Die ansteckende Hautkrankheit wird durch Krätzemilben übertragen. Die Übertragung einer einzigen Milbe reicht bereits aus. Die Krankheit kann jeden treffen und hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun.

Langer und enger Hautkontakt

Die Krätze kann sich nur direkt von Mensch zu Mensch übertragen, wenn ein enger Haut-zu-Haut-Kontakt über einen Zeitraum von mindestens fünf bis zehn Minuten besteht.

Händeschütteln oder Umarmungen sind also weiterhin ohne Ansteckungsrisiko möglich. Wenn der Kontakt im zeitlichen Rahmen bleibt.

Die Krätzmilben können sich auch über Textilien wie Kleidung oder Handtücher übertragen. So kann es auch in öffentlichen Einrichtungen wie Kindergärten oder Altenheimen zur Ansteckung kommen.

wieder loswerden

Wer die Krätze hat, will sie schnell wieder loswerden. Dazu ist eine Behandlung mit speziellen Salben und gegebenenfalls mit Tabletten notwendig. Sie sollen die Milben und Larven abtöten.

Zusätzlich ist ein gestärktes Immunsystem und eine gute Hygiene wichtig. Das erschwert es den Milben sich auf der Haut zu vermehren.

Sinnvoll ist es auch Textilien wie Kleidung, Handtücher oder Bettwäsche täglich zu wechseln und bei 60 Grad zu waschen. Können Betroffene die Kleidungsstücke nicht heiß waschen, sollten sie die Textilien für mindestens zwei Stunden im Gefrierschrank einfrieren. Spielzeug können die Betroffenen zwei Wochen lang luftdicht verpacken.