Aufregung um Flug in die USA: Merkel und Kramp-Karrenbauer fliegen getrennt

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Angela Merkel und Annegret Kramp-Karrenbauer reisen getrennt in die USA. Foto: dpa; Montage: RUHR24

Eine zeitgleiche Reise von Angela Merkel und Annegret Kramp-Karrenbauer in die USA sorgt für Wirbel - sie reisen in zwei verschiedenen Flugzeugen an.

Klima-Irrsinn in der Bundesregierung? Diesen Anschein macht nun jedenfalls eine fast zeitgleiche Reise von Angela Merkel und Annegret Kramp-Karrenbauer in die USA - in zwei verschiedenen Flugzeugen!

  • Angela Merkel fliegt am Sonntag in Richtung New York, Annegret Kramp-Karrenbauer nach Washington.
  • Die Reisen mit dem Flugzeug finden am gleichen Tag zu fast der gleichen Zeit statt.
  • Regierungssprecher gibt nebulöse Antwort.

Angela Merkel und Annegret Kramp-Karrenbauer fliegen getrennt in die USA

Kanzlerin Angela Merkel und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK) fliegen zwei Tage nach der Verabschiedung des Klimapakets der großen Koalition heute (22. September) fast zeitgleich in zwei Maschinen der Luftwaffe an die US-Ostküste.

Merkel fliegt zum UN-Klimagipfel am Montag und nimmt anschließend an der UN-Generaldebatte ab Dienstag in New York teil, Kramp-Karrenbauer fliegt zu einem Treffen mit ihrem amerikanischen Kollegen Mark Esper.

Warum nutzen CDU-Frauen nicht selbes Flugzeug?

Angesichts der weltweiten Klimaproteste, die am Freitag auch im Ruhrgebiet tausende Menschen auf die Straße holten, scheint die Anreise in die USA äußerst unglücklich. Hätten die beiden CDU-Politikerinnen nicht das selbe Flugzeug nutzen können?

Wie Bild erfuhr, starten die Flugzeuge von Merkel und Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer am Sonntag mit nur 30 Minuten Verzögerung. Merkel - die demnächst auch Dortmund besucht - sitzt demnach in der Regierungsmaschine des Typs A340, Kramp-Karrenbauer in einem Flugzeug (A310) der Luftwaffe.

Merkel fliegt zum UN-Klimagipfel nach New York

Während Merkel nach New York fliegt, steuert AKK Washington an. Laut Bild am Sonntag habe Kramp-Karrenbauer ursprünglich in der Regierungsmaschine mitfliegen sollen. Diese hätte in New York zwischenlanden sollen, Merkel wäre dort ausgestiegen und AKK weiter nach Washington (Entfernung: 330 Kilometer) geflogen. Zurück wäre Annegret Kramp-Karrenbauer dann Linie geflogen - am Montag mit bereits gebuchten Tickets.

Anfang der Woche, so die Bild am Sonntag, habe es Signale aus dem Kanzleramt gegeben, eine Mitnahme sei nicht gewünscht, AKK solle mit ihrer Delegation bitte selbstständig nach Washington fliegen.

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums gegenüber der Bild am Sonntag: "Im Zuge der Planungen dieser Reise haben wir uns bemüht, den Einsatz der Flugzeuge zu optimieren.“ Flugplanung und Auswahl des Flugzeugmusters würden sich nach dem jeweiligen Zielflughafen, der Flugstrecke sowie der zu transportierenden Delegationsgröße "und natürlich den terminlichen Verpflichtungen der Regierungsmitglieder richten."

Wirklich schlau wird man aus dieser Antwort nicht.