Keime in Wurst: Listerien verursachen zwei Todesfälle in Deutschland - weltweiter Rückruf!

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Brühwürste. Foto: dpa

Die Keime Listerien wurden in Produkten der Firma Wilke Wurstwaren aus Hessen gefunden. Sie sind bereits für zwei Tode verantwortlich. Hier die Infos:

Die gefährlichen Keime Listerien wurden in Produkten der Firma Wilke Wurstwaren aus Hessen gefunden. Die Bakterien sind bereits für zwei Tode verantwortlich.

  • Bakterien in Wurst sind verantwortlich für Todesfälle.
  • Schließung von Wilke Wurstwaren
  • Unter anderem sind Salamipizzen und Brühwürste betroffen.

Keime verantwortlich für zwei Todesfälle

Das Veterinäramt des Landkreises Waldeck in Hessen hat den Betrieb von Wilke Wurstwaren geschlossen. Grund dafür sind zwei Todesfälle, die auf Produkte des Herstellers zurückzuführen sind.

Wie die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine berichtet, habe das Robert-Koch-Institut einen "unmittelbaren Zusammenhang" herstellen können. Die Wahrscheinlichkeit, dass Produkte von Wilke für die beiden Tode verantwortlich sind, liege demnach bei 99,6 Prozent.

In den Produkten von Wilke Wurstwaren wurden Listerien festgestellt. Bei gesunden Menschen würden die Keime lediglich grippeähnliche Symptome hervorrufen. Listerien können jedoch Ältere, Schwangere oder Immungeschwächte einfach umbringen.

Bei den beiden Todesfällen handelt es sich um ältere Männer aus Hessen. Zusätzlich gibt es aber auch derzeit noch 37 weitere Krankheitsfälle, die eventuell mit Wilke-Produkten zusammenhängen könnten.

Schließung von Wilke Wurstwaren

Am Mittwoch Morgen (2. Oktober) überreichten der Veterinär Dr. Martin Rintelen und Dezernent für Verbraucherschutz Fritz Schäfer der Geschäftsführung die Verfügung zur sofortigen Schließung. Wie es für die Mitarbeiter weitergeht ist unklar.

Zudem wurde jetzt eine Rückruf-Aktion gestartet. Diese gelte weltweit auf alle Produkte von Wilke Wurstwaren, außer auf Vollkonserven.

Ursache für Keime in Lebensmitteln bisher unklar

Für die Keime in den Lebensmitteln könnte Wasser die Ursache sein. Der Brunnen, aus dem der Betrieb sein Wasser beziehe, sei aber nicht verunreinigt. Laut dem Veterinär Dr. Martin Rintelen soll es bei Wilke aber aus den Rohrleitungen an der Decke tropfen. Es könnten aber auch Menschen die Träger der Keime sein.

Seit etwa Anfang des Jahres begleitet Rintelen den Betrieb Wilke schon. Listerien-Befunde aus Hamburg und Baden-Würtemberg waren der Auslöser. Daraufhin gab es eine Grundreinigung des Betriebes.

Zuletzt hatte es auch eine Lebensmittelwarnung aus Spanien gegeben. Durch den Verzehr von Fleisch und Hackbraten sollen diesen Sommer mindestens 150 Menschen in Spanien an Listeriose erkrankt sein. Eine Frau kam dabei sogar ums Leben.

Auch von hoher Tragweite ist der aktuelle Rückruf von Milch in ganz Deutschland. Aldi, Lidl, sowie weitere Discounter und Vollsortimenter wie Edeka und Rewe sind davon betroffen.

Auch bei dem bekannten Fleischhersteller Rügenwalder Mühle gab es einen Rückruf. Allerdings wegen Kunststoffteilchen.