Neue Sprengfalle in Kaiserslautern entdeckt +++ Bekannte des Bombenlegers in großer Gefahr

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Bombe gefunden - Landschaftgärtner unter Mordverdacht

Bernhard Graumann hat vor seinem Tod vermutlich Sprengfallen verteilt. Ein Arzt kam bereits ums Leben. Jetzt fand die Polizei eine neue Sprengfalle.

Bernhard Graumann aus Kaiserslautern verteilte kurz vor seinem Tod vermutlich mehrere Sprengstoff-Fallen. Jetzt warnt die Polizei Personen, die in Kontakt mit ihm standen.

Update, Donnerstag (7. März), 10.05 Uhr: Nachdem bereits ein Mann durch eine Sprengfalle getötet und eine Frau und ihr Kind verletzt wurden, hat die Polizei in der Pfalz jetzt erneut eine tückische Vorrichtung entdeckt.

Ermittler der Sonderkommission fanden in einem Carport in Fischbach ein professionell manipuliertes Holzscheit, wie die Polizei mitteilte. Aufgrund der hohen Gefährlichkeit sprengten Experten die Falle noch vor Ort.

Die Bewohner sind zurzeit verreist. Wie in den anderen Fällen gab es auch hier zuvor "eine konfliktbelastete geschäftliche Verbindung" zu dem bereits verstorbenen Tatverdächtigen Bernhard Graumann.

Erstmeldung, Dienstag (5. März): Die Polizei sucht Zeugen, die Kontakt zu Bernhard Graumann aus Mehlingen hatten. Der 59-jährige hatte kurz vor seinem Tod vermutlich mehrere Sprengstoff-Fallen gelegt und damit mehrere Menschen verletzt. Ein Arzt kam sogar ums Leben.

Jetzt ist Graumann in seinem Wohnhaus verstorben, doch die Polizei hat Erkenntnisse, dass noch weitere Personen, die in einer Beziehung zu Graumann standen, gefährdet sein könnten.

Arzt durch Sprengstoff-Falle getötet

Der 59-jährige Betreiber einer Landschaftsgärtnerei steht in Verdacht, an der Tötung eines Arztes aus Enkenbach-Alsenborn beteiligt zu sein. Der 64-jährige Arzt wurde am Freitag (1. März) tot vor seiner Praxis aufgefunden.

Die Polizei geht davon aus, dass eine absichtlich herbeigeführte Explosion zum Tod des Arztes führte. Sie nimmt an, dass der Arzt durch eine Sprengfalle ums Leben kam, die der Täter an der Eingangstür der Arztpraxis deponierte.

Zwei weitere Menschen bei Explosion verletzt

Im nahe gelegenen Otterberg kam es am Sonntagmorgen (3. März) zu einer weiteren Explosion. Dort verletzten sich zwei Menschen.

Ein mit Sprengstoff manipuliertes Holzscheit war dort in einem Kaminofen explodiert. Vermutlich deponierte der Täter das Holzstück zuvor am Wohnanwesen der Geschädigten. Eine Bewohnerin legte das Stück unbemerkt mit ins Kaminfeuer.

Bernhard Graumann ist bereits verstorben

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei ergaben, dass in beiden Fällen Bernhard Graumann tatverdächtig ist. Der 59-Jährige ist in der Nacht zu Freitag (7./8. März) in seinem Wohnhaus in Mehlingen verstorben. Die Todesumstände sind zurzeit ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen.

Bernhard Graumann hatte mit den Geschädigten zuvor eine persönliche, beziehungsweise geschäftliche Verbindung. Graumann stand zu den Personen in keinem guten Verhältnis. In beiden Fällen war es in der Vergangenheit bereits zu Konflikten gekommen.

Weitere geplante Explosionen sind möglich

Die Polizei kann nicht ausschließen, dass der Verstorbene vor seinem Tod Vorbereitungen getroffen hat, die andere Menschen an Leib und Leben gefährden könnten.

Insbesondere Personen, die mit Graumann in problematischer privater oder geschäftlicher Beziehung standen, werden dringend gebeten, sich umgehend mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

Unter der Telefonnummer 0631 369 2660 hat die ermittelnde Sonderkommission ein Hinweistelefon eingerichtet.