Extrem-Hitze: Juni war der heißeste Monat aller Zeiten - Klimaforscher besorgt um Polar-Eis

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Juni 2019 war der heißeste jemals gemessene Monat. Foto: dpa

Der Juni 2019 war der heißeste Juni seit der Wetteraufzeichnung im Jahre 1880. So wenig polareis gab es noch nie. Jetzt mehr erfahren.

Der Juni 2019 war der heißeste Monat seit der Wetteraufzeichnung im Jahre 1880. In Deutschland wurden Temperaturen von knapp 40 Grad gemessen. Eine Sache beunruhigt jedoch noch mehr.

  • Juni-Hitze greift Polareis an.
  • So heiß war es auf der ganzen Welt noch nie.
  • Nächste Hitzewelle steht schon wieder an.

So heiß war es noch nie - nirgendwo. Der diesjährige Juni gilt als der heißeste Juni seit Aufzeichnung der Wetterdaten im Jahre 1880. Damit bricht der Monat einen weltweit traurigen Hitzerekord - nicht nur in Deutschland. Die Temperaturen machen dabei nicht nur der Erde zu schaffen, sondern auch den Menschen. Viele klagen über wetterbedingte Probleme.

Juni 2019 war im Durchschnitt 1 Grad wärmer

Die Durchschnittstemperatur habe im Juni laut der US-Klimabehörde NOAA um 0.95 Grad Celsius über dem Durchschnittswert des 20. Jahrhunderts von 15,5 Grad gelegen. Damit übertraf der Juni 2019 den gleichen Monat des Jahres 2016, der bis dahin als Rekordhalter galt.

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Besonders warm war es nach Angaben der NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) in Zentral- und Osteuropa, im Norden von Russland, im Nordosten Kanadas und in südlichen Teilen Südamerikas.

Erwärmung trifft die kalten Regionen der Erde

Was haben die oben genannten Regionen gemeinsam? Sie alle liegen in eigentlich kalten Regionen der Erde. Vom Norden Russlands beispielsweise ist es nicht mehr weit zur Arktis, der südliche Teil Südamerikas ist nicht weit entfernt von der Antarktis.

Es ist offensichtlich, dass die Rekordhitze des Monats Juni nun auch die Polarregionen erreicht hat. Die Klimaforscher zeigen sich besorgt: Das Eis schmilzt im Rekordtempo!

Verglichen mit Werten aus dem vergangenen Jahrhundert, waren die von Eis bedeckten Flächen der Arktis und Antarktis noch nie so klein wie 2019.

Sahara-Luft bringt nächste Hitzewelle

Nach dem heißen Juni reißen die heißen Temperaturen trotzdem nicht ab. In der kommenden Woche (ab dem 22. Juli) steht uns die nächste Hitzewelle bevor. In Deutschland werden erneut Temperaturen bis fast 40 Grad erwartet. Da gab es im Juni schon mal - in Sachsen und Brandenburg.

Grund für die Hitzewelle ist anrollende Sahara-Luft. Fast die komplette kommende Woche wird sie für anhaltend heiße Temperaturen sorgen.