Mann sticht auf Schulkinder ein - zwei Tote

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Rettungskräfte am Tatort in Kawasaki. Foto: Kyodo News/AP

Im japanischen Kawasaki hat ein Mann auf Schulkinder eingestochen. Dabei kamen mindestens zwei Menschen ums Leben, mehrere wurden schwer verletzt.

Ein Mann hat am Dienstagmorgen (28. Mai) im japanischen Kawasaki auf etwa Dutzende Menschen eingestochen. Bei den meisten davon handelt es sich um Kinder, die gerade auf ihrem Schulweg waren. Zwei Menschen starben bei der Bluttat. Der Täter richtete sich im Anschluss selbst.

  • In Japan hat ein Mann auf wehrlose Schulkinder eingestochen
  • Ein Erwachsener und ein Mädchen (11) kamen ums Leben
  • Es gibt viele Schwerverletzte

Die grausame Tat geschah an einer Bushaltestelle in Kawasaki. Dort warteten viele Kinder auf ihren Schulbus, als der mutmaßliche Täter auf sie losging. Mindestens zwei Menschen sind bei der Messerattacke ums Leben gekommen, fast 20 Menschen, die meisten davon Kinder, wurden verletzt.

Japan: Mann sticht auf Schulkinder ein

Bei den bislang bestätigten Toten handelt es sich laut Berichten lokaler Medien um ein 11-jähriges Schulmädchen und einen erwachsenen Mann. Der war wohl der Vater eines der Kinder. Der mutmaßliche Täter hat sich nach der Tat selbst in den Hals gestochen und starb kurze Zeit später im Krankenhaus. Die Gründe für die Bluttat sind aktuell völlig unklar.

Bislang steht fest, dass es sich bei dem Täter um einen Mann in den 50ern handelt. Augenzeugen berichten, dass der Mann langsam auf die wartenden Kinder zugegangen sei und geschrien habe: "Ich werde Euch töten."

Ob es bei zwei Todesfällen bleibt, ist noch nicht klar. Unter den Kindern und Erwachsene gibt es mehrere Schwerverletzte, wie Medien berichteten.

Die Kinder waren auf dem Weg zur Caritas Grundschule, einer privaten katholischen Schuleinrichtung in Kawasaki.

Immer mehr Vorfälle mit Messern in Japan

Das Blutbad schockiert ganz Japan. Zumal die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt eigentlich eines der sichersten Länder der Welt ist. Doch in den vergangenen Jahren haben die Übergriffe mit Messern zugenommen. Bei dem bislang blutigsten Amoklauf hatte ein junger Mann vor drei Jahren in einem Heim für behinderte Menschen 19 wehrlose Bewohner erstochen.

Auch in Deutschland ist das Phänomen zu beobachten. Bislang gibt es aber keine Statistik, die das belegen könnte. Das könnte sich ändern - allerdings erst 2022. Dann soll die Art und Weise, wie eine Attacke ausgeführt wird, genauer in der Kriminalstatistik erfasst werden.

Eine der letzten tödlichen Messerattacken in Dortmund ereignete sich im vergangenen Jahr. Damals hatte ein Mann seine Ex-Freundin erstochen.