Sturzbetrunken am Hauptbahnhof unterwegs: Schwangere gleich zweimal mit rund 4 Promille erwischt

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Schwangere war betrunken am Hauptbahnhof Hannover unterwegs

Gleich zwei mal binnen weniger Tage ist der Polizei eine schwangere Frau am Hauptbahnhof Hannover aufgefallen - weil sie völlig betrunken war.

Gleich zweimal binnen weniger Tage, ist der Polizei eine schwangere Frau am Hauptbahnhof Hannover aufgefallen - weil sie völlig betrunken war.

  • Die junge Frau war trotz der erkennbaren Schwangerschaft stark alkoholisiert.
  • Bei der ersten Kontrolle hatte sie über 4 Promille.
  • Das zweite Mal beging sie zudem einen Ladendiebstahl.

Trotz rundem Bauch, also einer deutlich erkennbarer Schwangerschaft, wie die Bundespolizei Hannover mitteilt, wurde am Hauptbahnhof Hannover eine 24-Jährige Frau gleich zwei mal von den Beamten völlig betrunken aufgegriffen.

Hannover: Schwangere ist völlig betrunken

Das erste mal schwankte die völlig betrunkene Frau am Sonntag (25. August) durch den Hauptbahnhof. Auf der Wache ergab der Atemalkoholtest der Schwangeren einen Wert von 4,23 Promille.

Eine ärztliche Untersuchung wies die junge Frau allerdings rigoros zurück, sodass die Beamten sie in Schutzgewahrsam nahmen und eine zwangsweise ärztliche Untersuchung angeordnet wurde. Mehr könne die Bundespolizei in solchen Fällen nicht tun, berichtet der NDR.

Ob die Wohnungslose daraufhin Besserung gelobte, ist unklar. Jedenfalls griff die Polizei die Schwangere nur wenige Tage später - in der Nacht zu Dienstag (27. August) erneut am Hauptbahnhof Hannover auf. Wieder war die Frau volltrunken. Diesmal ergab der Alkoholtest 3,91 Promille.

Alkohol in der Schwangerschaft nicht strafbar

Rechtlich gesehen gilt ein ungeborenes Kind nicht als Person. Daher machte sich die Schwangere auch nicht strafbar, auch wenn sie ihrem ungeborenen Kind gesundheitlich schaden zugefügt haben könnte. Denn der Alkoholkonsum in der Schwangerschaft kann dem ungeborenen Kind erheblichen Schaden zufügen - das Fetale Alkoholsyndrom ist eine der häufigsten Ursachen für eine geistige Behinderung, informiert das Bundesgesundheitsministerium.

Die eingesetzten Beamten im Falle der betrunkenen Schwangeren in Hannover seien entsetzt gewesen, heißt es in einer Mitteilung der Bundespolizei. Bei dem zweiten Vorfall macht sich die Schwangere zudem wohl des Ladendiebstahls schuldig. Es wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.