Schlafloser Rentner rettet 72-Jährigen vor dem Ertrinken

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Die Wasserschutzpolizei rettet am Donnerstag (21. März) einen Mann aus der Elbe. Foto: Philipp Schulze/ dpa

Weil er nicht schlafen konnte, schaute ein 80-Jähriger nachts per Webcam auf die Elbe. So rettete er einen Rentner, der in den Fluss fiel.

Weil ein 80-jähriger aus Hamburg in der Nacht zu Donnerstag (21. März) nicht schlafen konnte, rettete er einem anderen Menschen vermutlich das Leben.

In jener Nacht wälzte sich der Rentner unruhig in seinem Bett umher. Schließlich griff er, als hätte er einen siebten Sinn, zu seinem Smartphone, das auf dem Nachttisch lag.

Mit dem Smartphone konnte er auf eine Webcam zugreifen, die am Anleger "Ponton op'n Bulln" an der Elbe installiert war. Eigentlich wollte er mit dem Anblick des Flusses zur Ruhe kommen. Doch es kam anders: Plötzlich sah er eine Gestalt am Ufer stehen.

Mann trieb mitten in der Elbe

Über sein Smartphone beobachtete der schlaflose Rentner, wie der Mann am Ufer auf und ab ging. "Das ging ungefähr 20 Minuten lang so", sagte er der BILD. Dann sei der Rentner kurz eingenickt. Als er dann wenig später wieder aufwachte und nochmals auf sein Handy schaute, sei der Mann ganz deutlich im Wasser zu sehen gewesen.

Der 80-Jährige weckte sofort seine Frau. Dann riefen sie die Wasserschutzpolizei. Diese rückte sofort mit Kleinbooten und Tauchern an. Polizisten warfen dem Mann einen Rettungsring zu. Den konnte er aber nicht greifen.

Feuerwehr zog den Mann aus der Elbe

Schließlich zogen die Feuerwehrleute den unterkühlten Mann aus der Elbe und brachten ihn in ein Krankenhaus. „Meine Frau und ich haben uns riesig gefreut, als der Anruf der Wasserschutzpolizei kam, dass er gerettet werden konnte", sagte der 80-Jährige.

Das einzige Problem: Für den Lebensretter war auch nach dieser Aktion nicht mehr an Schlaf zu denken.