Greta Thunberg besucht Aktivisten im Hambacher Forst und verteilt Lob - doch das gefiel ihr nicht an den Protesten

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Greta Thunberg im Tagebauch Hambach. Foto: Oliver Berg/dpa

Greta Thunberg war im Hambacher Forst und sprach mit Aktivisten. Dabei gab es sowohl Lob als auch Kritik von der Umweltaktivistin. Hier alle Infos

Wie der WDR berichtet, war die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg überraschend im Hambacher Forst und hat die Umweltaktivisten besucht. Dabei hat sie sich zu dem aus ihrer Sicht zu späten Kohleausstieg Deutschlands im Jahr 2038 und zu den Protesten geäußert.

  • Greta Thunberg besuchte den Tagebau und den Hambacher Forst.
  • Zivilen Ungehorsam würde sie nicht ablehnen, aber grundsätzlich kritisieren.

Thunberg soll laut WDR den Tagebau Hambach beobachtet und über Sinn und Zweck sinniert haben. Es sei unvorstellbar aus ihrer Sicht, dass dafür Natur und Landschaft zerstört werden würden.

Hoher Besuch im Hambacher Forst - Greta Thunberg war vor Ort

Der Tagebau Hambach bestürze sie zu tiefst. Die Zeit liefe davon und die Regierungen würden weiterhin eher enttäuschen. Doch auch über die Art und Weise des Widerstandes hat sie gesprochen.

Thunberg würde zivilen Ungehorsam, wie die Umweltaktivisten ihn mehrfach geleistet haben, grundsätzlich nicht ablehnen. Dennoch sollten weder Menschen verletzt noch Gegenstände zerstört werden.

Zuletzt kam es bei einem Treffen von mehr als 400 Anhängern von "Fridays for Future" in der Schweiz zu einem Streit. Die schwedische Umweltaktivistin verließ mit Rund 30 Teilnehmern den Saal.

Thunberg hatte Zoff bei einer "Fridays for future"-Veranstaltung

Thunberg und die 30 Teilnehmer waren mit einem Forderungskatalog der Bewegung nicht einverstanden. Diese seien zu spezifisch. Auch Journalisten sollten den Saal verlassen.

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Nun will die schwedische Klimaaktivistin in die USA reisen und nutzt dafür extra ein Segelboot. Am 23. September findet der "Climate Action Summer" in New York statt. Sie startet ihre Reise schon Mitte August. Denn mit dem Segelboot dauert es circa 20 Tage, um in die USA zu reisen.

Thunberg verzichtet dabei ganz bewusst auf eine Flugreise.

Hambacher Forst - vorerst gerettet

Der Hambacher Forst, aus dem ein Aktivist in Castrop-Rauxel eine alte Eiche besetzt, gilt seit Januar 2019 vorerst als gerettet. Eine K ohlekommission stimmte am 26. Januar für einen Ausstieg der Kohle im Jahr 2038. Zum Hambacher Forst äußerten sich die Teilnehmer auch. "Der Erhalt sei wünschenswert."

Immer wieder kam es in der zweiten Jahreshälfte 2018 zu großen Protesten und Auseinandersetzungen zwischen Aktivisten und Polizei.