Gaffer filmen heftigen Unfall auf der A5 - Polizei bringt einen von ihnen zum heulen

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Polizei. Foto: dpa

Sechs Verletzte und ein Trümmerfeld - das ist das Ergebnis einer schweren Kollision auf der A5. Gaffer machten Videos - der Polizei platzt der Kragen.

Sechs Verletzte und ein Trümmerfeld - das ist das Ergebnis einer schweren Kollision auf der A5. Der heftige Unfall hat wieder einmal Gaffer angezogen, die die Unglücksstelle gefilmt haben. Der Polizei ist bei diesem Verhalten der Kragen geplatzt.

Erst vor wenigen Tagen knöpfte sich ein Polizist einen Gaffer vor, der Videos und Fotos von einem tödlichen Unfall auf der A6 bei Nürnberg gemacht hat. Der Polizist zog den Mann aus seinem Fahrzeug und konfrontierte ihn mit der Situation.

Gaffer bei schweren Unfall - Polizei platzt der Kragen

Ähnlich ging es bei dem Unfall auf der A5 bei Erzhausen zu. Bei dem Unfall mussten sechs teils schwer verletzte Menschen in Krankenhäuser eingeliefert werden. Es entstand ein Sachschaden von ungefähr 400.000 Euro.

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Das fanden einige Menschen auf der Autobahn wohl so faszinierend, dass sie ihre Handys zückten und Aufnahmen von dem Trümmerfeld gemacht haben. Das passiert immer wieder und bringt die Polizei regelmäßig zur Weißglut. Auch in Dortmund gab es solche Fälle.

"Wie würden sie sich fühlen?"

Die Beamten auf der A5 stoppten in der Nacht des Unfalls mehrere Gaffer und zogen sie aus ihren Fahrzeugen. In einem Video der Hessenschau ist zu sehen, wie die Polizisten die Schaulustigen konfrontieren und zur Rede stellen.

"Wir würden Sie sich fühlen, wenn Fotos gemacht werden, während Sie verletzt im Fahrzeug sitzen?" fragt ein Beamter einen Autofahrer, der aus seinem Auto steigen musste. Außerdem berichtet die Hessenschau, dass zuvor ein Fahrer eines Kleinlasters in Tränen ausgebrochen ist, weil er mit seinem Verhalten konfrontiert wurde.

Auch bei diesem Unfall - bei dem sich ein Kind schwer verletzte - sammelten sich 150 Gaffer.

Ein Fahrzeug brannte komplett aus

Der Unfall ereignete sich Donnerstagnacht (23. Mai) gegen 23.40 Uhr. Laut Polizei hat ein 19-Jähriger das Stauende zu spät erkannt und ist beim Überholen in mit zwei Kleinlastern kollidiert. Zwei weitere Autos sind in die Unfallstelle gekracht. Das Auto des 19-Jährigen fing Feuer und brannte vollständig aus.

Die Anfahrt der Einsatzkräfte gestaltete sich schwierig, da die im Stau stehenden Verkehrsteilnehmer keine Rettungsgasse gebildet haben.

Auch in Dortmund fiel ein Passant äußerst negativ auf. Nach einem Unfall war eine Frau bewusstlos geworden, der Gaffer filmte sie und den Einsatz. Das hatte später drastische Folgen für ihn.

Bei einem schweren Unfall in Münster gab es zwar keine Gaffer, dafür aber Zeugen, die einfach an der brennenden Unfallstelle vorbeigefahren sind ohne zu helfen.