"Das ist einfach nur Scheiße"

Fridays For Future schockt auf Twitter - damit hätten User niemals gerechnet

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Fridays For Future hat auf Twitter einen heftigen Beitrag gepostet.

Einen Tag vor Heiligabend geht Fridays For Future einen drastischen Schritt. Auf Twitter veröffentlichten die Aktivisten einen schockierenden Beitrag - die User sind fassungslos. Sie machen ihrem Ärger in unzähligen Kommentaren Luft. 

  • Einen Tag vor Heiligabend geht ein Tweet von Fridays For Future viral.
  • Der Twitter-Beitrag soll Satire sein, wurde aber so nicht aufgefasst.
  • Tausende User machen ihrem Ärger über den Post Luft.

Dortmund - Gegen 10 Uhr posteten Aktivisten von Fridays For Future auf Twitter folgenden Beitrag und appellierten damit an ihre Follower: "Wir suchen Sätze, die man sowohl an Weihnachten als auch im Angesicht der Klimakrise sagen kann." Genutzt werden soll der Hashtag #weihnachtenundklimakrise. Binnen kürzester Zeit sind unzählige Posts zusammen gekommen - allen voran ein ziemlich heftiger Beitrag von Fridays For Future selbst. 

Fridays For Future: Heftiger Post auf Twitter von Aktivisten

Denn nur kurz nachdem der Appell von Fridays For Future online gegangen war, posteten die Aktivisten selbst folgenden Spruch: "Warum reden uns die Großeltern eigentlich jedes Jahr immer noch rein? Die sind doch eh bald nicht mehr dabei."

Sie spielen mit dem Post darauf an, dass die Großeltern aufgrund ihres Alters eh nicht mehr lange leben werden und sich deswegen keine Gedanken um die weltweite Klimakrise machen müssen. Nach dem Post schoss Fridays For Future noch einen zweiten Beitrag mit der Frage: "Was darf Satire?" hinterher - offenbar wollten sie klarstellen, dass der Beitrag nicht ganz ernst gemeint war. Doch die Satire ist völlig nach hinten losgegangen.

Mittlerweile hat der Ursprungs-Tweet über 2000 Kommentare und rund 900 Gefällt-mir-Angaben. Der Beitrag gehört damit zu den meistgeteilten Beiträgen von Fridays For Future in der vergangenen Zeit. 

Fridays For Future: Tweet schockiert User

Und auch wenn der Beitrag viele Likes bekommen hat, zeigen sich viele User auf Twitter schockiert über den Satire-Spruch von Fridays For Future. Es gibt eine Vielzahl von Hass-Kommentaren auf der Social-Media-Plattform:

  • "Wechselt mal bitte euer Twitterteam aus."
  • "Die "Großeltern" haben sich für euch "Gören" den Allerwertesten aufgerissen, damit ihr in Saus und Braus leben könnt."
  • "Und wer steckt euch dann die Kohle zu, für die Designer-Klamotten, Elektronik, Kurzurlaub, den Führerschein..."
  • "So etwas ist menschenverachtend, niederträchtig und ekelhaft. Hier tun sich die finstersten menschlichen Abgründe auf, die man sich vorstellen kann."
  • "Reudiger Verein, sorry aber was anderes fällt mir zu dieser Äußerung nicht mehr ein. Widerlich wie ihr jetzt auch noch die Familien spaltet, schämt euch."
  • "Sorry, aber solche toxischen Tweets gehen nicht klar. Man überzeugt jemanden nicht, indem man ihn schlecht redet. Man vergrault die Leute damit nur."
  • "Meine Oma ist etwa drei Wochen verstorben. Es wird mein erstes Weihnachten ohne sie. Ich wünschte, sie könnte mir noch mal in irgendwas reinreden... Finde euren Tweet maximal unpassend."
  • "Ich konnte euch noch nie etwas abgewinnen. Jetzt kommt auch noch Verachtung dazu. Verrückterweise kenne ich Leute, denen man eure Widerwärtigkeit noch erklären und multiplizieren muss. Geht fort, aber ganz weit flott."

Fridays For Future: Tweet begeistert dennoch Großeltern

Das Kuriose an der ganzen Geschichte: Gerade die, denen der Tweet am meisten missfallen dürfte, äußern sich positiv über den Beitrag von Fridays For Future. "Grandparents For Future" (Deutsch: Großeltern für die Zukunft) posteten als Antwort auf den Tweet:

Rund 100 Kommentare gibt es auch zu diesem Beitrag. Über 500-mal wurde er bisher geliket, allerdings fallen die Kommentare der Twitter-User nicht gerade positiv aus. So schreibt ein User beispielsweise: "Na dann lacht schön bis ihr dann im Heim vergeblich auf eure ach so empathische "Jugend" wartet." Ein anderer User stellt sogar infrage, ob die Älteren das ernst meinen: "Kann mir nur schwer vorstellen, dass Sie für den Großteil der Großeltern sprechen."

Wie seht ihr das? Findet ihr den Satire-Tweet von Fridays For Future gelungen oder geschmacklos?

Nicht nur Fridays For Future ist auf Twitter fleißig unterwegs: Passend zu Tag des Notrufs am 11. Februar nehmen mehrere Feuerwehren in NRW an der Aktion Twittergewitter dran Teil. Was in Dortmund an dem Tag so passiert ist, könnt ihr hier lesen. Das Twittergewitter soll zeigen, was hinter so manchen Einsätzen tatsächlich steckt und wie der Arbeitsalltag aussieht.

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