„Heimtücke“

Mann verprügelt und in den Main geworfen: Jetzt steht das Urteil für die Täter fest

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Rätselhafter und besorgniserregender Vorfall in Frankfurt: Unbekannte warfen einen Mann einfach plötzlich von einer Brücke in den Main.

Diese Tat erschütterte Frankfurt. Drei Männer schlagen einen Betrunkenen am Mainufer zusammen und werfen ihn dann in den Main. Jetzt wurden sie verurteilt.

  • Drei Männer misshandeln in Frankfurt einen Betrunkenen und werfen ihn in dem Main
  • Passanten retten das Opfer am Mainufer
  • Gericht verurteilt brutales Trio

Update vom Mittwoch, 13.05.2020, 15.33 Uhr: Weil sie einen betrunkenen Mann verprügelt und in den Main geworfen hatten, sind drei junge Männer vom Landgericht Frankfurt nun zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Wie am Mittwoch bekannt wurde, erhielten die beiden 21 und 27 Jahre alten Angeklagten jeweils siebeneinhalb Jahre. Der 18 Jahre alte Jugendliche wurde zu fünf Jahren und neun Monaten Jugendstrafe verurteilt. Bei allen Angeklagten ging die Strafkammer von versuchtem Mord aus niedrigen Beweggründen aus. AZ 4790 Js 239040/19

Die Männer hatten den Angaben zufolge den 24 Jahre alten und ihnen völlig unbekannten Mann im August vergangenen Jahres nachts in der Nähe des Mainufers in der östlichen Innenstadt getroffen und mit ihm Streit begonnen. Schließlich warfen sie den körperlich unterlegenen Betrunkenen in den Fluss. Nur durch schnelles Eingreifen von Passanten konnte das Opfer gerettet werden.

Mann in den Main geworfen: Täter müssen Entzugstherapie machen

Wegen ihrer Alkoholsucht wurden die beiden erwachsenen Angeklagten zusätzlich in einer Entzugstherapie untergebracht. Die Staatsanwaltschaft hatte Haftstrafen von bis zu neuneinhalb Jahren, die Verteidiger wesentlich niedrigere Strafen beantragt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Update vom Mittwoch, 08.04.2020, 12.04 Uhr: Der Prozess vor dem Amtsgericht Frankfurt gegen drei Männer, die einen Betrunkenen zusammengeschlagen und in den Main geworfen haben sollen, beginnt am Mittwoch (08.04.2020) mit einer Überraschung. Zwei der drei Angeklagten legen gleich zum Prozessauftakt ein Geständnis ab. 

„Ich habe das gemacht, weiß aber nicht, warum“, sagte der 27-Jährige vor der Jugendstrafkammer. Auch der jüngste Angeklagte sagte, die Vorwürfe seien „voll umfänglich zutreffend“. Er bezeichnete die Vorgänge in der Nacht als „gruppendynamischen Prozess“.

Mann in den Main geworfen: Passanten retten ihn mit Schal vor dem Ertrinken

Update vom Mittwoch, 08.04.2020, 10.00 Uhr: Die Tat hat ganz Frankfurt schockiert. Drei junge Männer hatten im Spätsommer 2019 einen Betrunkenen zunächst bewusstlos geschlagen und anschließend in den Main gestoßen. 

Es war großes Glück, dass Passanten die Tat beobachtet und den 24-Jährigen vor dem Ertrinken gerettet hatten. Mit einem Stoffschal zogen sie den Ertrinkenden aus dem Fluss. Täter und Opfer sollen sich vorher nicht gekannt haben. 

Tagelang wurde nach den Tätern gesucht – mit Erfolg. Nun müssen sich die 18, 21 und 27 Jahre alten Männer seit Mittwoch, 08.04.2020, vor dem Amtsgericht Frankfurt für ihre Tat verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft den Männern Mord aus Heimtücke und niedere Beweggründe vor. 

Mann in den Main geworfen: Neue Details zur grausamen Tat

Update vom Freitag, 17.01.2020, 13.35 Uhr: Weil sie einen Betrunkenen in den Main geworfen haben sollen, hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt nun Anklage gegen drei junge Männer wegen Mordversuchs erhoben. 

Die drei heute 18, 21 und 27 Jahre alten Beschuldigten sollen das stark betrunkene 24 Jahre alte Opfer im August vergangenen Jahres frühmorgens in der Nähe des Frankfurter Mainufers in der östlichen Innenstadt getroffen haben, sagte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen am Freitag (17.01.2020). Nach Tritten, Schlägen und Beleidigungen stießen sie den zwischenzeitlich bewusstlosen Mann gemeinschaftlich in den Fluss. Dort wurde er kurze Zeit später von Passanten entdeckt und mit einem Stoffschal herausgezogen.

Laut Anklage nahmen die Männer das Ertrinken des hilflosen Mannes in Kauf. Die Tat sei aus dem Willen heraus begangen worden, „absolute Dominanz über den ihnen völlig unbekannten Geschädigten zu demonstrieren“, sagte Niesen. Darüber hinaus hätten die Männer „ihre Freude am Misshandeln des Opfers“ zum Ausdruck gebracht. Die Anklage gehe deshalb vom Mordmerkmal der niedrigen Beweggründe aus. 

Frankfurt: Tat am Main - Prozesstermine noch unklar

Niesen zufolge räumten bislang zwei der drei mutmaßlichen Täter den Vorfall ein. Während der Rettung des Opfers sollen die Männer „Der stirbt, der stirbt“ gerufen und danach die Flucht ergriffen haben. Termine für den Prozess vor einer Jugendstrafkammer des Landgerichts Frankfurt stehen noch nicht fest.

Update vom Dienstag, 01.10.2019, 14.30 Uhr: Nachdem bereits zwei der drei Tatverdächtigen, die einen 24 Jahre alten Mann in den Main geworfen haben sollen, gefasst wurden, gibt die Polizei neue Details bekannt. Der dritte Tatverdächtige konnte sich der Festnahme bislang entziehen und war auf der Flucht. 

Frankfurt: Dritter Tatverdächtiger wird gefasst 

Nach umfangreichen Ermittlungen der Polizei konnte nun auch der dritte Tatverdächtige gefasst werden. Kriminalfahnder nahmen ihn in der Nähe von Ulm fest. Er wartet nun zusammen mit seinen Komplizen in der Untersuchungshaft auf den Prozess. Die drei Tatverdächtigen sollen bereits zuvor gewalttätig gewesen sein – die Ermittlungen hierzu stehen aus. 

Update vom Montag, 23.09.2019, 16.30 Uhr: In der Nacht zum Sonntag (18.08.2019) kommt es am nördlichen Mainufer zu einem versuchten Tötungsdelikt. Ein 24-jähriger Mann wird gegen ein Uhr von drei Männern zu Boden geschlagen und anschließend einfach in den Main gestoßen. Eine brutale Tat, doch von den Tätern fehlte jede Spur. 

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main hatte zwischenzeitlich für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, eine Belohnung von 1.000 Euro ausgesetzt. Auch eine Täterbeschreibung ging an die Öffentlichkeit. 

Nach umfangreichen kriminalpolizeilichen Ermittlungen ist nun die Identität von allen drei Tätern bekannt. Zwei der drei Männer konnten laut Polizei schon festgenommen werden. Es handelt sich dabei um einen 17- und einen 26-jährigen Frankfurter. Der dritte Tatverdächtige, ein 21-jähriger aus dem Raum Frankfurt, befindet sich derzeit auf der Flucht. Nach ihm wird nun per Haftbefehl gefahndet.

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Mann in Frankfurt in Main geworfen - Polizei veröffentlicht Täterbeschreibung

Update von Dienstag, 10.09.2019, 14:05 Uhr: In der Nacht von Samstag (17.08.2019) ist ein junger Mann in Frankfurt von drei unbekannten Männern verprügelt und in den Main geworfen worden. Nun hat die Polizei eine genauere Täterbeschreibung von zwei der drei Männer veröffentlicht. 

  • Einer der Täter soll 170-175 cm groß, mitteleuropäisches Aussehen und lange, blonde, zum Zopf gebundene Haare haben. Die Polizei spricht vom Typ „Surferboy“. 
  • Ein zweiter Täter soll 175-180 cm groß sein, ein osteuropäisches Aussehen und ein schmales Gesicht haben. 

Zeugen, die entsprechende Hinweise geben können, sollen sich unter der Nummer (069)/755-51199 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle melden. 

Erstmeldung von Montag, 02.09.2019, 15:51 Uhr: Frankfurt – Rätselhafte Gewalttat in der Mainmetropole: In der Nacht von Samstag (17.08.2019) spazierte ein junger Mann (24) am Mainufer an der Ignatz-Bubis-Brücke nach Hause. 

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Kurz vor der Brücke begegnete er drei ihm unbekannten Männern. Als der 24-Jährige an ihnen vorbeigehen wollte, schlugen sie unvermittelt zu. 

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Frankfurt: Unbekannte werfen 24-Jährigen in den Main 

Die drei Männer schlugen auf den 24 Jahre alten Mann ein, der daraufhin verletzt zu Boden ging. Anschließend packte ihn einer der Männer an den Füßen. Das verletzte Opfer versuchte sich zu wehren, wurde aber mit Schwung in den Main geworfen. 

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Die Unbekannten türmten, als der junge Mann auf der Wasseroberfläche auftraf. Sie flüchteten in Richtung Flößerbrücke und von dort mutmaßlich in Richtung der Frankfurter Innenstadt oder Sachsenhausen. Der inzwischen im Main treibende 24-Jährige wurde von mutigen Passanten gerettet. Ob die Passanten zu ihm in den Main sprangen oder ihm vom Ufer aus halfen, konnte die Polizei auf Nachfrage nicht mitteilen. 

24-Jähriger in den Main geworfen: Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt

Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt* die Tat als versuchtes Tötungsdelikt eingestuft und eine Belohnung von 1000 Euro ausgesetzt. Zeugen, die entsprechende Hinweise geben können, sollen sich unter der Nummer (069)/755-51199 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle melden. 

Frankfurt: So werden die Täter beschrieben

Die Frankfurter Polizei hat folgende Beschreibung der mutmaßlichen Täter veröffentlicht: 

  • Alle drei Täter sind männlich. Wahrscheinlich sind sie jugendlichen Alters 
  • Zum Tatzeitpunkt waren alle drei Täter mit einer hellen Jeans bekleidet 
  • Einer der Täter trug einen weißen Kapuzenpullover

In Frankfurt hat eine Männergruppe am Main zwei Menschen angegriffen. Beide Opfer wurden bei dem Überfall verletzt. 

Bei einem Streit in Frankfurt-Dornbusch ist ein Mann schwer verletzt worden. Sein Kontrahent hatte ihm mit einem Messer in den Bauch gestochen. 

Zwei bisher Unbekannte rauben einen Juwelier in Frankfurt-Sachsenhausen aus. Um zu bekommen, was sie wollen, scheuen die Männer auch vor brutaler Gewalt nicht zurück.

Auch in anderen hessischen Städten kam es zu gewaltsamen Verbrechen. In Wiesbaden ist ein Mann tot in seiner Wohnung aufgefunden worden. Ein Verdächtiger hat sich der Polizei gestellt, ein zweiter wurde später von der Polizei festgenommen. Auch in Wetzlar gab es eine Gewalttat – hierbei wurde ein Mann durch eine Schießerei getötet. Die Polizei ermittelt nun, ob die Tat einen politischen Hintergrund haben könnte, wie fnp.de* berichtet. Ein ganz anderes Ereignis sorgte auf der Urlaubsinsel Mallorca für Aufsehen. Zwei Tornados wurden dort in der Bucht von Palma de Mallorca gefilmt.

In Frankfurt-Bornheim musste die Polizei wegen einem Mann mit einer Machete ausrücken*. Weil auch Pfefferspray nicht half, mussten die Beamten zu drastischeren Mitteln greifen. Ein Mann stürzt aus bisher noch ungeklärten Gründen in den Main. Dabei wird er schwer verletzt.

In Frankfurt wird eine 43-Jährige seit rund drei Wochen vermisst. Sie erschien plötzlich nicht mehr auf der Arbeit. Die Polizei sucht nun nach Hinweisen und hofft auf die Bevölkerung.

marv/svw

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