Flixbus: Gleich zwei Unglücke in einer Nacht - ein ausgebrannter Bus und ein Auffahrunfall

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Flixbus-Unfall

In der Nacht zu Mittwoch (5. Juni) verunglückten auf deutschen Autobahnen gleich zwei Flixbusse. Einer brannte aus, einer fuhr einem Lastwagen auf.

In der Nacht zu Mittwoch (5. Juni) verunglückten auf deutschen Autobahnen gleich zwei Fernbusse der Firma Flixbus. Einer brannte aus, einer fuhr einem Lastwagen auf.

  • Bei Bremen und bei Karlsruhe verunglückte je ein Flixbus
  • Fahrerin rettete alle Fahrgäste aus brennendem Bus auf A1
  • Auffahrunfall auf A5 wurde durch Lkw verursacht

Gleich zwei Fernbusse der Firma Flixbus traf es in der vergangenen Nacht erneut. Auf der A1 bei Bremen musste eine Fahrerin ihren Bus wegen eines Feuers stoppen. Auf der A5, nördlich von Karlsruhe, fuhr ein Reisebus einem Lastwagen auf.

Erst vor wenigen Wochen (21. Mai) war ein Flixbus auf der A9 von der Fahrbahn abgekommen. In diesem Fall wird gegen den Flixbus-Fahrers wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Ähnliches war auch im August 2018 passiert: Damals kam ebenfalls ein Flixbusvon der Autobahn ab und kippte um.

Flixbus-Fahrer hatten nicht Schuld

Anders als bei dem Unfall im Mai waren bei den Unfällen der letzten Nacht jedoch nicht die Fahrer schuld. Im Falle des brennenden Busses, verdanken die Passagiere der Fahrerin sogar, dass niemand verletzt wurde.

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Der Flixbus war von Bremen nach Hamburg unterwegs. Nach nur wenigen Kilometern bemerkte die Busfahrerin mehrere aufblinkende Warnleuchten und hielt daraufhin am Bremer Kreuz auf der A1 wieder an. Zum Glück der Fahrgäste: Denn als sie den Bus von Außen kontrollierte, fiel ihr ein Feuer im Motorraum auf.

Sie evakuierte den Bus, noch bevor das Feuer in den Innenraum vordrang. Alle 26 Insassen blieben deshalb unverletzt. Die Feuerwehr brachte sie zur nächstgelegenen Raststätte, wo ein anderer Bus des Unternehmens sie aufnahm und nach Hamburg brachte.

Auch bei dem Auffahrunfall war es allem Anschein nach der Lkw-Fahrer, der den Unfall verursachte. Bei dem Unfall auf der A5 bei Weingarten wurden drei Menschen schwer verletzt. Einer der Schwerverletzten musste von der Feuerwehr aus dem Bus befreit werden.

Lkw kam nicht auf Rastplatz

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hatte ein Lkw, der dem Flixbus voraus fuhr, auf einen Parkplatz fahren wollen. Wegen eines weiteren, ungünstig geparkten Lastwagens konnte der Lkw-Fahrer jedoch nicht auf den Parkplatz einfahren.

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Daraufhin zog der Fahrer von der Abfahrt zurück auf den rechten Fahrstreifen, wo ihm der Reisebus nicht mehr ausweichen konnte. Vor allem der vordere Bereich des doppelstöckigen Busses wurde durch den Auffahrunfall zerstört war. Die Scheibe war zersprungen, der Einstiegsbereich komplett zertrümmert.

Die übrigen, unverletzten 39 Insassen des Busses, brachte die Feuerwehr in eine Halle nach Weingarten, wo sie zunächst betreut und später von einem Ersatzbus abgeholt wurden. Der Flixbus war von München in Richtung Amsterdam unterwegs.

Weniger aufmerksam als die Fahrerin des Unglücks-Busses, war eine Flixbus-Fahrerin, die ein Fahrgast Anfang Mai bei etwas unglaublichen ertappte. Vier andere Reisenden ließ Flixbus dagegen gleich ganz hängen - nachts im Italien.

Flixbus kündigte an, den Brand in Zusammenarbeit mit den Behörden zu untersuchen.

Auch in Recklinghausen kam es zu einem heftigen Unfall mit einem Bus: Eine 18-jährige Autofahrerin prallte in einen Linienbus.