Insel Luzon

Schweres Erdbeben auf den Philippinen: Mehr als 130 Menschen verletzt

Erdbeben auf den Philippinen.
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Das Erdbeben auf den Philippinen hat große Schäden angerichtet.

Einen Tag nach dem Erdbeben auf den Philippinen haben die Behörden neue Opferzahlen veröffentlicht. Mehr als 13.000 Menschen sind betroffen.

Manila – Nachdem am Mittwochmorgen (27. Juli) ein Erdbeben der Stärke 7,0 die philippinische Hauptinsel Luzon erschüttert hat, sind erneut die Opferzahlen gestiegen. Inzwischen geht der Katastrophenschutz in dem südostasiatischen Inselstaat von 130 Toten aus.

Das Epizentrum befand sich in der Provinz Abra im Norden der Insel Luzon. Die Region liegt 335 Kilometer nördlich der Hauptstadt Manila. Das Beben löste dutzende Erdrutsche aus und brachte Gebäude zum Einsturz. In der mehr als 300 Kilometer entfernten Hauptstadt Manila schwankten die Hochhäuser. Laut USGS lag das Epizentrum nahe der Erdoberfläche, was in der Regel größeren Schaden anrichtet als tiefere Beben.

Das Erdbeben löste hunderte Nachbeben aus – ein weiteres großes Erdbeben ist möglich

Das seismologische Institut der Philippinen verzeichnete knapp 300 schwächere Nachbeben, mehrere von ihnen hatten eine Stärke zwischen 4,7 und 5,2. Viele Anwohner hatten die Nacht deshalb im Freien verbracht. Es sei zudem nicht ausgeschlossen, „dass sich ein weiteres starkes Erdbeben ereignet“, sagte Behördenchef Renato Solidum. Am Donnerstag reiste der neue Präsident Ferdinand Marcos Jr. ins betroffene Gebiet und sprach dort mit Betroffenen.

Die Toten und Verletzten waren größtenteils von herunterstürzenden Gebäudeteilen, Erdrutschen und Steinschlägen getroffen worden. Insgesamt sind den Behörden zufolge fast 13.000 Menschen von den Folgen des Bebens betroffen, das auch Schulen, Krankenhäuser, Straßen und Brücken beschädigt hat.

Erdbeben kommen auf den Philippinen häufig vor

Die Philippinen liegen auf dem Pazifischen Feuerring - der geologisch aktivsten Zone der Erde, unter der Erdoberfläche stoßen dort tektonische Platten zusammen. Erdbeben und Vulkanausbrüche sind in dem südostasiatischen Land keine Seltenheit.

Beim letzten heftigen Beben der Stärke 7,1 waren im Oktober 2013 im Zentrum des Landes 220 Menschen getötet worden. Im Juli 1990 starben auf der Insel Luzon mehr als 2400 Menschen bei einem Beben der Stärke 7,8, das einen über hundert Kilometer langen Erdrutsch auslöste. (tk mit afp/dpa)

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