Köln: E-Scooter werden bei Schnee und Eis nicht fahren

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E-Roller-Anbieter in Köln bieten E-Scooter bei Schnee und Eis nicht an. Foto: dpa

Eine Sperrung bei schlechtem Wetter und Glätte. Das forderte der TÜV-Verband von E-Roller-Anbietern, Verleiher in Köln reagieren darauf.

Eine Sperrung bei schlechtem Wetter und Glätte. Das forderte der TÜV-Verband von E-Scooter-Anbietern. Die Verleiher in Köln reagieren nun und wollen ihren Kunden die Roller bei Schnee und Dauerregen nicht zur Verfügung stellen.

  • TÜV-Verband forderte die Sperrung von E-Scootern im Winter.
  • Leih-Anbieter sollen die Scooter bei schlechtem Wetter nicht zur Verfügung stellen.
  • Verleiher in Köln gehen auf die Forderungen ein.

Update, Mittwoch (6. November), 9.42 Uhr: Die E-Scooter-Verleiher in Köln wollen ihre Roller bei Schnee und Dauerregen künftig nicht anbieten. Damit reagieren sie auf eine vorausgegangene Forderung des TÜV. Neben dem Verbot raten die Verleiher ihren Kunden in den Apps auch zu passender Kleidung beim E-Scooter fahren. Etwa reflektierende Kleidungsstücke oder ein Helm.

Erstmeldung, Mittwoch (16. Oktober):

Anbieter sollen E-Scooter bei schlechtem Wetter sperren

83 Unfälle mit E-Scooter gab es in Köln seit der Zulassung der Roller. 19 davon endeten mit schwerverletzten Personen. Köln gilt damit als E-Scooter-Unfallhauptstadt in NRW. Doch die Stadt steht nicht alleine da. Seitdem die elektrischen Roller auf den Straßen zulässig sind, hat es in NRW etlich Unfälle gegeben.

Die hohe Anzahl an Unfällen hat die Polizei in NRW bereits zum Anlass genommen, Tipps an E-Scooter-Fahrer herauszugeben. Dabei warnt sie davor, dass die Scooter eben keine Spielzeuge seien, sondern durchaus eine Gefahr darstellen können.

TÜV-Verband fürchtet etliche Unfälle im Winter

Daher sollen sich Nutzer des Fortbewegungsmittels zunächst einmal in Ruhe mit dem Gerät vertraut machen und sich dann unbedingt an die geltenden Regeln halten. Dazu gehört unter anderem das Verbot von Alkohol am "E-Scooter-Steuer" und die Regel, dass die Scooter nur auf Radwegen genutzt werden dürfen.

Der TÜV-Verband befürchtet, dass die Unfallzahlen im Winter noch weiter in die Höhe steigen könnten. Daher fordern sie von Anbietern für Leih-Scooter, den Gebrauch bei schlechtem Wetter oder etwa bei Glätte einzuschränken oder zu sperren.

Anbieter wollen E-Scooter das ganze Jahr über stellen

Der TÜV argumentiert, dass man zum Leihen der E-Scooter eine App auf dem Smartphone benötigt und Anbieter diesen Service an Tagen mit schlechtem Wetter einstellen könnten.

Wichtig sei dem TÜV-Verband vor allem auch, dass die Anbieter ihre Kunden auf die Gefahren der kalten Jahreszeit hinweisen und erklären, worauf man achten sollte. Ein guter Ansatz für den Verband wäre bereits, den Kunden einen Helm zur Verfügung zu stellen.

Die Leih-Anbieter wollen ihre E-Scooter allerdings das ganze Jahr über anbieten und keine Einschränkungen machen müssen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) wollen einige ihre Rolleranzahl allerdings etwas reduzieren.

Ab Ende Oktober soll es in NRW übrigens deutlich kühler werden. Das Wetter bringt Frost und Minusgrade.