Nach Räumung des Düsseldorfer Flughafens: Situation hat sich wieder normalisiert

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Sommerferien in NRW beginnen. Chaos am Flughafen droht. Foto: dpa

Nachdem der Düsseldorfer Flughafen am Freitagmorgen geräumt und 48 Flüge abgesagt werden mussten, hat sich die Situation wieder normalisiert.

Am Freitagmorgen (1. März) umgingen drei Menschen am Düsseldorfer Flughafen die Sicherheitskontrollen. Daraufhin räumte die Bundespolizei aller drei Terminals. Die Polizei nahm zwei von drei Personen fest. Der Vorfall ereignete sich um 7 Uhr.

Update, 16 Uhr: Wie der Düsseldorfer Flughafen in einer aktuellen Pressemitteilung erklärt, hat sich die Situation am Flughafen mittlerweile wieder normalisiert. "Die Wartezeiten an den Sicherheitskontrollen liegen derzeit allesamt unter zehn Minuten. Dennoch ist noch über den gesamten Tag mit Beeinträchtigungen des Flugbetriebs zu rechnen", heißt es in der Nachricht.

Die Zahle der annullierten Flüge ist von 42 auf 48 gestiegen. Ein Flug wurde zum Flughafen Köln/Bonn umgeleitet. Für Samstag rechnet der Düsseldorfer Flughafen wieder mit einem planmäßigen Flugbetrieb.

Update, 13.10 Uhr: Die Räumung des Düsseldorfer Flughafens hat große Folgen für den Flugverkehr: Bis 12.30 Uhr wurden 42 von den geplanten 634 Flügen gestrichen.

Reisende, die von den Annulierungen betroffen sind, sollen sich an ihre Fluggesellschaft wenden. Diejenigen, die im Laufe des Tages noch von Düsseldorf aus fliegen, sollten sich vorher über ihren Flugstatus informieren. Den ganzen Tag noch wird es zu Beeinträchtigungen im Flugverkehr kommen.

6.500 Reisende von Räumung betroffen

Von der Flugsteigräumung waren 6.500 Reisende betroffen. Selbst Passagiere, die schon im Flugzeug saßen, mussten erneut durch die Sicherheitskontrolle.

Laut dem Flughafen Düsseldorf sind seit 9 Uhr, seit alle Terminals wieder offen sind, alle verfügbaren Sicherheitskontrollkräfte im Einsatz und versuchen, die große Menge an Passagieren abzuarbeiten.

Update, 12.50 Uhr: Eine Sprecherin der Bundespolizei sagte eben, dass die Fahndung nach der dritten Person noch immer läuft. Auch die Vernehmungen der beiden Festgenommenen dauert noch an. Einer von ihnen, ein 52-Jähriger Grieche, brauchte erst einmal einen Dolmetscher.

Video zeigt, wie 22-Jähriger Nottür aufdrückte

Eine Videokamera hat den Vorfall, der die Räumung auslöste, aufgezeichnet: Den Bildern nach drückte ein 22-Jähriger Deutscher mit einer Nottaste eine alarmgesicherte Nottür auf, die die Sicherheitskontrollen umging. Die beiden anderen, der Grieche und ein Unbekannter, folgten ihm durch die Tür.

Die Bundespolizei überprüft nun, ob hier mit dem missbräuchlichen Nutzen eines Notschalters eine Staftat vorliegt. Zeitgleich wird auch geprüft, ob die drei Reisenden die Kosten für den Einsatz tragen müssen.

Update, 9.50 Uhr: Eine Sprecherin der Bundespolizei bestätigte gerade eben in einem Gespräch mit Ruhr24, dass die zwei Festgenommenen EU-Bürger sind. Bei ihnen handelt es sich um einen 22-Jährigen Deutschen und einen 52-Jährigen Griechen. Die dritte Person wird momentan noch gesucht.

Bundespolizei geht von einem Versehen aus

"Aller Voraussicht nach stehen die zwei Festgenommenen in keinem Zusammenhang zueinander", sagte die Sprecherin der Bundespolizei. Der Deutsche wollte einen Flug in die Schweiz nehmen, der Grieche einen Flieger nach Griechenland.

Aktuell geht die Bundespolizei davon aus, dass die drei Personen versehentlich in den Sicherheitsbereich gelangten. Trotzdem werden sie weiterhin verhört.

Update, 9.35 Uhr: Der Flughafen Düsseldorf gibt nun nähere Details zu der Räumung heraus. Um 7 Uhr hat eine Gruppe Reisender eine alarmgesicherte Tür zum Sicherheitsbereich per Nottaster geöffnet. Die Bundespolizei veranlasste anschließend, dass alle Terminals geräumt und durchsucht wurden. Die Flugsteige A und C gab man um 8.25 wieder frei, den Flugsteig B und die Transfergänge um 9 Uhr.

Die Maßnahmen betrafen 6.500 abfliegende und ankommende Passagiere. Eine Sprecherin des Flughafen teilte mit, dass man mit Verspätungen im Flugverkehr rechne.

Update, 9.16 Uhr: Die beiden Festgenommen sollen EU-Bürger sein, die auch innerhalb von Europa reisen wollten. Nach der dritten Person sucht die Polizei noch weiterhin.

Laut der Deutschen Presse-Agentur nahm der Flughafen den Betrieb an den Terminals A und C gegen 8.30 Uhr wieder auf. Es kommt zu Verspätungen und langen Warteschlangen, der Flugverkehr wurde schließlich für eineinhalb Stunden eingeschränkt war. Alle Passagiere müssen erneut durch die Sicherheitskontrollen.

Drei Passagiere umgingen Kontrolle

Ursprungsmeldung, 9.05 Uhr: Drei Menschen hatten die Sicherheitskontrollen umgangen und sind in den Sicherheitsbereich des Flughafens gekommen, sagte eine Sprecherin des Flughafens laut der Rheinischen Post. Zwei von ihnen nahm die Polizei fest.

Daraufhin räumte das Personal alle drei Terminals und musste diese auch durchsuchen.

Ankommende Passagiere durften nicht aus dem Flugzeug. Zudem mussten Reisende, die eigentlich schon an den Gates saßen, erneut durch die Kontrollen.

Die Polizei am Flughafen Düsseldorf hat zuletzt eine Familie aufgehalten, die nach Sri Lanka fliegen wollte. Der Grund: Ein Mädchen sollte zwangsverheiratet werden. Die Rettung gelang den Beamten in letzter Sekunde.