Hamburg: Rentner beauftragt falsches Handwerker-Trio - und bezahlt dafür ein Vermögen

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Betrug beim Heckenschneiden. Rentner wird abgezockt. Foto: Kai Remmers

27.000 Euro bezahlte ein Rentner für Heckenschneiden und Rasenmähen. Die Gartenarbeiten wurden jedoch nie ausgeführt. Hier mehr erfahren.

Einmal Heckeschneiden und Rasenmähen. Dieser Auftrag kostete einen Rentner in Hamburg 27.000 Euro. Die Gartenarbeit wurde nie ausgeführt.

  • Dem Rentner wurde die Hilfe bei der Gartenarbeit an der Haustüre angeboten.
  • Er bezahlte das Handwerker-Trio in bar.
  • Er wird Opfer einer dreisten Abzocke.

Mitte Juli klingelte es an der Haustür des 73-Jährigen. Ein junger Mann stand vor der Tür und bot dem Rentner Hilfe bei der Gartenarbeit an. Sie vereinbarten einen Termin zum Heckeschneiden und Rasenmähen.

Rentner bezahlt 27.000 Euro in Vorkasse

Wenige Tage später rückten die vermeintlichen Handwerker wieder an, um den Auftrag auszuführen. Und verlangten für die Gartenarbeiten 27.000 Euro in bar - und per Vorkasse.

Der ahnungslose Rentner bezahlte den Betrag. Und wurde dadurch Opfer einer dreisten Abzocke.

Erst im März dieses Jahres kam es in Dortmund zu ähnlichen Betrugsfällen. Zwei Männer hatten sich als Polizisten ausgegeben und Senioren gebeten, ihnen Geld zu überweisen.

Falsches Werkzeug für die Gartenarbeit

Bereits nach zehn Minuten ließen die Handwerker die Arbeit stehen und liegen. Sie hätten das falsche Werkzeug eingepackt.

Mit den richtigen Geräten im Gepäck wollen sie am nächsten Morgen wieder kommen und die Gartenarbeit fortsetzen, sagten sie zu dem Rentner.

Aus dem Staub gemacht

"Sie versprachen, am nächsten Tag wiederzukommen, haben ihre Werkzeuge zusammengepackt und sind weggefahren", sagte der Hamburger Polizeisprecher Florian Abbenseth.

Doch der 73-Jährige wartete vergebens auf die Rückkehr der drei Handwerker. Nun sucht die Polizei nach den Abzockern.

Die Masche der Betrüger wird immer perfider. Erst Mitte Juli wurde ein Ehepaar in Essen ausgeraubt. Dank eines fiesen Tricks hatten sie die Einbrecher sogar selbst in die Wohnung gelassen.