News-Ticker

Corona in München: Alkoholverbot könnte ab Mittwoch gelten - Neue Infizierten-Zahlen veröffentlicht

München plant die Umsetzung eines Alkoholverbots für die Nachtstunden. Aber nur für ausgewählte Hotspots
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München plant die Umsetzung eines Alkoholverbots für die Nachtstunden. Aber nur für ausgewählte Hotspots.

Nach Bekanntgabe der aktuellen Corona-Zahlen rückt ein Alkoholverbot in München wieder näher. Der News-Ticker für die Isar-Metropole.

  • Corona in München: Ein Alkoholverbot könnte bald drohen, der betreffende „Frühwarnwert" rückt näher (Update 5. September, 14.20 Uhr).
  • Neue Infektionszahlen gehen nun jedoch in eine bestimmte Richtung.
  • In unserem News-Ticker halten wir Sie über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden.

Update vom 8. September, 11.08 Uhr: An dieser Stelle beenden wir unsere Berichterstattung in diesem News-Ticker. Über die Entwicklung der Corona-Pandemie in München halten wir Sie ab sofort hier auf dem Laufenden.

Update vom 7. September, 19.47 Uhr: In München wird am Mittwoch eine neue Allgemeinverfügung mit Alkoholverboten erlassen. Das teilte am Montag die Verwaltung mit. Damit will die Stadt den Verkauf von Alkohol ab 21 Uhr sowie den Konsum alkoholischer Getränke im öffentlichen Raum untersagen. Diese Verbote werden lokal begrenzt – beispielsweise auf den Gärtner-, den Baldeplatz sowie auf Gebiete zwischen den Isarbrücken.

Damit reagiert die Verwaltung auf zwei Gerichtsurteile, die das Vorgehen, stadtweite Verbote zu erlassen, als unverhältnismäßig klassifiziert hatten. Die Verbote wiederum sind eine Maßnahme der Stadt, um die Corona-Ausbreitung einzudämmen. Gerade bei Feiern am Gärtnerplatz oder im Englischen Garten würden bei zunehmender Alkoholisierung der Teilnehmer allzu oft die Hygiene- und Abstandsregeln nicht eingehalten.

Das Alkoholverbot aber tritt erst in Kraft, wenn der sogenannte Sieben-Tage-Inzidenzwert über 35 steigt. Am Montag lag er allerdings bereits bei 39,89. Das bedeutet: In den vergangenen sieben Tagen haben sich täglich fast 40 Menschen pro 100 000 Einwohner neu angesteckt. Für Sonntag wurden 57 neue Corona-Fälle gemeldet. Insgesamt sind in der Landeshauptstadt damit 9307 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 7973 Personen, die bereits genesen sind – sowie 223 Todesfälle.

Der Inzidenzwert von 35 gilt als Frühwarnsystem, die Kommunen sollen Maßnahmen zur weiteren Eindämmung ergreifen. Denn überschreiten die Neu-Infektionen den Wert von 50, könnte es zu Schul- und Kitaschließungen sowie erneuten Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen kommen. Sascha Karowski

Update vom 7. September, 14.48 Uhr: Die Stadt München hat die aktuellen Corona-Zahlen veröffentlicht. In der bayerischen Landeshauptstadt wurden für Sonntag, 6. September (Stand 23.59 Uhr), 57 neue Corona-Fälle gemeldet. Insgesamt sind in München bislang 9.307 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 7.973 Personen, die bereits genesen sind, sowie 223 Todesfälle. Im Vergleich zum Vortag ist die Zahl der Neuinfektionen damit wieder gesunken - am Samstag (5. September) waren 100 neue Corona-Fälle gemeldet worden (siehe Update vom 6. September, 16.18 Uhr).

Die einzelnen Tageswerte unterliegen Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann positive Testergebnisse an das Gesundheitsamt übermittelt werden und können sich auch rückwirkend ändern (z. B. durch Qualitätskontrollen oder Nachmeldungen). 

Die Reproduktionszahl für München liegt bei 1,26 (Stand 6. September) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 126 Menschen neu anstecken. Je deutlicher die Reproduktionszahl über 1 liegt, umso schneller breitet sich das Coronavirus* weiter aus. Je weiter sie unter 1 sinkt, umso weniger Neuinfektionen sind zu erwarten.

Drohende Alkoholverbote könnten die Landeshauptstadt trotz des Rückgangs weiterhin treffen. „Die Landeshauptstadt wird am Mittwoch (9. September) unter Berücksichtigung der Rechtsprechung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs eine neue Allgemeinverfügung erlassen, die den Konsum sowie den Verkauf von Alkohol zum Mitnehmen im Umgriff von bekannten Hotspots ab einem Inzidenzwert von 35 zeitlich begrenzt verbietet“, heißt es auf der Homepage der Stadt München. „Die exakten und rechtlich bindenden räumlichen Umgriffe und Zeiträume sind am Mittwoch dem Text der Allgemeinverfügung zu entnehmen. Grundlage sind Einsatzberichte des Polizeipräsidiums München und des Kommunalen Außendiensts (KAD) sowie eine ausführliche infektiologische Bewertung durch das städtische Referat für Gesundheit und Umwelt. Ziel ist es, das Infektionsgeschehen so gut wie möglich im Griff zu behalten“, so die Stadt München weiter. Trotzdem soll schon bald die 16-tägige "Wirtshaus-Wiesn" eröffnet werden, die vieles verspricht.

Corona in München: Zahl der Neu-Infizierten auch am Wochenende hoch - Verlauf könnte Folgen haben

Update vom 7. September, 10.07 Uhr: Die Polizei bereitet sich in München auf einen Großeinsatz vor. Am Odeonsplatz soll am kommenden Samstag eine Corona-Demo stattfinden, für die bereits bundesweit mobilisiert wird.

Update vom 6. September, 16.18 Uhr: Die Stadt München hat am Sonntagnachmittag die aktuellen Corona-Zahlen präsentiert. Mit Stand 5. September, 23.59 Uhr kamen im Vergleich zum Vortag 100 neue Covid-19-Fälle hinzu. Die Zahl der bestätigten Infektionen steigt damit auf 9.246. In dieser Zahl sind 7.932 genesene Personen sowie 223 Todesfälle enthalten.

Die Reproduktionszahl liegt aktuell bei 1,34 und damit deutlich über dem deutschlandweiten Wert von 1,0. Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 33,84 - und damit weiterhin nur knapp unter dem kritischen Schwellenwert von 35, der ein Alkoholverbot an besonders frequentierten Orten der Stadt zur Folge hat (siehe Update vom 5. September).

Zur Einordnung: Die übermittelten Zahlen am Wochenende sind in der Vergangenheit oftmals niedriger gewesen. Am Wochenende nicht übermittelte Neuinfektionen gingen dann am Montag in die Statistik ein. Insofern ist der Anstieg von 100 an einem Wochenendtag durchaus also stark zu bezeichnen. Steigt die 7-Tage-Inzidenz wieder über den Wert von 35, werden etwa wieder Alkoholverbote eingeführt.

Update vom 6. September, 14.58 Uhr: Bei solchen Bilder überraschen steigende Corona-Zahlen in München nicht mehr: Die Polizei München beendete eine Party mit 300 Gästen im Filmcasino gestern Nacht. Zuvor hatte es eindeutige Hinweise auf Verstöße gegeben.

Am Samstag war in München trotz Corona-Pandemie ein Mega-Party-Event anberaumt: Für den illegalen Rave gab es mehrere Hundert Zusagen.

Corona in München: Alkoholverbot wieder wahrscheinlicher?

Update vom 5. September, 14.20 Uhr: In München wurden am gestrigen Freitag 111 neue Coronavirus-Fälle bestätigt. Am Vortag waren es noch deren 86 gewesen. Auch die in vielerlei Hinsicht bedeutende 7-Tage-Inzidenz ist wieder gestiegen; sie liegt nun bei 33,84. Bei einem „Frühwarnwert" von 35 tritt ein Alkoholverbot an städtischen Hotspots in Kraft.

Corona-News München: Stadt veröffentlicht neue Zahlen - kein Alkoholverbot in Sicht

Update vom 4. September, 14.49 Uhr: In München wurden am gestrigen Donnerstag 86 neue Coronavirus-Fälle bestätigt. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt aktuell 30,58. Erst bei einem „Frühwarnwert" von 35 träte an Party-Hotspots der Isar-Metropole ein vom Stadtrat beschlossenes Alkoholverbot in Kraft.

Update vom 4. September, 14.18 Uhr: Offenbar sind von der neuerlichen Testpanne in Bayern (Update von 9.38 Uhr) rund 10.000 Menschen betroffen. Diese Einschätzung gab ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums am Freitagmittag in München ab.

Update vom 4. September, 9.38 Uhr: In Bayern ist es offenbar erneut zu einer peinlichen Panne gekommen. Zahlreiche Corona-Testergebnisse haben die Betroffenen mit reichlich Verspätung erreicht, wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am heutigen Freitag mitteilte. Der vorgesehene Zeitraum von 48 Stunden konnte mehrfach nicht eingehalten werden.

Ursächlich sei demnach ein Problem beim Dienstleister Ecolog, der für die Tests am Münchner Flughafen verantwortlich ist. Dort gebe es ein „technisches Schnittstellenproblem in der Datenverarbeitung“.

Folgenreiche Corona-Verstöße: Die Stadt München geht rigoros gegen Bürger vor, die sich nicht an Quarantäneauflagen halten wollten. 21 von ihnen wurden gegen ihren Willen in einem Hotel untergebracht.

Corona-News: Erneut peinliche Test-Panne in Bayern

Ab dem 29. August bestünden „wachsende Rückstände bei der Befundübermittlung“, gab das LGL bekannt. Wie viele Testergebnisse nicht rechtzeitig zugestellt wurden, wird aus der Mitteilung nicht ersichtlich. Ecolog habe zugesagt, die Probleme bis Freitagmittag zu beheben.

LGL-Leiter Walter Jonas erklärte diesbezüglich: „Die Dienstleister haben bestimmte Leistungen vertraglich zugesichert. Wir bestehen darauf, dass diese Zusicherungen zum Schutz unserer Bürgerinnen und Bürger eingehalten werden.“

Update vom 4. September, 7.48 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder schürt Hoffnungen, dass Weihnachtsmärkte in diesem Jahr bei entsprechenden Vorkehrungen trotz Corona-Pandemie möglich sein könnten. „Bei den Weihnachtsmärkten haben wir noch Zeit, die wir für eine gute Planung nutzen können“, sagte der CSU-Chef den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitag). „Wir können zum Beispiel einheitliche Laufwege mit Ein- und Ausgang organisieren.“ Er schränkte aber ein, auf „manchen Feuerzangenbowlestand, der eher an Après-Ski-Veranstaltungen in Ischgl erinnert“, müsse man dieses Jahr sicher verzichten.

Söder warb um Verständnis: „Die Wahrscheinlichkeit, dass Corona uns ewig beschäftigt, ist nicht so hoch. Warum soll es nicht möglich sein, ein Jahr lang etwas mehr Disziplin zu wahren?“

Update vom 3. September, 14.40 Uhr: In München wurden für den gestrigen Mittwoch 76 neue Coronavirus-Fälle bestätigt. Gegner des möglichen Alkoholverbots dürften sich über die aktuelle 7-Tage-Inzidenz freuen, derzeit liegt diese bei 31,87. Erst bei einem Frühwarnwert von 35 treten die angekündigten Maßnahmen in Kraft.

Update vom 3. September, 14.32 Uhr: Zum Schulstart in der Corona-Krise bekommen am Dienstag die Abc-Schützen an einer Münchner Grundschule von der Staatsregierung Schultüten mit Schutzmasken geschenkt. Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) und Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) wollen pünktlich zum Unterrichtsbeginn nach den Sommerferien stellvertretend für alle Schulanfänger in Bayern den Mädchen und Jungen einer Grundschule in München einen Besuch abstatten, teilte das Kultusministerium am Donnerstag mit.

In den Schultüten, die sie dort verteilen, sind dem Vernehmen nach neben Stiften und einem Block unter anderem auch Corona-Masken mit einem Bild des bayerischen Löwen enthalten.

Corona: Institution muss dicht machen: Zahlreiche Münchner „nehmen Abschied“ - lange Schlangen im Stadtzentrum

Update vom 3. September, 10.40 Uhr: Seit heute Vormittag läuft der Schlussverkauf bei Sport Münzinger am Marienplatz. Tausende Fußballschuhe, Trikots und Fanutensilien müssen raus. Im Juni 2020 war bekannt geworden, dass das traditionsreiche Sportgeschäft in der Altstadt schließen muss; auch die Corona-Pandemie hatte ihr Übriges getan.

Seit 10 Uhr inspizieren zahlreiche Münchner das reduzierte Sortiment. Folge war eine beträchtliche Schlange, die um die Ecke zeitweise deutlich über 200 Meter anwuchs, wie unser Reporter vor Ort berichtet. Bis zum Fischbrunnen standen die Schnäppchenjäger.

Lange Schlangen vor Sport Münzinger am Marienplatz.

Update vom 3. September, 7.53 Uhr: Am Samstag ist in München trotz Corona-Pandemie ein Mega-Party-Event anberaumt: Für einen illegalen Rave gibt es bereits mehrere Hundert Zusagen. Die Polizei ist gewarnt.

Update vom 2. September, 22.01 Uhr: Die Freibad-Saison in München wird verlängert: Neben Dante- und Schyrenbad werden nun auch das Michaeli- und das Prinzregentenbad bis Ende September geöffnet bleiben. Das hat der Feriensenat des Stadtrats auf Antrag der CSU-Fraktion entschieden.

„Zusätzliche Freizeitangebote an der frischen Luft sind wichtig in Zeiten der Corona-Pandemie“, sagte Fraktionschef Manuel Pretzl. „Nach allem, was wir wissen, ist die Ansteckungsgefahr im Freien geringer als in geschlossenen Räumen.“ Außerdem dürfe man nicht vergessen, dass die Sommerbäder wegen der Corona-Pandemie erst sechs Wochen später öffnen durften. „Badegäste können den Spätsommer jetzt voll ausnutzen.“

Corona in München: Freibäder reagieren auf Bedürfnis nach Sport und Entspannung

Bäderchefin Christine Kugler sagte: „Wir verstehen, dass in diesem Jahr das Bedürfnis nach Sport und Entspannung an der Luft besonders groß ist. Wir haben daher unsere Pläne für die Sommerbäder angepasst.“ Aber: Für das Naturbad Maria Einsiedel, Bad Georgenschwaige und Ungererbad bleibt es beim letzten Öffnungstag am Montag, dem 7. September. Das Sommerbad West hat ebenfalls am 7. September seinen letzten Öffnungstag, dort startet am 8. September das Hallenbad in die Herbst-/Wintersaison.

Viele Hallenbäder sind bereits seit Anfang Juli geöffnet. Das Cosimawellenbad schließt für eine Revision vom 7. bis 20. September. Das Bad Giesing-Harlaching ist ab Montag offen für alle Besucher. Das Bad Forstenrieder Park öffnet am Dienstag. Das Müller’sche Volksbad ist ab Montag, 14. September geöffnet, die Sauna und das römisch-irische Schwitzbad bleiben noch bis Mitte Oktober geschlossen. Das Hallenbad im Michaelibad öffnet am Donnerstag, dem 1. Oktober, die Sauna am Montag, dem 5. Oktober. Eine Reservierung ist nicht notwendig.

Update vom 2. September, 18.51 Uhr: Yoga, Aerobic oder Kickboxen im Freien - bislang war das für private Sporttrainerinnen und Sporttrainer auf öffentlichen Flächen und in Parks in München nur schwer möglich. Jetzt folgt der Stadtrat einstimmig einem Antrag der CSU und erleichtert das Sporteln unter freiem Himmel trotz Corona für alle. Der Feriensenat hat die Stadtverwaltung beauftragt, Sportkurse im Freien großzügig zu genehmigen. Die Sportpolitische Sprecherin der CSU, Ulrike Grimm, freut sich: „Schön, dass der Feriensenat unserem Vorschlag folgt und auch private Trainer ab jetzt ihre Kurse auf öffentlichen Flächen anbieten dürfen. Die Landeshauptstadt zeigt jetzt, dass sie auch diese Branche nicht vergisst.“   

Viele Münchner atmen auf: Trotz Corona gibt es weitere Lockerungen bezüglich Freiluftsport.

Coronavirus in München: Zahl der bestätigten Corona-Fälle steigt - doch andere wichtige Zahl sinkt

Update vom 2. September, 16.32 Uhr: Vier Orte in Bayern haben mittlerweile den Corona-Frühwarnwert überschritten. Der Wert, den die Stadt München am Montag und Dienstag wieder knapp unterschritten hat (siehe Update unten). Neben Ingolstadt und Rosenheim haben mit dem heutigen Mittwoch auch die Stadt Memmingen sowie der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen den Wert überschritten. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner stieg binnen sieben Tagen in Memmingen und dem mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen auf mehr als 35. Der Wert lag in Memmingen bei 38,76, in Weißenburg-Gunzenhausen bei 36,02.

Bei fast allen Neuinfizierten in Memmingen handele es sich um Reiserückkehrer aus Risikogebieten, sagte eine Sprecherin der Stadt. Aus diesem Grund würden die Regeln nun verschärft: Alle Reiserückkehrer aus Risikogebieten müssen sich demnach zunächst in häusliche Quarantäne begeben und nach mehreren Tagen erneut auf Corona testen lassen - unabhängig davon, ob sie sich im Ausland oder bei der Rückkehr schon einem Test unterzogen hatten. Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen hingegen will trotz steigender Infektionszahlen keine weiteren Maßnahmen einleiten, so eine Sprecherin.

Coronavirus in München: Zahl der bestätigten Corona-Fälle steigt - doch anderer wichtiger Wert sinkt

Update vom 2. September, 16.15 Uhr: Für den Dienstag wurden in München 82 neue Coronavirus-Fälle gemeldet. Das sind zwölf Fälle mehr, als am Montag (Zahl der neu bestätigten Fälle: 70). Insgesamt sind damit nun bestätigte 8.875 Fälle in München gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz ist auf 34,45 gesunken (Montag: 34,59). Das Erreichen des Wertes 35 hatte zunächst ein nächtliches Alkoholverbot in München in Kraft treten lassen, doch jedoch vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof gekippt wurde.

Wichtige Corona-Maßnahme „temporär genehmigt“: MVG feiert Schritt, den viele schon vor Monaten erwartet hätten

Update 31. August, 9.35 Uhr: „Die ersten Hygienestationen in der Münchner U-Bahn sind einsatzbereit“, verkündet die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) in einer Pressemitteilung. Im U-Bahnhof Marienplatz können Fahrgäste ab sofort vier Desinfektionsmittelspender nutzenDie frohe Kunde vom 1. September dürfte viele Pendler freuen. Allerdings hält die Corona-Pandemie München schon seit März in Atem. Spender mit Desinfektionsmittel haben sich nicht zuletzt in Supermärkten längst etabliert.

Corona München: MVG reagiert mit „Neuerung“ - „temporär genehmigt“

Warum es bei der MVG etwas länger gedauert hat, lässt sich aus der Pressemitteilung ebenfalls herauslesen. Die Technische Aufsichtsbehörde (TAB) der Regierung von Oberbayern habe „die Einrichtung der Stationen als zusätzliches Hygieneangebot in der U-Bahn temporär genehmigt“, heißt es. Einfach so einen Desinfektionsmittelspender aufstellen, darf man offenbar nicht, könnte man aus der Formulierung herauslesen..

Die Regierung von Oberbayern korrigiert dagegen: „Richtig ist, dass der eigentliche Antrag am 13.08.2020 durch die MVG per E-Mail gestellt wurde und eine Genehmigung durch die Technische Aufsichtsbehörde noch am gleichen Tag innerhalb von 15 Minuten nach Eingang per E-Mail erteilt wurde.“

An der Genehmigung hat es laut der Regierung also nicht gehapert.

„Mit unseren Hygienestationen tragen wir zusätzlich dazu bei, dass sich unsere Kundinnen und Kunden im ÖPNV wohlfühlen und ihre Handhygiene unterwegs ergänzen können“, bewertet MVG-Chef Ingo Wortmann die Maßnahme. Weitere Spender an zentralen Knotenpunkten wie etwa dem Hauptbahnhof sind geplant.

Update 31. August, 14.52 Uhr: In München wurden am gestrigen Sonntag (30. August) lediglich 26 neue Coronavirus-Fälle bestätigt. Besonders für das Wochenende gilt jedoch, dass die gemeldeten Tageswerte „Schwankungen unterliegen, da sie davon abhängig sind, wann positive Testergebnisse an das Gesundheitsamt übermittelt werden“.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt mit 35,81 weiterhin knapp über dem „Frühwarnwert“ von 35.

Corona München: „Saurer Apfel“ - Maskenpflicht in Bayern kommt zum Schulanfang

Update 31. August, 13.05 Uhr: „Schulen sind systemrelevant“, sagt Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) und man sei deshalb in der Verpflichtung den Eltern gegenüber. Der bereits ausgearbeitete und inzwischen angepasste 4-Stufen-Plan werde morgen voraussichtlich beschlossen. Ein Wechselbetrieb an Schulen sei nur dann notwendig, wenn es in einer Region zu mehr als 50 Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen komme. Die von Kollege Söder verkündete Maskenpflicht bezeichnet Piazolo als „sauren Apfel“; der Entschluss sei jedoch alternativlos gewesen.

Es gibt künftig zusätzliche Schulbusse, gestaffelte Pausenzeiten, außerdem sollen Klassenzimmer regelmäßig gelüftet werden. Für Lehrkräfte wurden Reihentestungen auf den Weg gebracht. „Wir haben auch genauere Standards für den Distanzunterricht ausgearbeitet“, sollte dies stellenweise nötig werden.

Update 31. August, 12.55 Uhr: „Wir hatten gehofft, dass die Zahlen nach der Urlaubszeit niedriger sind“, erklärt Ministerpräsident Söder in seinem Statement. Grund dafür, dass dem nun nicht so sei, sei auch zunehmender Leichtsinn.

Das Thema Schulstart habe nun enorme Bedeutung, positioniert sich Söder. Es habe heute intensive Diskussionen, aber auch viel Einigkeit gegeben. „Wir haben die klare Priorität für den Regelunterricht, wollen den Bildungsauftrag erfüllen“, erklärt der Ministerpräsident.

Corona München: Maskenpflicht an Schulen? Söder erklärt, wie es nach den Sommerferien weiter geht

Was werden die Verantwortlichen auf den Weg bringen? „Vollunterricht steht über Distanzunterricht. Die Maske ist besser als Schulausfall. Sie ist eindeutig das kleinere Übel als Unterrichtsausfall“, stellt Söder klar. Wo gilt die Maskenpflicht fortan an Bayerns Schulen? Generell sei sie auf dem Schulweg, im ÖPNV, im Schulhof oder auf den Gängen einzuhalten. „Eine allgemeine Maskenpflicht an Grundschulen wird es nicht geben, da waren sich alle einig“, lässt der Ministerpräsident verlauten.

An weiterführenden Schulen gebe es jedoch für die zwei Wochen nach Schulstart (neun Schultage) eine Maskenpflicht. Danach gelte diese nur, wenn es das Infektionsgeschehen (Inzidenz über 35) nötig mache - oder es die Schulen explizit wünschen. Lehrer sind ebenfalls davon betroffen. Man müsse sich auf vereinzelte Schulschließungen einstellen, blickt Söder voraus.

Update 31. August, 10.55 Uhr: Für 13 Uhr ist ein Pressestatement des Ministerpräsidenten angekündigt, das wir in unserem News-Ticker begleiten werden. Bereits vor Beginn des heutigen Bildungsgipfels hatte sich abgezeichnet, dass die Meinungen über den Start ins Schuljahr in der Pandemie weit auseinander gehen.

Während die Staatsregierung einen Regelbetrieb für alle Schüler plant, fordert die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft etwa eine Halbierung der Schülerzahl in den Schulen und einen wechselweisen Ersatzunterricht zuhause.

Maskenpflicht für junge Münchner? Söder empfängt seltene Gäste, dann steht wegweisender Termin an

Ursprungsmeldung (31. August, 9.00 Uhr):

München - Einen Tag vor der entscheidenden Kabinettssitzung will Ministerpräsident Markus Söder am Montag (10.00 Uhr) mit Eltern, Lehrern, Schülern und Verbänden über das anstehende Ferienende beraten. Im Mittelpunkt steht zu Zeiten der Corona-Pandemie* dabei die Frage, wie der Unterricht in Bayern in der Corona-Krise sichergestellt werden kann. An dem Gespräch nimmt auch Kultusminister Michael Piazolo (FW) teil.

München: Wann müssen Schüler Masken tragen? Söder bittet Eltern zu Corona-Treff

Dabei dürfte es auch um die Frage gehen, wo an den Schulen Masken getragen werden müssen und welche sonstigen Hygieneauflagen den Regelbetrieb mit Präsenzunterricht sichern sollen. Die Ferien in Bayern enden eine Woche später am 7. September.

In Nordrhein-Westfalen hatten Schüler an weiterführenden Schulen zwischenzeitlich auch im Unterricht Masken tragen müssen. Diese Regelung soll aber an diesem Montag wieder auslaufen. Ausgenommen waren nur die Grund- und Förderschüler der Primarstufe.

Corona München: Söder will neues Konzept beschließen - brisante Sitzung steht an

Söder hatte das Vorgehen bisher immer als interessanten Ansatz bezeichnet, eine abschließende Meinung, ob die Praxis auch in Bayern eingesetzt werde aber vermieden. In Nordrhein-Westfalen war die Maskenpflicht im Unterricht aber nicht unumstritten. Final beschließen wird Bayern das Schulkonzept in einer Sitzung des Ministerrates am Dienstag (1. September) in München.

Corona München: Verstöße gegen Maskenpflicht? Empfindliche Strafen drohen

In Bayern gilt bisher wegen der Pandemie eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und an Orten, an denen der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Verstöße werden mit 250 Euro und 500 Euro im Wiederholungsfall geahndet*.

Eine Maskenpflicht in den Schulgebäuden außerhalb des Unterrichts und in den Schulbussen gilt als weitgehend sicher. Offen ist aber etwa auch noch, welche Vorschriften es für Lehrer geben wird. (lks)/dpa) *tz.de ist Teil des Ippen-Netzwerks.

Stephanie Jacobs verlässt ihren Posten als Referentin für Gesundheit und Umwelt im Münchner Rathaus. Die 43-Jährige wechselt in Kürze in das bayerische Gesundheitsministerium.

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