Sechs Infizierte in Bayern 

Coronavirus in Deutschland: Erstes Kind infiziert - ganze Familie krank? Kliniken schlecht gerüstet

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Erster Fall des Coronavirus in Deutschland.

Das Coronavirus breitet sich weiter in Deutschland aus. In Bayern scheint nun eine ganze Familie infiziert zu sein. Sind Kliniken dafür gerüstet?

  • Das Coronavirus verbreitet sich zunehmend auch in Deutschland.
  • Ein Mann aus Bayern hatte sich am Virus infiziert und nun seine ganze Familie angesteckt. 
  • Ärzte warnen: Kliniken könnten dafür nicht gerüstet sein.

Update, Dienstag (28. Januar), 21.30 Uhr: Bayern - Im Landkreis Traunstein hat sich scheinbar eine ganze Familie mit dem neuartigen Coronavius angesteckt. Demnach wurde nun erstmals auch bei einem Kind in Deutschland der Virus nachgewiesen. Wie br.de berichtet, handele es sich dabei um das Kind eines Mitarbeiters der Firma Webasto, der ebenfalls infiziert wurde. 

Auch die restliche Familie, die Mutter und zwei weitere Kinder, sind auf einer Isolierstation untergebracht.

Inzwischen werden immer weiter Konsequenzen aus der zunehmenden Verbreitung des Virus gezogen. Die Lufthansa hat bereits alle Flüge von und nach China gestrichen. Gleichzeitig ist die Luftwaffe laut dpa auf dem Weg nach Wuhan, um Deutsche nach Frankfurt auszufliegen. Die WHO rief den Notstand aus.

Coronavirus: Kliniken fehlt es an passenden Räumen

Unter diesen Umständen alarmiert ein Statement der Bundesärztekammer. Laut tagesschau.de hält die Kammer Krankenhäuser in Deutschland nicht für ausreichend auf das Coronavirus vorbereitet. Es mangele vor allem an passenden Räumlichkeiten, insbesondere Einzelzimmern mit Vorschleusen. 

Dennoch sei Panik noch immer nicht angebracht. "Die Gefahr durch eine normale Grippe sei viel höher", so Susanne Johna, Pandemie-Beauftragte der Ärztekammer gegenüber der Tagesschau.

Coronavirus in Deutschland angekommen: Infizierte in München

Update, Dienstag (28. Januar), 21.30 Uhr: Breitet sich das Coronavirus nun auch in Deutschland aus? Wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München am Dienstagabend mitteilte, haben sich nach dem ersten bekannten Fall, nun drei weitere Menschen in Bayern mit dem Virus aus China infiziert. Die neuen Erkrankungen stehen demnach im Zusammenhang mit dem ersten Fall. Weitere Informationen liegen derzeit nicht vor. Einen Grund für Panik gibt es aber nicht.

Ursprungsmeldung, Dienstag (28. Januar), 8.50 Uhr: Nachdem das Coronavirus erst nur in China verbreitet war, ist es nun auch in Deutschland angekommen. Der erste Fall einer mit dem Virus infizierten Person wurde in der Nacht zu Dienstag (28. Januar) bestätigt.

Erster Coronavirus-Fall in Deutschland: Mann aus Bayern infiziert

Die ersten Verdachtsfälle des Coronavirus in Deutschland kamen in den letzten Tagen auf. Auch in Iserlohn klagte ein Schüler, der einige Wochen zuvor noch in China war, über Symptome, die denen des Coronavirus auf den ersten Blick ähnelten. Im Nachhinein stellte sich das als ein falscher Alarm heraus. Ein Arzt bestätigte, dass der Aufenthalt des Jungen in China zu weit zurückliege und die Symptome nicht zu hundert Prozent zu denen des Coronavirus passen. 

Ähnlich verlief es bisher auch bei anderen Coronavirus-Verdachtsfällen - bis gestern konnte bisher nie einer bestätigt werden. Nun ist die erste Infektion in Deutschland bekannt geworden. Ein Mann aus dem Landkreis Starnberg in Bayern habe sich mit dem Coronavirus infiziert, wie das Gesundheitsministerium bestätigt.  

Erster Coronavirus-Fall: Für Bevölkerung in Bayern bestehe geringe Gefahr 

Nach Angaben der "Task Force Infektiologie" des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) befindet sich der Mann in Bayern in einem guten Zustand. Er wurde schnellstmöglich isoliert und wird medizinisch beobachtet. Die Menschen, die Kontakt zu dem Patienten hatten und sich in seinem näheren Umfeld befinden, wurden bereits über mögliche Symptome, Übertragungsmöglichkeiten und Hygienemaßnahmen aufgeklärt. 

Nähere Informationen soll es am Vormittag bei einer Pressekonferenz des Gesundheitsministeriums Bayern geben. Das Risiko für die Bevölkerung in Bayern, sich mit dem neuartigen Coronavirus zu infizieren, wird von der "Task Force Infektiologie" des LGL und vom Robert Koch-Institut (RKI) derzeit als gering erachtet", wie das Ministerium erklärte.  

Währenddessen steigt die Zahl der am Virus erkrankten Personen stetig an. Mittlerweile wurden 4000 Krankheitsfälle in China gemeldet. Weil der Erreger dort zu immer größeren Problemen führt, könnte es zu Lieferengpässen bei chinesischen Produkten kommen.

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