Reisende aus China

Verdacht auf Coronavirus nicht bestätigt: Patientin in Berlin war vorsorglich isoliert worden

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Verdacht auf Coronavirus in Berlin: Frau auf Isolierstation.

Das Coronavirus breitet sich weiter aus. Nun meldete ein Krankenhaus in Berlin einen ersten Verdachtsfall. Die Patientin hielt sich zuvor in China auf 

  • In China sind bislang 56 Menschen an dem neuartigen Coronavirus gestorben.
  • Das Virus breitete sich weiter aus und hat inzwischen auch Europa erreicht.
  • Eine Patientin kam mit Atembeschwerden in das Berliner Krankenhaus.

Berlin - Update, Sonntag (26. Januar), 13.50 Uhr: Der Tagesspiegel will erfahren haben, dass sich der Verdachtsfall aus Berlin auf das Coronavirus nicht bestätigt hat. In Frankreich seien hingegen drei Verdachtsfälle bestätigt worden.

Erstmeldung, Sonntag (26. Januar), 13.40 Uhr: Auf der Isolierstation des DRK Klinikum Mitte in Berlin liegt nach einem Bericht der Berliner Morgenpost eine Patientin, die zuvor in China gewesen ist. Die Frau hatte sich bereits am Samstagabend (25. Januar) in dem Klinikum mit Atembeschwerden vorgestellt. Es besteht der Verdacht, dass sich die Frau mit dem Coronavirus angesteckt hat.

Coronavirus: Verdachtsfall in Berlin

In China und auch weltweit steigt die Zahl der Infektionen. Inzwischen sollen insgesamt mehr als 2000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert sein. Nach Frankreich und den USA scheint das Virus nun vielleicht auch bis nach Deutschland vorgedrungen zu sein: In Berlin gibt es den ersten Verdachtsfall.

Die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) bestätigte am Sonntagmorgen gegenüber der Berliner  Morgenpost, dass es in Berlin einen Verdachtsfall gäbe. Die Untersuchungen der Frauen seien aber noch nicht abgeschlossen. Ein Ergebnis aus den Laboren der Virologie an der Universitätsklinik Charité läge noch nicht vor.

Patientin in Berlin isoliert: Verdacht auf Coronavirus

Die Patientin, die sich Samstagabend mit Atembeschwerden in der Klinik vorstellte, wurde vorsorglich auf der Isolierstation untergebracht. Um herauszufinden, ob die Frau sich tatsächlich mit dem neuartigen Coronavirus aus China infiziert hat, wurde ein Abstrich gemacht, der derzeit in den Laboren der Charité untersucht wird. 

Video: Virologe der Berliner Charité zum Coronavirus

Das Universitätsklinikum hat bereits einen Test entwickelt, um das Coronavirus zu identifizieren. "Verdachtsfälle können nun schnell auf das Virus untersucht werden", heißt es dazu auf der Homepage des Klinikums. Im Gegensatz dazu soll die Entwicklung einer Impfung aber mindestens  noch ein Jahr dauern.

Trotz des Verdachtsfalls warnt die Gesundheitssenatorin vor einer Panikmache. Berlin sei gut auf den Ernstfall vorbereitet, erklärt Kalayci gegenüber der Berliner Morgenpost. Zudem schätze das Robert Koch Institut (RKI) das Risiko für Deutschland derzeit noch immer als gering ein. Gesundheitsbehörden raten dennoch dazu, bei Symptomen, die der einer Grippe ähneln, einen Arzt aufzusuchen und den Kontakt zu anderen Menschen zu meiden.

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