„Behörden massiv überfordert“

Coronavirus in Bayern: Arzt schlägt via Facebook Alarm - Erster bestätigter Fall in Niederbayern

Nach dem Coronavirus-Ausbruch in Italien wappnet sich auch Bayern für mögliche neue Fälle. Das Gesundheitsministerium meldet jetzt neue Fälle des Coronavirus in Bayern.

  • Das Coronavirus* verbreitet sich immer weiter.
  • Auch in Bayern gibt es einen neuen Fall, ein Mann aus Nürnberg ist erkrankt.
  • Das Gesundheitsministerium meldet neue Infektionen im Freistaat.

Update vom 4. März: Das Coronavirus verbreitet sich weiter. Auch in Bayern gibt es neue Fälle - unter anderem in Augsburg und Lindau. 59 Schüler müssen deshalb vorerst zu Hause bleiben. Alle Informationen gibt es in unserem neuen Ticker für Bayern.

Coronavirus in Bayern: Fall im Landkreis Passau bestätigt

Update vom 3. März, 16.43 Uhr: Der Coronavirus-Fall im Landkreis Passau wurde nun auch vom Gesundheitsministerium bestätigt. Die Behörden ermitteln nun mögliche Kontaktpersonen.

Derweil will der Maschinenbauer DMG Mori seinen Standort in Pfronten am Donnerstag wieder öffnen. Dort war ein Mitarbeiter am Coronavirus erkrankt. Am Mittwoch sollten die 1600 Beschäftigten des Maschinenbauers in der Allgäuer Stadt aber noch einmal zu Hause bleiben, berichtete Unternehmenssprecher Stephan Knüttel am Dienstag.

Update vom 3. März, 14.45 Uhr: In Niederbayern gibt es nun einen ersten bestätigten Coronavirus-Fall. Ein Patient in Vilshofen im Landkreis Passau hat sich infiziert, berichtet die Passauer Neue Presse

Coronavirus in Bayern: CSU-Chef Markus Söder plädiert für Notfall-Plan für Unternehmen

Update vom 3. März, 13.55 Uhr: Aufgrund der sich häufenden Coronavirus-Fälle in Bayern will CSU-Chef Markus Söder einen Notfall- und Vorsorgeplan für bayerische Unternehmen erarbeiten. Dabei soll es auch um finanzielle Hilfen für Firmen gehen. 

Im Koalitionsausschuss am kommenden Sonntag (8.3.) müsse man über einen ökonomischen Notfall- und Vorsorgeplan für den weiteren Verlauf dieses Jahres reden, betonte der bayerische Ministerpräsident. Möglich sei ein Paket aus Steuererleichterungen, zusätzlichen Abschreibungsmöglichkeiten und einer Anpassung beim Kurzarbeitergeld. 

Coronavirus in Bayern: Bürgermeister-Kandidat im Landkreis Freising unter Quarantäne

Update vom 3. März, 12.50 Uhr: Im Landkreis Freising haben sich nach derzeitigem Stand sieben Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Auch ein Kandidat für das Bürgermeisteramt, der bei den Kommunalwahlen am 15. März antritt, steht nun unter Quarantäne*. Bei ihm wurde ein Test auf Covid-19 durchgeführt. Das Ergebnis steht allerdings noch aus.

Hat das Coronavirus Auswirkungen auf die Kommunalwahl in Bayern? Eine Ministeriums-Sprecherin äußerte sich nun dazu.

Coronavirus in Bayern: Fälle häufen sich - Arzt äußerte nun heftige Kritik

Update von 21.45 Uhr: Die Coronavirus-Fälle in Bayern häufen sich. Nun äußert ein Arzt heftige Kritik. In einem Brandbrief erläutert Dr. Falk Stirkat, wieso sich viele Ärzte alleingelassen fühlen. Er arbeite im Großraum Erlangen-Nürnberg. Auch dort gibt es Coronavirus-Fälle. Von den Behörden fühlen er und viele seiner Kollegen sich im Stich gelassen. 

Die Ärzte seien angewiesen, Abstriche von Verdachtsfällen zu nehmen. „Das ist ok. Es ist unsere Aufgabe. Man stellt uns aber so gut wie keine Schutzausrüstung zur Verfügung. Mir selbst wurde nahegelegt doch einfach OHNE Schutz zum Patienten zu gehen. Eine Kollegin nutzte eine eigene Taucherbrille um sich und andere vor der Verbreitung des Virus zu schützen“, schreibt er in seinem Brandbrief auf Facebook. Anderen Ärzten würde geraten, eine Schutzausrüstung einfach bei Amazon zu bestellen. „Unsere Behörden sind massiv überfordert und wir baden es aus“, heißt es weiter.

„Was mich wütend macht ist nicht, dass wir nicht auf diese Krise vorbereitet sind. Das ist zwar ärgerlich, aber ok... Was mich aber wirklich sprachlos zurücklässt sind die Lügen, die man erzählt. Die Lügen, dass wir vorbereitet sind. [...] Uns geht das Desinfektionsmittel aus“, schließt der Arzt seinen öffentlichen Brief auf Facebook

Coronavirus in Bayern: Patienten einer Arztpraxis betroffen

Update von 19.47 Uhr: Die Handwerksmesse in München wurde nun offiziell abgesagt. Derweil wurde bekannt, dass es sich bei den zwei Coronavirus-Fällen aus Oberfranken um Patienten einer Arztpraxis handelt. Diese wurde vorsorglich geschlossen.

Das Coronavirus ist in Oberfranken angekommen: Eine Arztpraxis wurde geschlossen.

Auch ein Bayreuther Wirtshaus wurde vorsorglich geschlossen. Der Betreiber war mit seiner Familie während der Faschingsferien im Tropical Island in Brandenburg. Dort war mehrere Tage lang ein mit dem Coronavirus infizierter Mann aus Nordrhein-Westfalen. Danach zeigte die Frau des Wirts Symptome. Ein Test sei allerdings negativ ausgefallen, wie Radio Mainwelle berichtet. Es handelt sich um eine Grippe. Die Gaststätte ist ab Mittwoch wieder geöffnet.

Coronavirus in Bayern: Handwerksmesse in München droht Absage

Update von 18.01 Uhr: Der Handwerksmesse in München droht aufgrund des Coronavirus die Absage. Auch eine Groß-Demo findet nicht statt, wie tz.de berichtet.

In Erding steht sogar eine ganze Schulklasse unter Quarantäne. Die Gruppe war zuvor in Italien. (Merkur.de*)

Coronavirus: Neue Infektionen in Bayern bestätigt

Update von 15.43 Uhr: In Bayern sind am Montag weitere Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt worden. Zwei Fälle wurden aus dem oberfränkischen Landkreis Bayreuth gemeldet. Die Behörden ermitteln nun mögliche Kontaktpersonen wie auch Zusammenhänge zu bisherigen Fällen.

Ein Mitarbeiter von Wirecard am Standort Aschheim* (Landkreis München) ist ebenfalls mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte der DAX-Konzern auf Anfrage mit. Auch bei einem externen Dienstleister wurde eine Infektion nachgewiesen. Beide Personen befinden sich im Krankenhaus. Mitarbeiter, die in den letzten 14 Tagen in direktem Kontakt mit den Infizierten standen, wurden bereits von den Gesundheitsbehörden informiert. „Wir haben diesen Personenkreis unmittelbar aufgefordert, bis auf Weiteres zu Hause zu bleiben und sich bei spezifischen Symptomen an medizinische Unterstützung zu wenden“, hieß es weiter. 

Auch im Kanzleramt ist die Angst vor dem Coronavirus angekommen. Das zeigt eine Szene, die sich zwischen Merkel und Seehofer abspielte.

Coronavirus in Bayern: BMW-Mitarbeiter in München infiziert

Update von 12.25 Uhr: BMW informierte am Montag seine Mitarbeiter, dass ein Münchner BMW-Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert ist. Kollegen, die mit dem Mann in Kontakt standen, sind angehalten, nicht zur Arbeit zu kommen.

Update von 10.51 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Infizierten in Bayern ist gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium in München mitteilt, handelt es sich um zwei Fälle in München und je einen aus dem mittelfränkischen Landkreis Roth, dem Landkreis Freising* und dem Landkreis Ostallgäu.  Die Infizierten in Freising und im Ostallgäu seien Kontaktpersonen von zuvor gemeldeten Fällen. Damit gebe es seit dem vergangenen Donnerstag 13 neue bestätigte Infektionen im Freistaat.

In der JVA in Köln herrscht Ausnahmezustand:Bei einem Häftling besteht Coronavirus-Verdacht. Das hat weitreichende Folgen - das Gelände ist komplett gesperrt.

Auch international spitzt sich die Lage weiter zu. Aktuell breitet sich das Coronavirus in den USA aus - aus China gibt es außerdem erschreckende Zahlen. 

Update vom 2. März 2020, 09.17 Uhr: In Zolling (Landkreis Freising) bleibt eine Kita für mindestens eine Woche geschlossen. Wie das Landratsamt Freising am Sonntag mitteilte, wurde der Ehemann einer der Erzieherinnen der Kita „Kleine Strolche“ positiv auf den neuartigen Coronavirus getestet. Ob die Frau, die in der vergangenen Woche noch in der Kita gearbeitet hatte, selbst infiziert ist, war zunächst unklar. Die Meldung des positiven Befundes bei dem Mann war am späten Samstagabend beim Gesundheitsamt Freising eingegangen.

Nach Angaben des Landkreises hatte sich der Mann in der vergangenen Woche im Raum Köln aufgehalten und dabei „engen Kontakt zu einer Person aus dem Kreis Heinsberg gehabt“. Das sei die wahrscheinliche Quelle der Infektion, hieß es.

Coronavirus in Bayern: Italien-Urlauber kehren nach Bayern zurück

Update um 22.20 Uhr: Am Montag enden in Bayern die Faschingsferien und dementsprechend kehren auch die Urlauber aus Italien in den Freistaat zurück. Womöglich kommen dann neue Corona-Fälle hinzu, bisher sind es 23. Die Lage im Freistaat sei alles in allem aber nicht besorgniseregend, Eltern können ihre Kinder daher auch weiterhin ohne Sorge in die Schule schicken, erklärt die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CDU).

Die Politikerin sieht „im Moment keinen Grund, eine Schule in Bayern zu schließen. Die Wahrscheinlichkeit, sich anzustecken, ist gering bis mäßig“, wie sie der Bild (Artikel hinter Bezahlschranke) erklärte. Auch Huml werde ihre Kinder in die Kita beziehungsweise in die Schule schicken. 

Am Sonntag verlängerte Italien unterdessen die Abriegelung mehrerer Gemeinden. Darauf angesprochen, ob sie dies auch für Bayern möglich halte, sagte Huml: „Momentan steht das bei uns nicht zur Debatte, aber ganz ausschließen will ich es nicht.“ Als Reaktion auf die Aussagen Markus Söders und Jens Spahns, es drohe eine Pandemie, fügte die Ministerin hinzu: „Derzeit haben wir noch keine Pandemie. Das Robert-Koch-Institut schätzt die Gefahr in Deutschland gegenwärtig als gering bis mäßig ein. Aber ganz ehrlich, das ist ein dynamischer Prozess.“

Update um 18.48 Uhr: Derweil gibt es einen neuen Coronavirus-Fall in Bayern. Ein 45-Jähriger aus dem  Landkreis Starnberg hat sich infiziert.

Update um 17 Uhr: Die österreichischen Behörden haben einer deutschen Schülergruppe wegen eines Coronavirus-Verdachts die Einreise verweigert. Die Gruppe wurde daraufhin in einer Klinik in Füssen behandelt

Update um 15.26 Uhr: Wie am Sonntagnachmittag bekannt wurde, gibt es einen Coronavirus-Fall im Landkreis Freising. „Noch in der Nacht zum Sonntag ist er ins Klinikum Freising gebracht und dort isoliert untergebracht worden“, schreibt ein Pressesprecher des Freisinger Landratsamtes. Weitere Einzelheiten sind bislang noch nicht bekannt, jedoch ist für 17 Uhr eine Pressekonferenz zu dem Coronavirus-Fall* mit dem Freisinger Landrat Josef Hauner und Vertretern des örtlichen Klinikums geplant. 

Coronavirus in Bayern: Mitarbeiter von DMG Mori in Pfronten betroffen - Standort vorerst geschlossen

Update um 14.29 Uhr: Insgesamt vier neue Coronavirus-Fälle sind am Sonntag in Bayern bestätigt worden. Dabei handelt es sich laut Angaben des bayerischen Gesundheitsministeriums um zwei weitere Fälle aus Oberbayern und je einen Fall aus Mittelfranken und aus dem Allgäu. Zuvor waren schon am Samstag drei neue Fälle aus Oberbayern bekannt geworden. Damit gibt es akutell acht akut Erkrankte im Freistaat.

Bei einem der Fälle handelt es sich offenbar um einen Mitarbeiter des Unternehmens DMG Mori in Pfronten. Nun sollen am Montag und Dienstag alle Tochterunternehmen des Maschinenherstellers an dem Standort im Ostallgäu geschlossen bleiben. Darüber wurden die Mitarbeiter noch am Samstagabend informiert. Insgesamt sind von der vorübergehenden Standort-Schließung rund 1600 Mitarbeiter betroffen, erklärte Unternehmenssprecher Stephan Knüttel am Sonntag. Neben der Schließung von Betrieben können die Behörden noch einige weitere Maßnahmen ergreifen. Welche das sind, lesen Sie ebenfalls bei Merkur.de. 

Update um 13.04 Uhr: Auch im oberbayerischen Landkreis Ebersberg ist ein Coronavirus-Fall aufgetreten. Bei dem Infizierten handelt es sich um einen 52-jährigen Geschäftsmann mit beruflichen Kontakten nach Italien. Als reine Vorsichtsmaßnahme wegen seiner Geschäftsbeziehungen nach Italien ließ sich der 52-Jährige auf CoVid19 untersuchen. Dabei wurde festgestellt, dass er sich infiziert hatte. Jedoch wurden bei ihm bislang keine Symptome nachgewiesen. 

Nun stehen er und seine Mitarbeiter, die überwiegend in München wohnen, unter häuslicher Quarantäne. Das gleiche gilt für seine Frau und seine Tochter, die vor den Ferien noch eine Münchner Schule besuchte. Wie das Ebersberger Gesundheitsamt mitteilte*, wurde bei allen Kontaktpersonen ein Rachenabstrich durchgeführt, die Ergebnisse stehen derzeit aber noch aus.

Coronavirus in Bayern: Kultusministerium ergreift Maßnahmen für Urlaubsrückkehrer

Update vom 01. März 2020, 8.30 Uhr: Derzeit werden Befürchtungen laut, dass Urlauber, die in den Faschingsferien ins Ausland verreist sind, nun infiziert zurückkehren könnten. Das bayerische Gesundheitsministerium hat zum Ende der Ferien vor allem zurückkehrende Italienurlauber zu erhöhter Vorsicht aufgefordert. Bei einem begründeten Verdacht auf eine Infektion solle man sich telefonisch an seinen Hausarzt wenden, teilte das Ministerium mit.

Auch das bayerische Kultusministerium hat Anweisungen erteilt: Schüler, die in den vergangenen zwei Wochen in einem der ausgewiesenen Risikogebiete waren, sollen am morgigen Montag, dem ersten Schultag nach den Faschingsferien, nicht in die Schule kommen und vorläufig zu Hause bleiben. Das gelte auch für die Schüler, die keine Symptome haben. Wichtig: Die Schule ist darüber zu informieren. „In diesem Fall gilt die Nichtteilnahme am Unterricht als entschuldigt“, hieß es vom Kultusministerium. Als Risikogebiete gelten verschiedene Regionen in China, Südkorea und Iran sowie in Italien unter anderem die Lombardei

Melanie Huml (CSU), Gesundheitsministerin von Bayern, verordete nun längere Ferien für Schüler, die in einem Risikogebiet im Urlaub waren.

Update von 19.01 Uhr: In Bayern gibt es drei weitere Coronavirus-Fälle. Damit steigt die Zahl der positiv getesteten Menschen im Freistaat auf 18. Die meisten sind aber bereits wieder gesund.

Bei den neuen Fällen handele es sich um Patienten aus Oberbayern. Die drei neuen Infektionen wurden nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bis zum späten Samstagnachmittag bestätigt. Details soll es am Sonntag geben. Aktuell gibt es nach Angaben des Ministeriums damit insgesamt vier bestätigte Krankheitsfälle im Freistaat.

Lesen Sie auch: Kein Grund zur Panik: So gefährlich ist das Coronavirus wirklich

Coronavirus in Bayern: Handlungsempfehlung für Verdachtsfälle

Update von 16.32 Uhr: Sich informieren, Vorsicht walten lassen und besonnen handeln. So lautet die Empfehlung der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) zum Umgang mit dem Coronavirus. Für Patienten mit konkretem Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion hat die KVB eine Handlungsempfehlung.

Sie sollten keine Arztpraxis oder Notaufnahme aufsuchen ohne sich vorher telefonisch anzumelden. Denn es bestehe das Risiko, auf dem Weg dorthin oder in der Praxis selbst, das Virus zu verbreiten. Treten erste Symptome wie Fieber und Husten auf, sollte zunächst unter der Telefonnummer 116117 Kontakt mit dem Ärztlichen Bereitschaftsdienst aufgenommen werden. Dort bekommen Anrufer konkrete Handlungsempfehlungen.

Coronavirus in Bayern: Gestiegene Nachfrage nach haltbaren Lebensmitteln

Update von 15.52 Uhr: Die Lebensmittelhändler in Bayern verzeichnen eine gestiegene Nachfrage nach haltbaren Lebensmitteln und Getränken. Die Lieferanten hätten ihre Lagerbestände deswegen bereits erhöht, teilte ein Sprecher des Handelsverbands Bayern am Samstag mit. „Auf eine erhöhte Nachfrage sind wir vorbereitet“, so der Sprecher. In der Fläche sei bislang keine Zunahme an Hamsterkäufen aus Sorge vor einer Ausbreitung des Coronavirus wahrzunehmen, hieß es weiter. In Einzelfällen könne er dies aber nicht ausschließen.

Ein Blick in mehrere Lebensmittelgeschäfte in der Landeshauptstadt München bestätigt das. Während in zwei Geschäften alle Regale voll sind und die Mitarbeiterin eines Geschäftes von normaler Nachfrage spricht, sind in einem anderen Supermarkt mehrere Regale leer. So sehe es sonst nie aus, sagte ein Mitarbeiter am Samstag der dpa. Bereits seit Montag würden zahlreiche Konserven wie Nudeln aber auch Obst verstärkt nachgefragt. Weil die Lieferanten nicht mehr als die übliche Menge liefern könnten, blieben einige Regale zur Zeit leer. An einem Regal hingen Zettel, die die Kunden auf die Lieferengpässe aufmerksam machten.

Coronavirus in Bayern: Ministerium mit besonderem Rat für Italien-Urlauber

Update vom 29. Februar, 11.30 Uhr: Wegen des Endes der Faschingsferien hat Bayerns Gesundheitsministerium Italien-Urlaubern aus dem Freistaat zu besonderer Vorsicht bezüglich des Coronavirus* geraten. Feriengäste, die nach ihrem Urlaub einen begründeten Verdacht auf eine Infektion hätten, sollten sich telefonisch an ihren Hausarzt wenden, teilte das Ministerium mit.

Ein begründeter Verdachtsfall bestehe bei Menschen, die Symptome haben und sich vorher in einem Risikogebiet aufgehalten haben. „Wer in Italien mit einem Coronavirus-Erkrankten persönlichen Kontakt hatte, sollte sich umgehend an sein Gesundheitsamt wenden“, betonte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU).

Obwohl keine drastischen Maßnahmen getroffen werden müssen, gibt es für Bayern und München einen Notfall-Plan bezüglich des Coronavirus*. US-Präsident Donald Trump ändert wegen der Coronavirus-Fälle einen politischen Termin.

Neuer Coronavirus-Fall in Bayern: Mann aus Franken infiziert sich auf Geschäftsreise

Update vom 28. Februar, 19.20 Uhr: Das neuartige Coronavirus beschäftigt weiterhin auch den Freistaat Bayern. Denn Baden-Württemberg meldet die nächste Person, die positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Konkret handelt es sich um einen Mann aus Nürnberg, der sich auf einer Geschäftsreise in Baden-Württemberg befand. Der 36-Jährige werde in einem Krankenhaus in Karlsruhe isoliert behandelt, teilten das Gesundheitsministerium in Stuttgart sowie die Stadt Nürnberg am Freitag mit.

Auch die Familie des Mannes habe Symptome gezeigt, hieß es. Die Ehefrau, zwei Kinder sowie die Schwiegermutter des Mannes befänden sich in einer Nürnberger Isolierstation zur Abklärung, hieß es. Mit den Testergebnissen werde frühestens am Samstag gerechnet. In Baden-Württemberg gibt es damit nun zwölf Menschen, die sich mit dem neuen Virus Sars-CoV-2 infiziert haben.

Coronavirus: Söder stellt klar: „Nehmen Situation sehr ernst“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) schrieb nach einer Sitzung des Kabinettsausschusses bei Facebook: „Wir nehmen die Situation sehr ernst und tun alles, um eine Ausbreitung einzudämmen.“ Die Sicherheit der Bevölkerung stehe an erster Stelle. Bayern stimme sich in der Sicherheitsstrategie eng mit dem Bund ab.

Neuer Coronavirus-Fall in Bayern: Arzt erkrankt - Ministerin mit drastischer Forderung

Update von 15.01 Uhr: Die Abriegelung ganzer Ortschaften wegen des Coronavirus wie etwa in Italien steht in Bayern nach Angaben der Staatsregierung nicht zur Diskussion. „Ein ganzes Dorf abzuriegeln, steht definitiv nicht zur Debatte“, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Freitag in München nach einer Sitzung des Kabinetts zur Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland und Bayern. Der Freistaat sehe die Strategie vor, Personen die krank sind oder bei denen ein Verdacht bestehe, zu isolieren und unter Quarantäne zu stellen.

Coronavirus in Bayern: Ärzte klagen über Probleme bei Beschaffung von Schutzkleidung

Update von 14.45 Uhr: Viele Ärzte in Bayern klagen über Probleme bei der Beschaffung von geeigneter Schutzkleidung für die Behandlung von Coronavirus-Patienten. Das sagte am Freitag Landesgesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) nach einer Sitzung des Kabinetts zum Umgang mit der Krankheit. Die Staatsregierung sei bereits in Gesprächen mit Herstellern der Kassenärztlichen Vereinigung, der Ärzteschaft und der Bundesregierung. 

Derzeit werde auch diskutiert, ob die Tests auf eine Infektion „materialschonender“ an einem zentralen Ort erfolgen könnten. So seien weniger Schutzanzüge notwendig. Huml betonte jedoch auch, dass jeder Arzt auch selbst dafür verantwortlich sei, sich mit Schutzkleidung zu versorgen, um Tests bei potenziell Erkrankten durchzuführen.

In Bayern werden nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) derzeit täglich 1200 Proben auf das neuartige Coronavirus untersucht. „Das wird schon noch mehr werden“, sagte LGL-Leiter Andreas Zapf am Freitag in München. Die aktuelle Zahl beruhige ihn aber schonmal. Seit Januar werde die Laborkapazität erhöht, noch seien nicht alle Einrichtungen in Bayern damit befasst.

Coronavirus in Bayern: Ministerin mit drastischer Forderung

Update von 13.45 Uhr: Bayern testet alle neu ankommenden Flüchtlinge und Asylbewerber auf das Coronavirus. Das teilte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Freitag nach einer Sitzung des Kabinettausschusses in München mit. Bislang sei kein positiver Fall dabei gewesen. Wenn es aber mal soweit ist, solle der Betroffene sofort in Quarantäne kommen, sagte Herrmann weiter.

Das Coronavirus hat auch Auswirkungen auf Veranstaltungen. Wegen des Ausbruchs bittet die Staatsregierung Messeveranstalter in Bayern, Aussteller aus Risikogebieten auszuladen. Sollte das nicht möglich sein, müsse überdacht werden, ob die komplette Messe abgesagt wird, sagte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). Dabei gehe es um Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern. Es sollten nicht alle Großveranstaltungen abgesagt werden, betonte Huml. Die Veranstalter in Bayern sollten aber alle in naher Zukunft geplanten Events den Gesundheitsbehörden melden. Dann solle gemeinsam entschieden werden, wie man damit umgeht, so die Ministerin weiter.

Coronavirus: Bayern richtet Krisenstab ein

Update von 13.37 Uhr: Bayern richtet einen Krisenstab zum Coronavirus ein. Das kündigte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Freitag nach einer Sitzung des Kabinettsausschusses in München an. Darin sei vor allem das Innenministerium einbezogen. Bislang hatte eine Arbeitsgruppe des Gesundheitsministeriums rund 25 Mal getagt, sagte Huml. Diese sei zuletzt schon mit Vertretern anderer Ministerien verstärkt worden.

Coronavirus in Bayern: Familienministerin rät Eltern zur Besonnenheit

Update von 12.27 Uhr: Am Donnerstag wurde bekannt, dass es in Bayern einen neuen Coronavirus-Fall gibt. Dabei soll es sich um einen Mediziner handeln. Ende Januar trat der erste Coronavirus-Fall in Deutschland auf. Der Mann hat jetzt ein Interview gegeben und über die Zeit gesprochen.

Derweil rät Bayerns Familienministerin Carolina Trautner (CSU) Eltern zur Besonnenheit. „Der Betrieb der Kitas läuft mit den ohnehin üblichen und allseits bekannten Hygienemaßnahmen uneingeschränkt weiter“, sagte sie am Freitag. Für Eltern und Kita-Personal wurde eine Hotline vom Landesamt für Gesundheit eingerichtet.

Trautner verwies auf die normale jahreszeitbedingte Verbreitung von Erkältungen und Grippe. Leiden die Kinder unter Husten oder Schnupfen, sollten Eltern sie sowieso zur vollständigen Genesung zu Hause lassen. Bei Corona-Verdacht oder wenn Kinder sich in „bekannten Verbreitungsgebieten“ aufgehalten haben, dürfe die Einrichtung nicht mehr besucht werden. „In diesen Fällen muss umgehend telefonisch Kontakt mit dem Hausarzt oder dem kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117 aufgenommen werden“, so das Familienministerium.

Neuer Coronavirus-Fall in Bayern: Mann wird in Erlangen behandelt

Update von 10.32 Uhr: Bei dem neuen Coronavirus-Fall in Bayern handelt es sich um einen Mitarbeiter des Universitätsklinikums Erlangen. Der Mann werde dort auch stationär behandelt, wie ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums am Freitag in München mitteilte. 

Das Gesundheitsamt habe die Kontaktpersonen des Mannes ermittelt. Diese sollen sich häuslich isolieren und ihren Gesundheitsstatus fortlaufend beim Gesundheitsamt melden. Nach einem Bericht der Erlanger Nachrichten ist der Mann Hautarzt.

Neuer Coronavirus-Fall in Bayern: Mann soll Mediziner sein

Update vom 28. Februar, 8.29 Uhr: Am Donnerstagabend wurde bekannt, dass in Mittelfranken ein Mann mit dem Coronavirus infiziert ist. Medienberichten zufolge handelt es sich dabei um einen Mediziner aus Erlangen, er soll Professor an der Hautklinik sein. Der Mann habe sich demnach auf einem Kongress in München bei einem italienischen Kollegen angesteckt.

Neuer Coronavirus-Fall in Bayern: Mann aus Mittelfranken infiziert

Update vom 27. Februar, 21.31 Uhr: In Bayern gibt es einen neuen Coronavirus-Fall. Es handele sich um einen Mann aus Mittelfranken, der in Deutschland Kontakt mit einem infizierten Italiener hatte, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München am Donnerstagabend mit. Der Italiener sei erst nach seiner Rückkehr nach Italien positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden.

Die Infektion des Mittelfranken wurde nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Abend bestätigt, wie ein Ministeriumssprecher weiter erklärte. Das zuständige Gesundheitsamt habe begonnen, Kontaktpersonen des Mannes zu ermitteln. Einzelheiten sollen am Freitag mitgeteilt werden.

Update vom 27. Februar, 21.13 Uhr: In München steigt die Angst vor dem Coronavirus. Nun scheint eine Infektionskette nach München zu führen.  Unterdessen verlor ein Experte beim Coronavirus-Talk von Maybrit Illner (ZDF) die Geduld.

Update vom 27. Februar, 18.03 Uhr: Der letzte Coronavirus-Patient in Bayern ist aus dem Krankenhaus entlassen worden. Einzelheiten zu der Person teilte das Gesundheitsministerium in München am Donnerstag wegen des Persönlichkeitsschutzes nicht mit. Im Freistaat gab es 14 positiv getestete Covid-19-Patienten. Alle standen im Zusammenhang mit dem Autozulieferer Webasto aus Gauting-Stockdorf. Dort war im Januar eine Mitarbeiterin aus China zu Besuch, die das Virus in sich trug. Kollegen und teils deren Angehörige infizierten sich. Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit gab es in Bayern bis Donnerstagnachmittag keine weiteren Fälle.

Update vom 27. Februar, 16.15 Uhr: Bereits am Mittwoch (26.2.) warnte das Gesundheitsheitsamt in Neu-Ulm Kinogäste, die mit einem Coronavirus-Patienten im gleichen Saal gesessen hatten, vor einer möglichen Ansteckung. Nun müssen mehrere Sitznachbarn des Mannes in Quarantäne. Vier Kinobesucher dürfen nach Anordnung des Gesundheitsamtes vorläufig ihre Wohnung nicht mehr verlassen, teilte das Landratsamt in Neu-Ulm mit. 

Die Behörde geht davon aus, dass insgesamt acht Kinobesucher, die in unmittelbarer Nähe des erkrankten 25-Jährigen saßen, gefährdet sind. Nach den anderen vier Betroffenen wird noch gesucht.

Coronavirus in Bayern: Staatsregierung kommt außerplanmäßig zusammen 

Update vom 27. Februar, 15.05 Uhr: Außerplanmäßig beschäftigt sich nun Bayerns Staatsregierung mit der Ausbreitung des Coronavirus. Geplant ist, dass sich einzelne Ministerien am Freitag (28.2.) im Kabinettauschuss mit Regierungschef Markus Söder (CSU) und Vertretern des Robert Koch-Institutes über die Situation in Bayern und anderen Bundesländern beraten. Hauptsächlich soll darüber gesprochen werden, wie der Freistaat auf eine mögliche Ausbreitung von Covid-19* vorbereitet ist. Thema der Sitzung werden unter anderem die Kapazitäten von Quarantänebetten in Kliniken sein. 

Von den 14 Menschen in Bayern, die sich bislang mit dem Coronavirus infiziert hatten (siehe unten), konnten zwischenzeitlich 13 das Krankenhaus wieder verlassen. Eine Person befindet sich weiterhin in einer Klinik. 

Coronavirus in Bayern: Verdacht bei spanischer Reisegruppe - Schüler zeigten Grippesymptome

Update vom 27. Februar, 9.35 Uhr: Ein Coronavirus-Verdacht bei einer spanischen Reisegruppe hat sich nicht bestätigt. Unter den Schülern mit Grippesymptomen gebe es keinen begründeten Verdachtsfall auf Covid-19, teilte das Landratsamt Rosenheim am Donnerstag mit. Man gehe stattdessen von Grippe aus. Auf das Coronavirus getestet wurden die Schüler jedoch nicht.

Drei von ihnen kamen am Mittwoch mit Grippesymptomen in ein Krankenhaus. 15 weitere Personen der Gruppe wurden mit leichten Symptomen zur Beobachtung ebenfalls in Krankenhäuser gebracht. Die Gruppe hatte am Mittwoch das Schloss Herrenchiemsee (Landkreis Rosenheim) besucht.

Ob ein Verdacht besteht, entscheidet sich laut einem Sprecher des Landratsamts nach Kriterien des Robert Koch-Instituts. Demnach werde nur auf das Virus getestet, wenn sich ein Patient in einem Risikogebiet aufgehalten oder Kontakt mit einem bestätigten Covid-19-Fall gehabt habe.

Coronavirus in Bayern: Gesundheitsamt warnt Kinobesucher

Update vom 26. Februar, 17.16 Uhr: Nach dem Kinobesuch eines Coronavirus-Patienten in Neu-Ulm warnt das Gesundheitsamt andere Gäste des Filmtheaters vor einer möglichen Ansteckung. Wie das Landratsamt in Neu-Ulm am Mittwoch berichtete, hatte sich der Mann aus dem Landkreis Göppingen in Baden-Württemberg an der bayerischen Grenze am vergangenen Samstagabend den Krimi-Thriller „Bad Boys for Life“ angeschaut. In dem Saal des Neu-Ulmer Kinos seien 138 Besucher gewesen. Später sei bei dem 25-Jährigen der neuartige Virus nachgewiesen worden.

„Die Möglichkeit einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus besteht für Personen, die mindestens 15 Minuten in Gesicht-zu-Gesicht-Kontakt mit dem Erkrankten waren“, heißt es in einer Mitteilung der Kreisbehörde.

Update vom 26. Februar: Das Coronavirus macht auch vor dem Amateurfussball nicht Halt. Mit der DJK Waldram hat der erste bayerische Verein sein Trainingslager abgesagt, wie Fußball Vorort berichtet.

Coronavirus in Bayern: Abschottung ganzer Städte möglich?

Update vom 25. Februar, 13.05 Uhr: Über den Brenner hat Bayern quasi eine Direktverbindung nach Italien - dort grassiert das Coronavirus. Wäre Bayern gut genug gewappnet für eine zweite Coronavirus-Welle? Experten tauschen sich auf Bundesebene aus, die Gesundheitsbehörden tagen. Derweil beklagt die Opposition die mangelnde Informationspolitik. Diskutiert wird auch über die Abschottung ganzer Städte wegen des Virus wie in Italien.

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) sagte der Deutschen Presse-Agentur in München: „Bevor über die Abriegelung einer Stadt entschieden wird, sollte zunächst auf andere Lösungsmöglichkeiten gesetzt werden.“ Der Schutz der Bevölkerung habe oberste Priorität. „Deshalb können auch einschneidende Maßnahmen vorgenommen werden, um eine Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen“, sagte Huml. Wichtig sei, im konkreten Einzelfall zu entscheiden und mit Augenmaß vorzugehen.

Dominik Spitzer, gesundheitspolitischer Sprecher der FDP im Landtag, warf Huml Verantwortungslosigkeit vor: „Wer in der jetzigen Situation schon von der Abriegelung ganzer Städte als letzte Lösung spricht, der schürt unnötig Panik in der Bevölkerung.“ Die Ministerin täte aus seiner Sicht stattdessen gut daran, der Bevölkerung die Angst zu nehmen und deutlich zu kommunizieren, wie man sich im Falle des Verdachts auf eine Infektion zu verhalten hat. „Hier herrscht nämlich viel gefährliches Halbwissen bei den Betroffenen.“

Coronavirus in Bayern: Droht Gefahr durch Faschingswoche?

Update vom 25. Februar, 11.22 Uhr: Die SPD im Landtag fordert von der bayerischen Staatsregierung mehr Informationen zum Coronavirus. Besonders zu den Gefahren, Gegenmaßnahmen und Verhaltensweisen. „Der Ausbruch des Virus in Italien schafft eine neue Situation und hat auch für Bayern Auswirkungen“, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Ruth Waldmann, laut am Dienstag in München verbreiteter Mitteilung. „Nicht zuletzt in der Faschingswoche fahren viele Bayern nach Norditalien und könnten sich dort anstecken.“

Um Panik zu vermeiden, müsse die Staatsregierung die Bevölkerung umfassend aufklären, forderte Waldmann. „Die Leute müssen wissen, was auf sie zukommen kann und wie sie sich angesichts der potenziellen Bedrohung oder im Ansteckungsfall verhalten sollen.“ Gegen Angst und Gerüchte helfen aus Sicht von Waldmann Information am besten: „Maßnahmen wie Abriegelungen oder häusliche Quarantäne müssten erklärt und begründet werden - und das rechtzeitig vorher.“

Coronavirus-Ausbruch in Italien: Freistaat rüstet sich für Infektionen

Update vom 24. Februar: Nach dem Ausbruch des Coronavirus in Italien rüstet sich Bayern für mögliche Infektionen von Reisenden, die in den Freistaat zurückkehren. „Wer in Italien mit einem Coronavirus-Fall persönlichen Kontakt hatte, sollte sich umgehend an sein Gesundheitsamt wenden“, teilte das Gesundheitsministerium in München am Montag mit. Bis Montag (Stand 14 Uhr) habe es in Bayern keine neuen bestätigten Coronavirus-Fälle gegeben.

Der zuständige Arbeitsstab des Ministeriums habe sich am Montag mit der Lage in Italien befasst, wo vor allem im Norden des Landes weit mehr als 150 Infektionen bestätigt sind. Das Gremium bereite das Vorgehen der Gesundheitsbehörden für den Fall möglicher Infektionen von Reisenden vor, die aus Italien zurückkehren. Details sollten kurzfristig und eng abgestimmt mit den Ärzteverbänden festgelegt werden. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit stelle zudem Informationen speziell für Italien-Reisende bereit

Coronavirus in Bayern: Noch drei Patienten im Krankenhaus

Update vom 19. Februar: Von den 14 Coronavirus-Patienten in Bayern sind nur noch drei im Krankenhaus. Ein weiterer Fall aus der Klinik Schwabing sei entlassen worden, teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. In dem Krankenhaus befinden sich die drei mit dem neuen Virus Sars-CoV-2 Infizierten.

Bis zum Mittwochmittag (Stand 13 Uhr) gab es nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) keine neuen Coronavirus-Fälle in Bayern. Alle 14 Infektionen im Freistaat standen in Zusammenhang mit dem Stockdorfer Autozulieferer Webasto.

Neue Rückkehrer aus dem besonders gefährdeten Wuhan landen schon bald in Deutschland. Das Virus erreichte nun währenddessen auch Südkorea.

Auch in Europa breitet sich das Coronavirus aus. In Italien läuft die dramatische Suche nach „Patient Null“

Coronavirus in Bayern: Noch vier Patienten im Krankenhaus

Update vom 18. Februar, 14.27 Uhr: Die meisten der 14 Coronapatienten in Bayern sind gesund in ihren Alltag zurückgekehrt. Wie das bayerische Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte, sind derzeit nur noch vier der Betroffenen im Krankenhaus. Drei weitere Patienten seien mittlerweile entlassen worden.

Die vier mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierten werden in der Münchner Klinik Schwabing behandelt. Sie seien alle klinisch stabil sowie weitestgehend symptomfrei und könnten voraussichtlich bald ebenfalls das Krankenhaus verlassen, teilte die Klinik mit.

Coronavirus? Große Aufregung um Rosenheimer Grundschule

Update vom 18. Februar: Große Aufregung in Rosenheim. Dort blieb eine Grundschule aufgrund zahlreicher Krankheitsfälle geschlossen. Schnell gab es Gerüchte: Ist es das Coronavirus?

Coronavirus: Familie aus Trostberger Klinikum entlassen

Update vom 17. Februar: Gute Nachrichten aus der Kreisklinik in Trostberg. Die fünfköpfige Familie aus Siegsdorf, von der vier Mitglieder mit dem Coronavirus infiziert waren, ist aus dem Krankenhaus entlassen worden. Das berichtet Chiemgau24.de.

Alle sind geheilt und nicht mehr ansteckend. Die Familie wurde bereits am 14. Februar entlassen, wie das Klinikum jetzt bekanntgab. Sie war am 30. Januar in die Klinik gebracht worden. „Allen Familienmitgliedern geht es gesundheitlich bereits seit einigen Tagen gut“, heißt es in einer Mitteilung der Klinik. Insbesondere die Kinder seien aber „durch die Quarantänesituation psychisch stark belastet gewesen", zitiert Chiemgau24.de aus der Mitteilung. Drei weitere Coronavirus-Patienten sind zwischenzeitlich auch aus dem Klinikum München-Schwabing entlassen worden.

Schlechte Nachrichten gibt es im Gegensatz dazu von der Flugverkehr-Branche. Das Coronavirus könnte dort fatale Auswirkungen haben, prognostizierte kürzlich ein Branchenverband. 

Coronavirus: Zahl der Infizierten in China drastisch gestiegen

Update vom 13. Februar, 7.10 Uhr: Schlechte Nachrichten aus der Provinz Hubei: Die Zahl der Infizierten in China ist drastisch gestiegen

Update vom 12. Februar, 16.05 Uhr: Wegen Angst vor dem Coronavirus hat sich das Wirtschafts- und Handelsbüro Hongkong in Berlin nun entschlossen, seinen geplanten Neujahrsempfang in München zu verschieben. „Im Anschluss an die jüngste Erklärung der Weltgesundheitsorganisation in Bezug auf das neuartige Coronavirus* halten wir die Verschiebung der Veranstaltung für eine richtige Entscheidung“, heißt es in einem Schreiben. 

Coronavirus in Bayern: Neue Fälle - Zahl der Erkrankten weiter gestiegen

Update vom 12. Februar, 15.35 Uhr: Am heutigen Mittwochmorgen hat Webasto seine Unternehmenszentrale in Stockdorf wieder geöffnet. Das Gebäude wurde zuvor von einer Spezialfirma desinfiziert und gereinigt. Alle 14 Betroffenen Corona-Fälle aus Bayern stehen in Verbindung mit dem Autozulieferer. Alle neun Patienten, die sich im Augenblick in der Münchner Klinik in Schwabing befinden. 

Wann die Betroffenen, die teils symptomfrei sind, die Krankenhäuser in München und in Trostberg im Landkreis Traunstein verlassen können, war auch am Mittwoch offen. Die Entlasskriterien würden derzeit festgelegt, teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit.

Nicht bestätigt hatten sich nach Angaben des bayerischen Gesundheitsministeriums zwei Verdachtsfälle in Passau. Sie seien am Ende negativ getestet worden. Bundesweit gibt es zwei weitere Infektionen, betroffen sind zwei Heimkehrer aus dem chinesischen Wuhan.

Update vom 12. Februar, 8.27 Uhr: Der Autozulieferer Websato, in dessen Umfeld in Deutschland die ersten Coronavirus-Infektionen aufgetreten sind, will am Mittwoch die Arbeit wieder aufnehmen. Zuvor waren neue Fälle der neuartigen Viruserkrankung in Deutschland festgestellt worden.

Coronavirus-Fälle in Bayern: 14 bestätigte Erkrankungen - Wieder ist Webasto betroffen

Update vom 11. Februar, 19.30 Uhr: Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Bayern ist um zwei auf 14 angestiegen. Auch die beiden Neuerkrankungen stehen im Zusammenhang mit dem Automobilzulieferer Webasto aus Stockdorf bei München. Dies teilte das bayerische Gesundheitsministerium unter Berufung auf das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit. Einzelheiten sollen am Mittwoch bekanntgegeben werden. Ob es sich um die Verdachtsfälle aus Passau handelt, ist noch nicht bekannt.

Laut einer Firmensprecherin ändert die neueste Entwicklung nichts an den Plänen, die Webasto-Zentrale am Mittwoch wieder zu öffnen.

In Passau: Neue Coronavirus-Verdachtsfälle - Patienten in Klinik isoliert

Erstmeldung vom 11. Februar:

Passau - Das Coronavirus meldet sich zurück nach Bayern. Diesmal gibt es Verdachtsfälle in Passau, nachdem in Stockdorf bereits einige Menschen als infiziert gemeldet waren. Der Automobilzulieferer Webasto in Stockdorf (Landkreis Starnberg) hatte seine Mitarbeiter ins HomeOffice geschickt*, um weitere Ansteckungen zu vermeiden, wie *Merkur.de berichtete. Denn ein Angestellter der Firma hatte sich bei seiner chinesischen Kollegin angesteckt. Daraufhin breitete sich das Virus weiter aus.* Doch die vierzehn Infizierten in Deutschland* könnten laut WHO „nur die Spitze des Eisbergs“ sein.

Weitere Fälle von Coronavirus bei Autozulieferer Webasto: Die Zahl der Erkrankungen in Bayern steigt auf 14.

Coronavirus in Passau: Zwei Patienten werden aktuell untersucht und sind isoliert

Doch nun könnte es auch in Passau zu zwei weiteren Fällen von Infizierten kommen. Wie die Passauer Neue Presse das Klinikum Passau zitiert, seien aktuell zwei Patienten mit Verdacht auf das Coronavirus* in Untersuchung. „Beide Patienten wurden vorsichtshalber isoliert, sodass keine Gefahr für andere Patienten ausgeht", heißt es weiter. 

Coronavirus: Weitere Infizierte in Passau? Gesundheitsamt mit Informationen

Zudem stehe das Klinikum mit dem Gesundheitsamt in Kontakt. Jedoch würden aktuell noch keine Testergebnisse vorliegen. Ein Verdachtsfall sei bisher auch nicht begründet. „Nach gegenwärtiger Einschätzung entsprechend den Leitlinien des Robert-Koch-Instituts handelt es sich noch nicht um begründete Coronavirus-Verdachtsfälle“, sagt das Klinikum laut Passauer Neue Presse weiter. 

Coronavirus: Zahl der Todesopfer steigt rasant - Ansteckungsgefahr hoch

Bereits vor einigen Wochen wurde via „Jodel“ Panik gemacht und ein vermeintlicher Artikel* über das Coronavirus in Passau gepostet.

Die Zahl der Todesopfer in China* ist inzwischen höher als durch Sars - und führt zu heftigen Protesten gegen die Regierung. Zur Inkubationszeit gibt es neue Erkenntnisse, wie Merkur.de* weiß. Das Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Die Leichtigkeit sich mit der neuartigen Lungenkrankheit anzustecken macht die Bekämpfung des Coronavirus schwierig.

Neben Webasto ist auch ein anderes Unternehmen vom Coronavirus betroffen. Allerdings nur indirekt: Airbnb macht sich wegen des Virus‘ Sorgen* um seinen bedeutenden Wachstumsmarkt Asien. Das berichtete kürzlich das Wall Street Journal. 

Weil er mindestens zehn Personen mit dem Coronavirus angesteckt hat, wird ein Brite in seiner Heimat als „Super-Verbreiter“ bezeichnet.*

Auch die Formel 1 ist vom Coronavirus betroffen - der Grand Prix von China wird abgesagt. Betroffen ist auch ein Kreuzfahrtschiff, das wegen des Coronavirus nicht in Thailand anlegen darf. Die Marine hielt es auf.

Nicht nur das Coronavirus, sondern auch die Grippe sorgt Ende Februar 2020 in München für volle Wartezimmer*. Die Fallzahlen steigen. 

*Merkur.de und tz.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Rubriklistenbild: © dpa / Nicolas Armer

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