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Corona in Deutschland: Super-Hotspot mit Inzidenz von 236 - Lehrer und Schulen von Impfgegnern bedroht

Fußgängerzone München Corona
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Die Corona-Zahlen steigen weiter an. (Symbolbild)

Die Corona-Zahlen steigen weiter an, gleich mehrere Städte haben bereits den Inzidenz-Wert von über 200 geknackt. Alle News im Ticker.

  • Die Corona*-Inzidenz steigt weiter an, doch die Zahl der Neuinfektionen sinkt im Wochenvergleich.
  • Gleich mehrere Städte reißen den Inzidenz-Wert von über 200.
  • Dieser News-Ticker wird fortlaufend aktualisiert.

Corona in Deutschland: Freiwilliges Impfangebot an Schulen zieht Drohungen nach sich

Update vom 10. September, 15 Uhr: Noch immer rufen Politiker und Experten dazu auf, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Mittlerweile wird sogar an vielen Schulen ein Impfangebot auf freiwilliger Basis unterbreitet. Doch nun sehen sich Schulleiter und Lehrer mit Drohungen konfrontiert.

Dies sei punktuell aus mehreren Regionen Sachsens gemeldet worden, bestätigte der Sprecher des Landesamtes für Schule und
Bildung, Roman Schulz, am Freitag. Demnach würden diese Schreiben sogar teilweise an die Privatadressen der betroffenen Personen geschickt. „Das ist absolut inakzeptabel.“ Zuvor hatte die Freie Presse berichtet, dass Impfgegner Schulleiter mit Strafanzeigen wegen Körperverletzungen gedroht und Kundgebungen vor Schulen angekündigt hätten.

„Es ist sehr bedauerlich und erschreckend zugleich, dass Menschen, die sich freiwillig entschieden haben, ein Impfangebot wahrzunehmen, dafür drangsaliert werden“, sagte der Sprecher des Kultusministeriums, Dirk Reelfs. Seit Schulbeginn sei die
Impfbereitschaft zunächst anonym abgefragt worden. Die Rückmeldungen der Schulen lägen noch nicht vollumfassend vor, so dass noch keine Gesamtzahl der Impfwilligen Schüler genannt werden könne, erklärte Reelfs. Er bekräftigte jedoch, dass die Impfungen in der kommenden Woche beginnen werden.

Corona in Deutschland: Bundesrat beschließt Neuregelungen im Infektionsschutzgesetz

Update vom 10. September, 12.15 Uhr: Die Corona-Maßnahmen sollen sich künftig vor allem an der Zahl der Krankenhausaufnahmen wegen Covid-19 orientieren. Zudem sollen Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher und Beschäftigte in
Pflegeheimen vom Arbeitgeber gefragt werden dürfen, ob sie geimpft sind oder nicht. Die entsprechenden Neuregelungen im
Infektionsschutzgesetz beschloss am Freitag auch der Bundesrat, nachdem in dieser Woche bereits der Bundestag zugestimmt hatte. Die Änderungen sollen zügig in Kraft treten, sobald sie nach Unterzeichnung durch den Bundespräsidenten im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wurden.

Konkret vorgesehen ist, dass die Zahl der wegen Corona in Kliniken aufgenommenen Patienten künftig die wichtigste Messlatte für
schärfere Maßnahmen sein soll. Mit einfließen sollen auch andere Kennwerte, etwa die Auslastung der Intensivstationen und die Zahl der Geimpften. Das löst die bisherige Orientierung an den Infektionszahlen ab, die wegen vieler Geimpfter als nicht mehr so
aussagekräftig gilt.

Beschäftigte in Kitas, Schulen und Pflegeheimen sollen künftig von ihren Arbeitgebern gefragt werden dürfen, ob sie geimpft sind oder ob sie Corona schon hatten. Normalerweise dürfen Gesundheitsdaten von Beschäftigten nicht abgefragt werden. Im Gesundheitswesen sind allerdings bereits Ausnahmen möglich. Nun soll dies auf Kitas, Schulen und Pflegeheime ausgeweitet werden, allerdings nur solange eine „epidemische Lage von nationaler Tragweite“ gilt, über die im Bundestag alle drei Monate neu abgestimmt wird.

Corona in Deutschland: Ein Viertel aller Teenager bereits geimpft

Update vom 10. September, 11.40 Uhr: Während die Stiko am Freitag ihre Empfehlung für Schwangere und Stillende aktualisiert hat (siehe Update von 11.10 Uhr), dürfen sich Jugendliche ab zwölf Jahren bereits seit geraumer Zeit gegen das Coronavirus impfen lassen. Mittlerweile haben dieses Angebot bereits ein Viertel der 12 bis 17 Jahre alten Jugendlichen angenommen.

Mindestens eine Impfung haben 35,9 Prozent in dieser Altersgruppe bekommen. Das geht aus Zahlen des Bundesgesundheitsministeriums vom Freitag hervor. „Die empfohlene Impfung schützt in jedem Alter“, schrieb Bundesgesundheitsminister Spahn auf Twitter. Quer durch die Bevölkerung hatten bislang 61,9 Prozent oder rund 51,47
Millionen Menschen den vollständigen Impfschutz. Mindestens eine Impfung erhielten 66,3 Prozent oder etwa 55,14 Millionen Einwohner.

Doch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn freut sich dabei auch über die Fortschritte auf dem Weg der Corona-Impfung für Kinder unter zwölf Jahren*. Das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech hatte am Freitag angekündigt, in den kommenden Wochen die Zulassung seines Corona-Impfstoffs auch für Kinder im Alter zwischen fünf und elf Jahren zu beantragen. „Das ist eine gute Nachricht“, sagte Spahn dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Update vom 10. September, 11.10 Uhr: Nun also doch: die Ständige Impfkommission (Stiko) hat sich generell
für eine Corona-Impfung von Schwangeren und Stillenden ausgesprochen.

Corona-Zahlen steigen weiter an: Mehrere Städte knacken Inzidenz von über 200

Ursprungsmeldung vom 10. September: Berlin - Die vierte Corona-Welle sorgt bereits jetzt für Gesprächsstoff, noch immer ist nicht abzusehen, wie stark die Welle Deutschland treffen könnte. Doch einen kleinen Lichtblick vermeldet das RKI am Freitag: die Zahl der Neuinfektionen sinkt im Vergleich zum vergangenen Freitag. Doch gleich mehrere Städte reißen den Inzidenz-Wert von über 200.

Corona in Deutschland: RKI-Inzidenz steigt weiter an - Gleich mehrere Hotspots gemeldet

Wie das RKI am Freitagmorgen berichtet, ist die Sieben-Tage-Inzidenz wieder etwas angestiegen. Demnach liegt sie nun aktuell bei einem Wert von 83,8. Am Vortag hatte das RKI den Wert noch mit 83,5 beziffert, in der Vorwoche mit 80,2. In den vergangenen 24 Stunden haben sich nach offiziellen Angaben 12 969 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert, vor einer Woche hatte der Wert noch bei 14 251 Ansteckungen gelegen. Außerdem meldet das RKI binnen 24 Stunden 55 Todesfälle, noch vor einer Woche waren es 45 gemeldete Todesfälle.

Besonders betroffen sind aktuell gleich mehrere Städte, sie weisen nach RKI-Angaben einen Inzidenz-Wert von über 200 auf. So führt die Stadt Offenbach am Main aktuell die Liste der Hotspots mit einem Wert von 236,1. Außerdem stark betroffen: Bremerhaven (218,4),Wuppertal (210,4), Rosenheim (206,0) und Neustadt an der Weinstraße (204,5).

Corona in Deutschland: Hospitalisierungs-Inzidenz steigt ebenfalls weiter an

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Donnerstag mit 1,89 an (Vortag 1,79). Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Das Landesgesundheitsamt (LGA) rechnet zunächst mit deutlichen steigenden Corona-Fallzahlen im Südwesten. Schulschließungen sollen aber vermieden werden.*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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