News-Ticker

Corona in Niedersachsen: Wechsel der Impfstrategie? Lehrer und Erzieher könnten bald geimpft sein

Die Bundesregierung plant einen Kurswechsel der Corona-Impfstrategie. Für Niedersachsens Ministerpräsident sei das nur ein erster Schritt. Der News-Ticker.

  • In Niedersachsen haben sich seit Beginn der Corona*-Pandemie 159.481 Menschen infiziert (Stand: 22.02.2021).
  • Im Kreis Cloppenburg gab es einen größeren Coronavirus-Ausbruch.
  • Dieser Ticker zur Corona-Lage in Niedersachsen ist beendet - neueste und aktuelle Informationen zum Corona-Geschehen in Niedersachsen gibt es im neuen News-Ticker.

Update vom Montag, 22.02.2021, 20.22 Uhr: Der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat angekündigt, Beschäftigten in Kitas sowie an Grund- und Förderschulen den Corona-Impfstoff von AstraZeneca mit hoher Priorität zugänglich zu machen. Dafür will der Bund die Impf-Verordnung ändern, die die Impfreihenfolge für alle Bundesländer regelt.

Damit ändert die Regierung zum Teil ihren Kurs. Das berichtet das Land Niedersachsen in einer Pressemitteilung am Abend. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hatte das schon in der Vergangenheit gefordert. „Es ist gut, dass der Bundesgesundheitsminister jetzt zumindest für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Grundschulen, Förderschulen und Kindertagesstätten eine frühzeitige Impfung vorsieht“, so der SPD-Politiker.

Corona in Niedersachsen: Ministerpräsident übt Kritik

Das sei allerdings nur ein erster Schritt. Dass Lehrkräfte von älteren Kindern und Jugendlichen von der neuen Regel ausgenommen sind, sei nicht nachvollziehbar. „Die Bundesregierung sollte in dieser Hinsicht keine halben Sachen machen.“

Aktuell werden in Niedersachsen Bewohner in Pflegeheimen und Bürger, die älter als 80 Jahre alt sind, sowie das Personal in besonders gefährdeten medizinischen Bereichen geimpft. Schon in dieser Woche soll dann der AstraZeneca-Impfstoff der Gruppe mit hoher Priorität verabreicht werden. Allerdings nur, wenn allen Personen unter 65 Jahren aus der ersten Gruppe ein Impfangebot gemacht wurde und noch genügend Corona-Impfstoff zur Verfügung steht. Auch Kultusminister Grant Hendrik Tonne begrüßt die Priorisierung von Schulen und Kitas. „Konsequent wäre es jetzt, das gesamte Schulpersonal zu impfen“, fügt er hinzu.

Diskussionen um Schulen werden auch in Niedersachsen lauter - Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) will die Schulen in der Corona-Krise wieder öffnen. (Symbolbild)

Corona in Niedersachsen: Kultusminister will Schulen öffnen

Update vom Montag, 22.02.2021, 14.16 Uhr: Erst wurden die Diskussionen um die Impfreihenfolge bei Lehrern und Erziehern lauter. Nun schließen sich die Diskussionen über das Öffnen oder Schließen von Schulen an.

Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) erklärte, dass er die Schulen für alle Schüler wieder öffnen möchte. Eine Entscheidung solle Mitte der Woche fallen. Verbände und Lehrer drücken ihre Zweifel aus. Vieles spreche für eine Öffnung der Schulen (unter anderem die psychische Gesundheit der Schüler) - vieles aber auch dagegen (wie die physische Gesundheit, die durch den Virus bedroht wird). Wie es mit den Schulen in Niedersachsen in und nach dem Corona-Lockdown* weitergehe, könne noch nicht abgesehen werden.

Ein weiteres Problem seien die Abschlussprüfungen: Die Präsenzpflicht sei eine Gefahr für die Gesundheit der Schüler und Lehrer - die fehlende Betreuung von bestimmten Schülergruppen, die extra Förderung bräuchten, nicht zumutbar. Eine Absage der Prüfungen fordert unter anderem der Schulleitungsverband Niedersachsen.

Corona in Niedersachsen: Die aktuellen Fallzahlen von Montag (22.02.2021)

Update vom Montag, 22.02.2021, 12.28 Uhr: Das Land Niedersachsen hat die aktuellen Corona-Fallzahlen für die Region bekannt gegeben. 159.481 (+401) Menschen haben sich in Niedersachsen seit Beginn der Pandemie mit dem Coronavirus Sars-Cov-2 infiziert. 14 weitere Todesfälle wurden im Vergleich zum Sonntag gemeldet.

Insgesamt sind 4108 Personen mit oder an der Infektionskrankheit Covid-19 gestorben. 142.964 (+244) Menschen gelten in Niedersachsen als genesen. Dieser Wer ist eine Schätzung. Die 7-Tage-Inzidenz sinkt leicht von 68,9 auf 67,1.

Corona-Fallzahlen in Niedersachsen (22.02.2021)
Fälle159.481 (+401)
Verstorbene4108 (+14)
Geschätzt Genesene142.964 (+244)
7-Tage-Inzidenz67,1
Quelle: niedersachsen.de

Corona in Niedersachsen: Ausbruch in Schlachtbetrieb im Landkreis Cloppenburg

In diesen Landkreisen oder kreisfreien Städten wurden die meisten Neuinfektionen gemeldet: Kreis Cloppenburg (4085,4), Kreis Vechta (3898,8) und Kreis Osnabrück (3898,8). Die höchste 7-Tage-Inzidenz hat derzeit der Landkreis Wesermarsch mit 164,8.

Im Landkreis Cloppenburg soll es zu einem größeren Corona-Ausbruch gekommen sein. Am Wochenende wurden in einem Schlachtbetrieb in Garrel 18 Infizierte gemeldet. Der Betrieb beschäftigt mehrere hundert Personen. Der Landkreis informiert darüber, dass die Beschäftigten ab Montag dreimal getestet werden sollen. Geschlossen werde der Schlachtbetrieb vorerst nicht. Dies berichtet der NDR.

Auf einem Schlachthof im Landkreis Cloppenburg (Niedersachsen) kam es zu einem größeren Corona-Ausbruch unter den Mitarbeitern. (Symbolbild)

Corona in Niedersachsen: Geht der Schutz an Schulen voran?

Update vom Sonntag, 21.02.2021, 14.52 Uhr: Derzeit werden in ganz Deutschland Öffnungen oder Schließungen von Schulen und Universitäten während des Corona-Lockdowns diskutiert. Der Schulleitungsverband in Niedersachsen zeigte sich ganz offen unzufrieden mit dem aktuellen Stand der Dinge (siehe Update vom 20.02.2021, 11.32 Uhr).

Hauptkritikpunkt? Der Schutz an Schulen vor dem Coronavirus sei nicht ausreichend gewährleistet. Prüfungen müssten zu Hause absolviert, abgesagt oder zumindest verschoben werden können. Dieser Meinung ist auch die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Die Fördergelder für den Ausbau dieses Schutzes seien allerdings schon zur Hälfte abgerufen worden. 20 Millionen Euro hat das Kultusministerium in Niedersachsen den Schulen für die Corona-Schutzausstattung zur Verfügung gestellt. Die Hälfte davon sei bereits genutzt worden, um Anträge von insgesamt 10,2 Millionen Euro abzudecken. Bezahlt werden damit unter anderem Plexiglasschutzwände, Masken für Schüler und Lehrkräfte und teilweise Luftfilteranlagen. Darüber informiert der NDR.

Forderungen nach mehr Schutz vor Corona an Schulen werden auch in Niedersachsen lauter - 10 Millionen Euro sind dort schon hineingeflossen (Symbolbild).

Video: Das ist die Corona-Lage in Niedersachsen am Sonntag

Corona in Niedersachsen: Das sind die Fallzahlen vom Sonntag (21.02.2021)

Update vom Sonntag, 21.02.2021, 11.03 Uhr: Das Gesundheitsamt in Niedersachsen hat die aktuellen Fallzahlen vom Sonntag veröffentlicht. Diesen Daten zufolge haben sich im Vergleich zum Samstag (20.02.2021) 937 weitere Menschen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Infektionen seit Beginn der Corona-Pandemie steigt damit auf 159.080.

Acht weitere Personen (insgesamt 4094) sind im Zusammenhang mit der Infektionskrankheit Covid-19 gestorben. Die Zahl der Genesenen in Niedersachsen steigt um 821 auf 142.720. Das sind 89,7 Prozent der gemeldeten Infektionen. Die 7-Tage-Inzidenz steigt von 64,0 auf 68,9.

  • In diesen kreisfreien Städten und Landkreisen sind die Inzidenzwerte am höchsten:
  • Wesermarsch, Kreis: 141,1
  • Osnabrück, Stadt: 133,1
  • Hannover, Region: 125,5
  • Peine, Kreis: 125,4

Die niedrigsten 7-Tage-Inzidenzen weisen die Stadt Wolfsburg (16,9), der Kreis Verden (19) und die Stadt Emden (20) auf. Diese Daten verdeutlichen die regionalen Unterschiede der Covid-19-Fälle in Niedersachsen, die sich nicht gleichmäßig verteilen.

Corona in Niedersachsen: Sind Schulen ausreichend geschützt?

Update vom Samstag, 20.02.2021, 11.32 Uhr: „Wir sind unzufrieden mit der Politik“ - der Schulleitungsverband in Niedersachsen übt heftige Kritik am Umgang mit den Schulen in der Corona-Pandemie. Die Schulen seien nicht ausreichen vor dem Coronavirus geschützt, heißt es seitens des Verbandes. „Wir haben immer nur Tippelschritte“, sagte Geschäftsführer Rene Mounajed über die Politik des Kultusministeriums gegenüber dem Deutschlandfunk.

Er fordert im Deutschlandfunk dringend eine schnellere Impfung für Lehrkräfte, denn das Infektionsrisiko sei da. „Das kann man nicht kleinreden.“ Zunächst sollte das Personal an Grund- und Förderschulen geimpft werden, dann alle anderen, so Mounajed, der Schulleiter einer Gesamtschule ist. Auch der Deutsche Lehrerverband forderte weitere Schutzmaßnahmen und vorgezogene Impfungen für Lehrkräfte.

Maskenpflicht für Schüler auch am Sitzplatz: Der Landkreis Vechta in Niedersachsen verschärft wegen hoher Inzidenz die Corona-Auflagen (Symbolbild).

Corona in Niedersachsen: Abschlussprüfungen in Präsenz gefährden Schüler und Lehrkräfte

Der Schulleitungsverband Niedersachsen sieht vor allem in den geplanten Abiturprüfungen und Abschlussprüfungen in der Sekundarstufe I eine Gefahr und fordert eine Absage: „Die Hygienekonzepte sind nicht ausreichend, um eine sichere Prüfung zu gewährleisten. Es sind Massen, die ins Haus kommen müssen. Wir täten gut daran, diese Dinge zu überprüfen.“

Aus Sicht des Verbandes wäre es kein Problem, Durchschnittsnoten zu bilden und freiwillige Prüfungsersatzleistungen anzubieten. „Das System Schule braucht eine Konzentration auf das Wesentliche“, so Mounajed. „Wenn politisch Verantwortliche jetzt nicht endlich massiv in die Bildung investieren, nehmen sie Gesundheitsgefährdungen billigend in Kauf“, sagt auch Christian Hoffmann, Sprecher der Bildungsgewerkschaft GEW in Niedersachsen.

Corona in Niedersachsen: Lehrkräfte sollen früher die Impfung erhalten

Wer jetzt in Grundschul- und Abschlussklassen in den Präsenzunterricht zurückkehre, sollte bevorzugt geimpft werden können, sagte Verbandspräsident Meidinger der Augsburger Allgemeinen. Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann will für Lehrkräfte, Erzieherinnen und Ärzte früher als bisher geplant Corona-Schutzimpfungen ermöglichen, wie sie der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung sagte.

Alle Öffnungsszenarien sähen völlig zu Recht eine hohe Priorität für den Bildungsbereich vor. Die Landesregierung Niedersachsen habe diese Forderung mehrfach auf Bundesebene vorgetragen und hoffe, dass die Impfverordnung des Bundes in diesem Sinne angepasst werde, betonte die SPD-Politikerin.

Corona in Niedersachsen: Die aktuellen Fallzahlen von Samstag (20.02.2021)

Das niedersächsische Landesgesundheitsamt (NLGA) hat die aktuellen Corona-Fallzahlen für Samstag (20.02.2021) veröffentlicht. Erneut wurden wieder über 800 Neuinfektionen gemeldet - genau 871. Damit steigt die Zahl der insgesamt an Covid-19-Erkrankten in Niedersachsen seit Ausbruch der Pandemie auf 158.143.

Auch 28 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Sars-Cov2 wurden dem NLGA am Samstag gemeldet - insgesamt sind in Niedersachsen damit 4068 Todesfälle in der Corona-Pandemie verzeichnet worden. Als genesen gelten 915 Menschen (insgesamt: 141.899). Die 7-Tage-Inzidenz ist leicht von 66,1 auf aktuell 64,0 gesunken.

Corona in Niedersachsen: Impfung bald in der Arztpraxis?

Update vom Freitag, 19.02.2021, 14.01 Uhr: In Niedersachsen sollen bald auch Arztpraxen Corona-Impfungen durchführen. Laut einer Meldung der Deutschen Presse-Agentur (dpa) wollen das Land und die Kassenärztliche Vereinigung (KVN) diese in einem Pilotprojekt erproben. „Man plant, Anfang März zu beginnen“, sagte ein Sprecher der KVN.

Vier bis fünf Arztpraxen in einer Region sollen für den Testlauf ausgewählt werden. Es sei absehbar, dass bei einer zunehmend besseren Verfügbarkeit der Corona-Vakzine die Impfzentren in Niedersachsen mit den Impfungen der Bürger überfordert seien, erläuterte der Sprecher. Allerdings müssen aus Sicht der Ärzteschaft zunächst drei Kriterien erfüllt sein, damit das Pilotprojekt starten kann: Die Lieferkette der Impfstoffe müsse lückenlos funktionieren, die Lagerung der Dosen müsse in den jeweiligen Praxen problemlos und angemessen stattfinden können und die Impfreihenfolge müsse klar definiert sein.

„Die Ärzte möchten keine Diskussionen in den Praxen, wer zuerst dran kommt“, so der Sprecher. Kommende Woche sollen weitere Informationen zu dem Pilotprojekt der Corona-Impfungen in Niedersachsen veröffentlicht werden.

In Niedersachsen sollen schon bald Corona-Impfungen in Arztpraxen verabreicht werden. (Symbolbild)

Corona in Niedersachsen: „Es geht um die blanke Existenz“ - Viele Unternehmen warten noch immer auf Fördergelder

Obwohl in Niedersachsen an Firmen inzwischen Unterstützungen in Höhe von 2,5 Milliarden Euro ausgezahlt wurden, gingen einige noch leer aus. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, warten demnach noch etliche Unternehmen auf ihre beantragte Corona-Hilfe. Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) sagte am Freitag (19.02.2021) im Landtag, dass bereits mehr als 95 Prozent der Novemberhilfen und mehr als 75 Prozent der Dezemberhilfen ausgehändigt wurden.

Jedoch hätten die nötigen Bearbeitungen der Förderanträge länger angedauert als vermutet. Auch die Auszahlung der sogenannten Überbrückungshilfe III an die Unternehmen würde sich in Niedersachsen wegen noch ausstehender Programmierarbeiten bis März hinauszögern. Seit einer Woche flössen aber schon Abschlagszahlungen. Detlev Schulz, Abgeordneter von den Grünen, kritisiert, dass die Corona-Hilfen bei vielen Mittelständlern und Selbstständigen noch nicht ankam. Bei vielen sehe es „zappenduster“ aus. „Es geht um die blanke Existenz“, so der Politiker.

Corona in Niedersachsen: Die aktuellen Fallzahlen vom Freitag (19.02.2021)

Das Land Niedersachsen hat die aktuellen Corona-Infektionszahlen bekannt gegeben. Demnach haben sich 837 weitere Personen binnen 24 Stunden mit dem Virus infiziert. Seit Beginn der Pandemie steigt die Zahl in Niedersachsen damit insgesamt auf 157.272.

73 weitere Menschen sind mit einer Corona-Erkrankung verstorben - 979 gelten wieder hingegen als genesen. Die 7-Tage-Inzidenz ist für das komplette Bundesland wieder gesunken und beträgt nun 66,1.

Corona in Niedersachsen: Sozialministerin Reimann äußert sich zu Entwurf zur Corona-Bekämpfung

+++ 15.40 Uhr: In der Sitzung des Niedersächsischen Landtages am Donnerstag (18.02.2021) hat Sozialministerin Dr. Carola Reimann über einen „Entwurf eines Niedersächsischen Gesetzes zur Bekämpfung der Coronavirus-Epidemie“ gesprochen. Demnach habe der Bundesgesetzgeber mit der Ermächtigung, entsprechende Gebote und Verbote zur Bekämpfung übertragbarer Krankheiten zu erlassen, den Landesregierungen ein schnelles und wirksames Verfahren an die Hand gegeben.

Die Landesregierungen können die Ermächtigung durch Rechtsverordnung auf andere Stellen übertragen. Somit habe die Niedersächsische Landesregierung diese Ermächtigung auf das Sozialministerium übertragen und die Änderungen der Corona-Verordnung werden auf Bund-Länder-Ebene vorbereitet. Laut Reimann habe sich ein abgestimmtes Vorgehen der Länder bewährt. „Nach diesen Gesprächen passt das Sozialministerium die Niedersächsische Corona-Verordnung und Quarantäne-Verordnung an die pandemische Entwicklung an“, so die Niedersächsische Sozialministerin.

In Niedersachsen sollen die Corona- und die Quarantäne-Verordnungen jetzt an die Entwicklung der Pandemie angepasst werden. (Symbolbild)

Corona in Niedersachsen: Ein Landkreis verschärft die Corona-Auflagen

Update vom Donnerstag, 18.02.2021, 11.04 Uhr: Der Landkreis Vechta verschärft seine Corona-Auflagen: Ab Freitag (19.02.2021) gilt für alle Schüler auch am Sitzplatz die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Weiterhin müssen sich laut Berichten des NDR alle Beschäftigten im medizinischen Bereich und anderer sogenannter körpernaher Dienstleistungen wöchentlich auf Corona testen lassen.

Der Landkreis Vechta geht damit über die Regeln des Landes Niedersachsen hinaus. Mit einer Inzidenz knapp unter 200 liegt Vechta an der Spitze im Land Niedersachsen.

Corona in Niedersachsen: Die Fallzahlen am Donnerstag (18.02.2021) - Zahlreiche Neuinfektionen

Das Land Niedersachsen hat die aktuellen Corona-Fallzahlen bekannt gegeben. Auch am Donnerstag (18.02.2021) ist die Zahl der Neuinfektionen stark angestiegen. Demnach haben sich 1010 weitere Menschen in den letzten 24 Stunden mit dem Coronavirus infiziert.

31 Menschen sind in Niedersachsen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung verstorben. Als genesen gelten weitere 1144 Personen. Die landesweite 7-Tage-Inzidenz liegt am Donnerstag (18.02.2021) bei 68,1.

Corona in Niedersachsen: AstraZeneca-Impfstoff kaum genutzt

+++ 17.25 Uhr: In Niedersachsen sind laut Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) bislang zehntausende AstraZeneca-Impfdosen ungenutzt. Nur ein Bruchteil des gelieferten Corona-Impfstoffs sei demnach genutzt worden: Das Land erhielt 72.000 Dosen, verimpft wurden bis einschließlich Dienstag (16.02.2021) aber erst 8.806, so das Gesundheitsministerium in Hannover.

Ähnlich soll es in anderen Bundesländern aussehen, einzige Ausnahmen seien Nordrhein-Westfalen mit 34.124 und Bayern mit 12.092 verimpften Dosen. Geimpft werden mit dem Impfstoff von AstraZeneca die Impfberechtigten, die der höchsten Priorität angehören und jünger als 65 Jahre sind. Zur Frage, ob Impfwillige bei AstraZeneca zurückhaltender seien als bei den Vakzinen von Biontech und Moderna, konnte keine Auskunft erteilt werden.

Der AstraZeneca-Impfstoff macht derzeit in Niedersachsen Probleme - nur ein Bruchteil wird genutzt (Symbolbild).

Corona in Niedersachsen: Grüne kritisiert Stufenplan

+++ 11.36 Uhr: Aktuell debattiert die Landesregierung Niedersachsen über die Corona-Regeln, darunter auch den Stufenplan. „Die Bekämpfung der Pandemie ist zäh und verlangt wirklich allen Beteiligten etwas ab“, erklärt Ministerpräsident Stephan Weil. Dennoch seien „wir auf dem richten Weg“ und „kommen spürbar voran“.

Die Grüne kritisiert Niedersachsens Stufenplan. Noch immer weise er deutliche Lücken auf. Vor allem Familien würden darin zu wenig berücksichtigt. Kritisiert wird auch, dass nicht zwischen draußen und drinnen unterschieden wird. „Clubs und Bars finden bei der Landesregierung keine Berücksichtigung“, so Julia Willie Hamburg.

Derweil wurden die aktuellen Fallzahlen für Niedersachsen veröffentlicht. Die Zahl der Neuinfektionen steigt enorm. Während am Vortag 335 neue Corona-Infektionen gemeldet wurden, gibt es für Mittwoch (17.02.2021) 1057 Fälle. Auch die Zahl der Todesfälle steigt an. 65 Menschen sind im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung verstorben. Die landesweite 7-Tage-Inzidenz liegt bei 69,7.

Coronavirus in Niedersachsen: Landesregierung debattiert über neue Regeln

Update vom Mittwoch, 17.02.2021, 09.35 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) wird heute die Abgeordneten über die Bund-Länder-Beschlüsse aufklären und erklären wie diese im Land umgesetzt werden sollen. Dabei werden in den folgenden Debatten vor allem über die Regelungen in der Corona-Pandemie diskutiert.

Besonders die FDP fordere die Eingriffe in die Grundrechte der Menschen zurückzunehmen, so ndr.de. Auch die Grünen seien nicht zufrieden. Sie wollen, dass Niedersachsen im Stufenplan auf Veranstaltungen im Freien eingeht. Draußen würde es mehr Möglichkeiten für Lockerungen geben. Zudem fordern die Grünen den Schutz in Schlachthöfen sicherzustellen. Immer wieder kam es dort zu Corona-Ausbrüchen. Aber auch die Verschmutzung der Nordsee-Strände, die Landwirtschaft sowie alternative Kraftstoffe stehen auf dem Plan.

Corona-Pandemie in Niedersachsen: Weitere Impfzentren

Derweil werden die Uni-Klinik Göttingen (UMG) und die Medizinische Hochschule Hannover zu Impfzentren (IZ) in Niedersachsen*. „Die dafür erforderliche technische Ausstattung ist bereits bestellt, die Lieferung steht aber noch aus. Letzte Details – auch dazu, ab wann die UMG als IZ starten kann – werden gerade noch geklärt“, heißt es von der Pressestelle. Wochenlang wurde auf eine Entscheidung des Sozialministeriums gewartet.

Corona in Niedersachsen: Probleme mit AstraZeneca-Impfstoff

+++ 20.50 Uhr: Nachdem erst am Dienstagmittag (16.02.2021) von einer Beschleunigung der Impfkampagne die Rede war, muss das Impfgeschehen in Niedersachsen nun erneut einen Rückschlag hinnehmen. In einer Klinik in Braunschweig hatten sich Mitarbeiter nach der Corona-Impfung krankgemeldet. Insgesamt sollen 37 von 88 Angestellten nicht arbeitsfähig gewesen sein. Am Herzogin-Elisabeth-Hospital in Braunschweig wurden die AstraZeneca-Impfungen nun vorübergehend gestoppt.

Einen ähnlichen Vorfall hatte es im Klinikum Emden gegeben. Der Landkreis Leer hatte daraufhin ebenfalls aufgehört den AstraZeneca-Impfstoff zu verwenden. In Absprache mit dem Land Niedersachsen wurde diese Entscheidung jedoch wieder revidiert. Dies berichtet die Braunschweiger Zeitung.

Corona in Niedersachsen: Impfkampagne soll beschleunigt werden 

+++ 17.40 Uhr: Viel Kritik gab es bereits an der Impfkampagne in Niedersachsen - jetzt will die Landesregierung nachsteuern und die Impfungen beschleunigen sowie die Terminvergabe verbessern. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am Dienstag.

Vom Biontech/Pfizer-Impfstoff sollen künftig nur noch 20 bis 25 Prozent der Lieferung für die spätere Zweitimpfungen zurückgestellt werden, erklärte der Leiter des Krisenstabs, Heiger Scholz, gegenüber der dpa. Damit werde das Land mit den Erstimpfungen schneller vorankommen. Mit dem Einsatz der bislang zurückgestellten 96.000 Dosen könne Niedersachsen die Impfquote auf etwa 3,9 Prozent erhöhen und im Bundesländervergleich aufholen.

Corona in Niedersachsen: Terminvergabe für Impfungen wird verbessert

Bis Anfang April werde die Impfung der ersten Prioritätsgruppe abgeschlossen, sagte Scholz. Das sind die über 80-Jährigen sowie Personal in Kliniken und Heimen. Anschließend beginnen die Impfungen für die zweite Prioritätsgruppe, insgesamt rund zwei bis drei Millionen Menschen in Niedersachsen.

Zu ihnen gehören die 70 bis 79-Jährigen, Menschen mit Vorerkrankungen sowie bestimmte Berufsgruppen. Um einen erneuten Ansturm auf die Terminvergabe mit langen Wartelisten zu vermeiden, sollen Betroffene in Etappen zum Vereinbaren eines Impftermins eingeladen werden.

Corona in Niedersachsen: Ab jetzt flächendeckende Tests auf Virus-Mutationen

+++ 14.47 Uhr: Niedersachsen testet künftig flächendeckend bei möglichst jeder nachgewiesenen Corona-Infektion auf Virus-Mutationen. Diese machten in einigen Teilen des Landes wie etwa der Region Hannover inzwischen 40 Prozent der Infektionsfälle aus, sagte der Leiter des Krisenstabs der Landesregierung, Heiger Scholz, am Dienstag in Hannover.

Landesweit liege der Anteil der Varianten an den Infektionsfällen bei zehn Prozent. Nach Information des Landesgesundheitsamtes testeten inzwischen die allermeisten der großen Labore gleich auf das Vorliegen von Corona-Mutanten. Erst am Dienstag war bekannt geworden, dass in einer großen Eisfabrik in Osnabrück zahlreiche Mitarbeiter infiziert sind - einige auch mit der britischen Corona-Variante B.1.1.7.

Corona in Niedersachsen: Althusmann hat Lockerungen zu Ostern zum Ziel

Erstmeldung vom Dienstag, 16.02.2021, 12.24 Uhr: Göttingen - „Es sollte unser Ziel sein, Ostern Lockerungen zu ermöglichen“: Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann wirbt in der Debatte um mögliche Lockerungen der Corona-Regeln zu Ostern für eine Perspektive für den Tourismus. „Uns allen würde der Ausblick auf wieder mögliche Urlaubsreisen zweifellos guttun“, sagte der CDU-Politiker der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (HAZ).

Althusmann fordert, dass in der nächsten Bund-Länder-Runde am 03.03.2021 „Aussagen über den Neustart der Tourismusbranche in Deutschland getroffen werden“ sollten, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hatte sich zuvor zurückhaltender geäußert. Für eine Festlegung zum Thema Osterurlaub sei es noch zu früh. „So gerne ich den an einer Reise Interessierten und dem Beherbergungsgewerbe Orientierung geben würde - definitive Aussagen sind leider noch nicht möglich“, sagte Weil am Montag der dpa.

Urlaub zu Ostern in der Corona-Pandemie? Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann nennt das als klares Ziel. (Symbolbild)

Corona in Niedersachsen: Die aktuellen Fallzahlen von Dienstag (16.02.2021)

Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt (NLGA) hat die aktuellen Fallzahlen für Dienstag (16.02.2021) bekannt gegeben. Demnach wurden dem NLGA binnen 24 Stunden 335 weitere Corona-Infektionen gemeldet. Die Gesamtzahl der Fälle in Niedersachsen seit Ausbruch der Pandemie erhöht sich damit auf 154.368.

Auch 48 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung wurden gemeldet - damit steigt die Zahl der Todesfälle in Niedersachsen auf insgesamt 3889. Als genesen gelten weitere 447 Menschen, damit haben insgesamt 137.864 Menschen eine Covid-19-Erkrankung überstanden. Die 7-Tage-Inzidenz liegt landesweit aktuell bei 67,0.

Corona in Niedersachsen: Impfquote bei Erstimpfung liegt bei 2,66 Prozent

In Niedersachsen wurden bereits 212.830 Menschen erstmals gegen Corona geimpft (Stand: 14.02.2021) - das entspricht einer Impfquote bei der Erstimpfung von 2,66 Prozent. Bereits 120.139 Menschen haben schon die zweite Corona-Impfung erhalten. Damit liegt Niedersachsen bei den Impfungen hinter Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg.

Corona in Niedersachsen: Mutations-Ausbruch in Eisfabrik - auch britische Variante nachgewiesen

In einer großen Eisfabrik in Osnabrück ist es zu einem größeren Corona-Ausbruch gekommen. Rund ein Viertel der 850 Mitarbeiter seien positiv getestet worden, meldet die dpa am Dienstag (16.02.20219). Bei den Tests wurden auch einige Fälle der britischen Mutation B.1.1.7. nachgewiesen - 300 Testergebnisse würden laut da aber noch ausstehen. Das Werk in Osnabrück, laut dem Speiseeis-Produzenten Froneri mit Sitz in Großbritannien, sei der größte Standort einer Eisfabrik in Europa.

Corona in Niedersachsen: Mann stirbt nach Corona-Impfung

In Göttingen ist es am Samstag (13.02.2021) zu einem dramatischen Zwischenfall gekommen. Nach einer Corona-Impfung im Impfzentrum Siekhöhe in Göttingen* kollabierte eine Person auf dem Heimweg.

Die Begleitperson reagierte geistesgegenwärtig und brachte den Geimpften zurück ins Impfzentrum. Trotz der dort eingeleiteten medizinischen Maßnahmen verstarb dieser vor Ort. Die genaue Todesursache ist jetzt klar. (Diana Rissmann mit dpa) *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetwerks.

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