Alle Infos im News-Ticker

Trotz sinkender Corona-Zahlen - Regierung will offenbar Pandemie-Notlage verlängern

Die Corona-Pandemie scheint sich in Deutschland zu entspannen, doch erneut meldet das RKI einen Anstieg der Zahlen. Die Bundesregierung will nun die Pandemie-Notlage verlängern. Der News-Ticker.

  • Die Corona-Lage in Deutschland entspannt sich, viele Bundesländer lockern ihre Regeln großzügig.
  • Die Bundesregierung will die Pandemie-Notlage verlängern (siehe Update vom 2. Juni, 18.15 Uhr)
  • Die Delta-Mutante spielt weiterhin eine untergeordnete Rolle in Deutschland (siehe Update vom 2. Juni, 22.04 Uhr)
  • Dieser News-Ticker ist beendet. Die Fortsetzung ab dem 3. Juni finden Sie hier.

Update vom 2. Juni, 22.04 Uhr: Scheinbar gute Nachrichten vom RKI: Die Delta-Mutante, die zunächst als indische Variante bekannt wurde, spielt in Deutschland weiterhin eine untergeordnete Rolle. Der Anteil der Mutante betrug Ende Mai 2,1 Prozent. In den Wochen zuvor hatte der Anteil leicht, aber beständig zugenommen, auf bis zu 2,4 Prozent.

Damit liegt die Variante auf Platz 2 der Mutationen in Deutschland. Jedoch weit hinter B.1.1.7 oder der britischen Variante, die auf rund 93 Prozent kommt. Die weiteren als besorgniserregend eingestuften Varianten Beta (B.1.351) und Gamma (P.1.) wurden in noch geringerer Zahl gefunden. Karl Lauterbach warnt dennoch vor den Auswirkungen der Delta-Mutante*.

Corona in Deutschland: Nordrhein-Westfalen stoppt vorerst Erstimpfungen in Impfzentren

Update vom 2. Juni, 19.30 Uhr: Während die Impfkampagne in Deutschland weiter vorangeht, ist die Anzahl der gelieferten Impfdosen weiterhin ein begrenzender Faktor. NRW kündigte an bis Mitte Juni keine Erstimpfungen mehr in Impfzentren durchzuführen. Die Lagerreserven in Nordrhein-Westfalen wären nahezu vollständig aufgelöst. Thomas Kutschaty, Mitglied des Landtags NRW, verglich das Impfen ohne Impfstoff mit „Happy Hour in der Sperrstunde“. Nach der Aufhebung der Impfpriorisierung hätten sie nun „zwar Millionen mehr Impfberechtigte, aber nicht eine Impfdosis zusätzlich.“

Corona in Deutschland: Bundesregierung will Pandemie-Notlage verlängern - drei weitere Monate?

Update vom 2. Juni, 18.15 Uhr: Die Inzidenzen stiegen zuletzt bundesweit wieder leicht, der allgemeine Trend ist jedoch rückläufig. Dennoch will die Koalition die Pandemie-Notlage nationaler Tragweite verlängern. Sie gilt als rechtliche Grundlage für Corona-Regelungen - etwa zu Impfungen und Testkosten. Die festgelegte epidemische Notlage wäre Ende Juni ausgelaufen. Nun soll sie verlängert werden, erfuhr die dpa aus Koalitionskreisen. Wann diese Verlängerung genau greifen soll, sei noch offen. Ein Bundestagsantrag besagt allerdings wohl, dass eine Verlängerung für weitere drei Monate erforderlich sei.

Laut Gesetz soll die Notlage automatisch als aufgehoben gelten, wenn der Bundestag nicht spätestens drei Monate nach Feststellung einer solchen Lage entscheidet, dass sie fortbesteht. Der Antrag spricht von einer sensiblen Phase, in der sich die Welt und Deutschland derzeit befinde. Die Infektionszahlen wären auf einem nennenswerten, zum Teil sogar hohen Niveau, gleichzeitig werde zunehmend geimpft.

Corona in Deutschland: Virologe Streek warnt vor vierter Welle - man müssen an den „Worst Case“ denken

Update vom 2. Juni, 14.25 Uhr: Nach einem langen harten Corona-Winter können sich Bürger bundesweit über Lockerungen der Maßnahmen und erste Öffnungsschritte freuen. Währenddessen steigt die Zahl der in Deutschland gegen das Coronavirus geimpften Personen weiter an (siehe Update vom 2. Juni, 13.30 Uhr). Doch ein Ende der Corona-Pandemie scheint trotz allem nicht in naher Ferne zu sein. Der Experte und Virologe Hendrik Streeck warnt nun sogar vor der Gefahr einer möglichen vierten Welle im Herbst.

Da bislang nicht eindeutig ausgeschlossen werden könnte, dass eine vierte Ansteckungswelle auf Deutschland zurollt, müsse die Bundesregierung den „ruhigen Sommer“ dafür nutzen, um sich genau darauf vorzubereiten. Das betont Streeck im Gespräch mit ntv. Ob die aktiven Neuinfektionen tatsächlich nach dem Sommer steigen und ob eine vierte Welle auf Deutschland zurollt, sei zum jetzigen Zeitpunkt jedoch „ganz schwer vorherzusagen“. Wie der Experte gegenüber ntv weiter erklärt, könnte der weitere Verlauf der Pandemie somit unter anderem vom Impfeffekt abhängen und wie stark dieser in Deutschland sei. Streeck betont dabei jedoch, dass es wichtig sei, bereits jetzt an den „Worst Case“ zu denken.

Corona in Deutschland: Zahl der geimpften Personen steigt weiter an - mittlerweile fast jeder Fünfte immunisiert

Update vom 2. Juni, 13.30 Uhr: Während die Corona-Neuinfektionen sinken, steigt die Zahl der in Deutschland gegen das heimtückische Virus geimpften Personen weiter an. Mittlerweile ist bald jeder fünfte Deutsche vollständig gegen das Coronavirus immunisiert. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Mittwoch wurden bisher bereits 18,8 Prozent (15,6 Millionen) der Gesamtbevölkerung vollständig geimpft - 43,9 Prozent (36,5 Millionen) haben mindestens eine Dosis erhalten.

Am Dienstag kamen den Zahlen des RKI zufolge 947 198 Impfungen hinzu, davon führten 552 408 zu einer vollständigen Immunisierung. Wie Gesundheitsminister Jens Spahn auf Twitter mitteilte, entsprach die Zahl der am Vortag Geimpften über einem Prozent der Bevölkerung. Insgesamt wurden seit Beginn der Impfkampagne 51,5 Millionen Impfungen gesetzt.

Corona in Deutschland: Inzidenz steigt in insgesamt zwölf Bundesländern

Update vom 2. Juni, 11.15 Uhr: Die durch das RKI veröffentlichten aktuellen Infektionszahlen zeigen: die Inzidenz in Deutschland steigt den zweiten Tag in Folge wieder leicht an (siehe Ursprungsmeldung). Auch der Blick auf die einzelnen Bundesländer zeigt eine minimal steigende Kurve des Infektionsgeschehens. Wie das RKI am Mittwoch berichtet, sind in insgesamt zwölf Bundesländern die Inzidenzen angestiegen. Nur Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Berlin verzeichnen demnach keine wachsenden Inzidenz-Zahlen. Doch trotz steigender Inzidenzen befinden sich laut RKI immer noch acht Bundesländer unter der magischen Marke von 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner. Ab diesem Grenzwert treten großflächig Lockerungen in Kraft.

Corona-Inzidenz und -Neuinfektionen steigen wieder: RKI-Chef mit konkreter Begründung

Ursprungsmeldung vom 2. Juni 2021: Berlin - Die Corona*-Zahlen hatten in den vergangenen Wochen endlich für Entspannung gesorgt. Das Robert Koch-Institut meldete zunehmend sinkende Infektionswerte und auch die für die Lockerung der Maßnahmen wichtige Sieben-Tage-Inzidenz war bundesweit auf ein vergleichsweise überschaubares Niveau gesunken. Doch nun meldet das RKI bereits den zweiten Tag in Folge eine ansteigende Inzidenz. Und auch die registrierten Corona-Infektionen steigen wieder an.

Corona in Deutschland: Robert Koch-Institut meldet erneut steigende Zahlen

Wie das Institut am Mittwoch berichtet, liegt die aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz bei 36,8 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche. Bereits am Vortag war der Wert leicht angestiegen (Vortag: 35,2; Vorwoche: 46,8). Über das offenbar gestoppte Absinken der Inzidenz hatte RKI*-Chef Lothar Wieler am Dienstag gesagt, Modellierungen ließen einen leichten vorübergehenden Anstieg erwarten. Das RKI bringe dies mit Öffnungsschritten in Zusammenhang, die die Chancen des Virus erhöhten. Mit einem erneuten exponentiellen Wachstum der Fallzahlen werde bei vorsichtigen Öffnungen allerdings zunächst nicht gerechnet, so Wieler.

Corona in Deutschland: Inzidenz und Neuinfektionen steigen an - RKI verzeichnet 179 weitere Todesfälle

Binnen eines Tages meldeten die Gesundheitsämter dem RKI 4917 Corona-Neuinfektionen. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert kurz nach dem verlängerten Pfingst-Wochenende bei 2626 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 179 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 270 Tote gewesen.*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Sabine Gudath/Imago

Mehr zum Thema