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Corona in Deutschland: Hunderte Menschen randalieren in der Nacht - Polizei massiv beleidigt

Alkoholverbot im Nürnberger Hauptbahnhof
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Die Polizei in Baden-Württemberg hatte mit großen Menschenansammlungen am Freitag zu kämpfen.

Die Corona-Zahlen in Deutschland sinken auch am Samstag. Doch das RKI weist auf die richtige Interpretation der Zahlen hin. Der News-Ticker.

  • Die Corona*-Zahlen sinken erneut, die Lage in Deutschland entspannt sich weiter.
  • Das RKI weist am Samstag jedoch auf einen besonderen Umstand hin (siehe Ursprungsmeldung).
  • In Ravensburg hatten sich bis zu 400 Menschen versammelt, die Polizei musste eingreifen (siehe Update vom 5. Juni, 12.45 Uhr).
  • Dieser News-Ticker zur Corona-Pandemie ist beendet - die Fortsetzung finden Sie hier.

Update vom 5. Juni, 13.20 Uhr: Nachdem die Polizei am Freitagabend mit randalierenden Personen zu kämpfen hatte (siehe Update vom 5. Juni, 12.45 Uhr), meldet nun auch die Polizei Tübingen ganz ähnliche Verstöße gegen die noch immer geltenden Corona-Regeln. Aus diesem Grund war am Abend eine Ansammlung von etwa 300 Menschen aufgelöst worden.

Die Menschen tranken Alkohol und versetzten sich „mehr und mehr in Feierlaune“, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Als die Beamten die Gruppen aufforderten, nach Hause zu gehen, wurden sie den Angaben nach beschimpft. Bei der Räumung in der Nacht zum Samstag seien auch zwei Flaschen in Richtung der Einsatzkräfte geworfen worden. Beamte nahmen den mutmaßlichen Täter fest.

In der Nacht kam es auch zu mehreren Auseinandersetzungen. Dabei seien elf Menschen verletzt worden. Nach einer Schlägerei wollten Beamte einen Mann festnehmen. Daraufhin solidarisierten sich mehrere Menschen mit dem Verdächtigen und griffen die Beamten an. Dabei wurden den Angaben nach vier Polizisten leicht verletzt. Einer habe seinen Dienst nicht fortsetzen können, hieß es. 

Auch in anderen Teilen der Stadt hatten sich zahlreiche Menschen versammelt. Am Holzmarkt trafen sich etwa 100 Menschen und tranken zum Teil Alkohol. Sie zeigten sich den Beamten zufolge aber einsichtig. An dem Platz in der Tübinger Altstadt waren am
letzten Mai-Wochenende Zusammenkünfte junger Leute aufgelöst worden.

Corona in Deutschland: Hunderte Menschen randalieren in der Nacht - Polizei massiv beleidigt

Update vom 5. Juni, 12.45 Uhr: Obwohl die Corona-Maßnahmen in Deutschland großzügig bereits gelockert wurden oder in den nächsten Tagen noch gelockert werden, gelten auch weiterhin Regeln, die die Eindämmung der Corona-Pandemie gewährleisten sollen. Gegen diese Regeln haben nun Hunderte Menschen in Ravensburg verstoßen. Bei dem Vorfall sei es auch zu Randalen gekommen.

Wie die Polizei am Samstag weiter mitteilte, hatten sich im Bereich der Veitsburg bis zu 400 Menschen getroffen. Sie hörten den Angaben nach lautstark Musik und tanzten. Anwohner hatten den Beamten zuvor am Freitagabend Ruhestörungen gemeldet.

Die Stimmung war laut Polizei aggressiv. Die Einsatzkräfte seien aus den Gruppen heraus massiv beleidigt worden. Den Feiernden wurde letztlich ein Aufenthaltsverbot erteilt. Als die Menschen die Burg oberhalb von Ravensburg verlassen hatten, kam es dann auch in der Innenstadt zu mehreren Zwischenfällen. Es seien eine Vielzahl von Mülltonnen und die Außenbestuhlung mehrere Gaststätten umgeworfen worden. Zudem stahlen Unbekannte die Kennzeichen eines Polizeiautos.

Corona in Deutschland: RKI meldet erneut sinkende Zahlen - und weist deutlich auf besonderen Umstand hin

Ursprungsmeldung: Berlin - Bei sommerlichen Temperaturen lockert Deutschland vielerorts großzügig die Corona*-Regeln. Nach dem harten Lockdown-Winter verspricht das aktuelle Infektionsgeschehen in Deutschland einen tollen Sommer. Das prognostiziert auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach. Auch die am Samstag veröffentlichten RKI-Zahlen zeigen: die Corona*-Lage scheint sich in Deutschland endlich zu entspannen.

Corona in Deutschland: RKI meldet aktuelle Zahlen - erneut erfreuliche Inzidenz registriert

Wie das Robert Koch-Institut am frühen Samstagmorgen berichtet, haben die Gesundheitsämter in Deutschland offiziell 2294 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Zum Vergleich: vor einer Woche hatte der Wert noch bei 5426 Neuinfektionen gelegen. Und auch bei der für viele Lockerungen so wichtigen Sieben-Tage-Inzidenz zeichnet sich eine Entspannung ab. Nach RKI-Angaben lag der Wert am Samstag bundesweit bei 26,3. Noch am Vortag wurde die Inzidenz mit 29,7 angegeben, in der Vorwoche mit 37,5.

Corona in Deutschland: RKI weist auf besonderen Umstand in dieser Woche hin

Wie das RKI jedoch betont, könnte die Interpretation der Zahlen mit Vorsicht zu genießen sein. Da am Donnerstag in vielen Bundesländern ein Feiertag gewesen sei, könnten sich die Zahlen dadurch, und durch den nachfolgenden Brückentag, etwas verschoben haben. „Bei der Interpretation der Fallzahlen ist zu beachten, dass an Feiertagen weniger Personen einen Arzt aufsuchen, wodurch auch weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt werden. Dies
führt dazu, dass weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet werden“, so das RKI.

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 122 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 163 Tote gewesen.*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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