Alle Entwicklungen im News-Ticker

Corona: Neuer Zahlen-Höchststand im Land - ZDF-Umfrage zeigt große Zweifel der Deutschen an Merkel-Strategie

Die Corona-Fallzahlen in Deutschland sind immer noch sehr hoch - und das RKI gibt keine Entwarnung. Am Erfolg des Teil-Lockdowns gibt es einer Umfrage zufolge aber große Zweifel. Der News-Ticker.

  • Coronavirus-Pandemie* in Deutschland: Bis Ende November gilt in der Bundesrepublik ein Lockdown Light*.
  • Für seine Äußerung zu Medizinpersonal in der Corona-Krise erntet Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Kritik (Update vom 13. November, 9.52 Uhr).
  • Einer Umfrage des ZDF zufolge gibt es in der deutschen Bevölkerung große Vorbehalte gegen den Lockdown-Light (Update vom 13. November, 12.06 Uhr).
  • Dieser News-Ticker wird regelmäßig aktualisiert.

+++ Wir beenden diesen Ticker. Alle weiteren Entwicklungen zur Corona-Pandemie in Deutschland lesen Sie fortan in diesem News-Ticker. +++

Update vom 13. November, 16.03 Uhr: Noch keine Übersterblichkeit wegen Corona: Die Zahl der Sterbefälle in Deutschland liegt laut Statistischem Bundesamt weiterhin im Rahmen der üblichen Schwankung. Zwischen 1. und 18. Oktober 2020 sind nach vorläufigen Ergebnissen mindestens 44.179 Menschen gestorben. Die Zahlen lägen „knapp über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019“, wie das Amt am Freitag berichtete, genau genommen um 0,7 Prozent.

Das Netzwerk zur Beobachtung von Sterblichkeitsentwicklungen in Europa meldete für Kalenderwoche 42 eine geringe Übersterblichkeit für England, Frankreich, Italien, Portugal und Slowenien und eine mäßige Übersterblichkeit für die Niederlande und Spanien. In anderen europäischen Ländern wurde keine Übersterblichkeit festgestellt.

ZDF-Umfrage zur Corona-Krise: Fast die Hälfte zweifelt an Wirksamkeit des Teil-Lockdowns

Update vom 13. November, 12.06 Uhr: An der Wirksamkeit des aktuellen Teil-Lockdowns zweifeln viele Deutsche. Das zeigt das „Politbarometer“ des ZDF von diesem Freitag: Zwar gehen 55 Prozent der Befragten laut der Umfrage davon aus, dass er die Corona-Neuinfektionen begrenzt - 43 Prozent hingegen nicht.

Und wie stark fühlen sich die 1347 Befragten von der Corona-Krise persönlich belastet? „Überhaupt nicht“ (zehn Prozent), „nicht so stark“ (43 Prozent), „stark“ (35 Prozent) und „sehr stark“ (12 Prozent). Finanzielle Sorgen stehen dabei offenbar nicht im Vordergrund: Lediglich bei 8 Prozent hat sich die wirtschaftliche Situation „sehr stark“ oder „stark“ verschlechtert, bei 19 Prozent „nicht so stark“, 72 Prozent spüren demnach überhaupt keine finanziellen Beeinträchtigungen.

Corona: Neuer Zahlen-Höchststand in Deutschland - Spahn kassiert Schelte für „zweitbeste Lösung“

Update vom 13. November, 9.52 Uhr: Die Meinung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU*) trifft auf Widerstand: An diesem Freitag wollen er, Familienministerin Franziska Giffey und Arbeitsminister Hubertus Heil (beide SPD*) den Zwischenbericht zur Konzertierten Aktion Pflege präsentieren. Einen Tag zuvor hatte sich Spahn zu möglichen Einsätzen von Corona-infizierten Beschäftigten des Gesundheitswesens geäußert (siehe Update vom 12. November, 19 Uhr).

Der „beste Weg“ sei, dass ein Infizierter und seine Kontaktpersonen in Quarantäne bleiben, so Spahn - und die „zweitbeste Lösung“, dass die Kontaktpersonen mit täglichen Tests und FFP2-Masken weiter arbeiten. Nach Medienberichten kam dies bereits vereinzelt in Deutschland vor.

„Corona-Infizierte weiterarbeiten zu lassen, ist der politische Offenbarungseid. Der Geist der konzertierten Aktion wäre tot“, sagte nun der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, dazu der dpa. Brysch forderte einen Strategiewechsel weg von den standardmäßigen PCR-Tests und Quarantäneregeln in Kliniken und Heimen. Ihm zufolge brauche es „einen systematischen und täglichen Einsatz von Schnelltests bei allen Mitarbeitern“. Dann liege in 20 Minuten das Ergebnis zu einer Ansteckung vor. Ein PCR-Test müsse folgen.

Corona-Strategie in Deutschland: Spahn unter Beschuss - Entlastung laut Verdi „nicht angekommen“

Mit der Konzertierten Aktion will die Regierung dem Pflegemangel den Kampf ansagen. So will Spahn zum Beispiel die Bezahlung nach Tarif rechtlich verankern, wie es nach Angaben des Nachrichtenportals ThePioneer in dem Zwischenbericht heißt. Zentraler Teil der Konzertierten Aktion ist laut Spahn eine neue Personalbemessung in der Altenpflege.

Spahn versicherte, auch in der Pandemie sollten solche Untergrenzen sowie Arbeitszeitbegrenzungen in der Pflege nicht ausgesetzt werden. Dies sei für ihn höchstens im Extremfall eine Option. Eine durchwachsene Zwischenbilanz zur Konzertierten Aktion zog auf dem Pflegetag die Gewerkschaft Verdi: Entlastung sei bei den Pflegenden noch nicht angekommen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) steht wegen der „Konzertierten Aktion Pflege“ in der Kritik.

Corona-Zahlen aus Deutschland: Neuer Höchststand an Neuinfektionen - auch R-Wert steigt an

Update vom 13. November 6.45 Uhr: In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 23.542 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Damit ist am Freitag ein neuer Höchststand erreicht worden, wie aus den Angaben des RKI vom Donnerstagmorgen hervorgeht. Am vergangenen Samstag war mit 23.399 verzeichneten Fällen der bisherige Spitzenwert erreicht worden. Im Vergleich zum Donnerstag stieg die Zahl der gemeldeten Fälle am Freitag um knapp 1700.

Corona-Zahlen in Deutschland: Neuer Höchststand erreicht - R-Wert steigt

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 751.095 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 13.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Freitag um 218 auf insgesamt 12.200. Am Donnerstag hatte diese Steigerung 215 Fälle betragen. Das RKI schätzt, dass rund 481.700 der registrierten Infizierten inzwischen genesen sind.

Der Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,93 (Vortag: 0,89). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch etwa 93 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Eine genaue Prognose lässt sich aber nur anhand des R-Wertes nicht abgeben.

In einem Interview mit dem Müchner Merkur* sagte Söder am Freitag, das Ziel sei es, eine 7-Tage-Inzidenz von unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen zu erreichen. Mehrere Experten, wie beispielsweise die Virologen Hendrik Streeck und Alexander Kékule, warnten jedoch davor, sich lediglich auf einen einzigen Wert zu stützen und weitere Nebenaspekte dabei außer Acht zu lassen.

Update vom 12. November, 22 Uhr: Kann ich in der Coronavirus-Pandemie bedenkenlos ins Büro oder meine Kinder in der Schule ins Klassenzimmer schicken? Forscher entwickeln jetzt einen Kalkulator für das Risiko einer Covid-19-Ansteckung* - mit gleich mehreren Haken.

Corona-Pandemie in Deutschland: Jens Spahn - Notfalls müssen infizierte Ärzte und Pfleger weiterarbeiten

Update vom 12. November, 19 Uhr: Polarisierende Corona-Prognose von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn: In der grassierenden Covid-19-Pandemie müssten laut dem CDU-Politiker künftig notfalls auch positiv auf das Virus getestete Mitarbeiter von Kliniken oder Pflegeheimen und Ärzte arbeiten.

Das erklärte der Ressortchef an diesem Donnerstag auf dem Deutschen Pflegetag in Berlin. „Wenn (...) wegen Isolation und Quarantänemaßnahmen so viele dann gar nicht mehr da sind, im Krankenhaus, in der Arztpraxis, in der Pflegeeinrichtung, dass die Versorgung zusammenbricht, muss man schauen, was ist neben der bestmöglichen Lösung die zweitbeste“, sagte Spahn laut dpa.

Dann könne es nötig werden, dass Kontaktpersonen mit täglichen Tests und FFP2-Masken weiter arbeiten. Die „Rückfallrückfallposition“ sei aber, „die positiv Getesteten mit ganz besonderen Schutzvorkehrungen auch arbeiten zu lassen“.

Corona-Pandemie in Deutschland: Markus Söder plädiert für Maskenpflicht für Grundschüler

Update vom 12. November, 18.05 Uhr: Markus Söder hat sich an diesem Donnerstag zu den Themen Schule und Weihnachten in der Corona-Krise geäußert.

„Ich glaube, wir müssen einheitliche Empfehlungen vom RKI haben, die für alle anwendbar sind. Zur Vorsorge sollte man Folgendes machen: Ich glaube, dass die Maskenpflicht an Schulen wichtig ist, auch an Grundschulen“, sagte der bayerische Ministerpräsident bei Bild live: „Die Kinder kommen hervorragend damit zurecht.“ Ferner forderte er einheitliche Quarantäne-Regeln für Schüler und Schülerinnen und ein Ende des „Hin und Her“.

Weihnachten hänge dagegen „von den nächsten zwei Wochen ab. Dann wird sich zeigen, was an Weihnachten stattfinden kann. Aber nicht, wohin wir an Weihnachten in Urlaub fahren, sondern was mit der Familie möglich ist“, sagte der Franke und forderte mit Blick auf die Festtage wiederholt zur Einhaltung der Corona-Regeln auf.

Corona-Pandemie in Deutschland: RKI greift einzelne Gastro-Betriebe

Update vom 12. November, 13.15 Uhr: Ähnlich wie RKI-Leiter Lothar Wieler auf einer PK des Instituts (siehe vorheriges Update) hat sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel* (CDU*) vorsichtig optimistisch über die Entwicklung des Corona-Infektionsgeschehens in Deutschland geäußert. „Jetzt sieht man, wie es sich abflacht“, sagte sie am Donnerstag mit Blick auf den moderateren Anstieg bei den Neuinfektionen in den vergangenen Tagen in einer Onlinediskussion mit Auszubildenden.

„Jetzt müssen wir runterkommen.“ Ziel sei es, auf die Rate von bis zu 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche zu kommen. Die Gesundheitsämter müssten die Kontakte nachvollziehen. „Wir müssen alle ganz vernünftig sein“, appellierte Merkel an die Bürger, sich an die geltenden Corona-Schutzmaßnahmen zu halten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) plädiert weiter für die Corona-Schutzmaßnahmen.

RKI-Pressekonferenz zur Corona-Lage in Deutschland - die wichtigsten Punkte

Update vom 12. November, 12.07 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI)* hat heute in einer Pressekonferenz in Berlin über das Corona-Infektionsgeschehen in Deutschland informiert. Das waren die wichtigsten Punkte:

  • Insgesamt bewertet das RKI die aktuelle Lage allerdings als „weiter sehr ernst“.
  • Die bundesweiten Corona-Fallzahlen seien weiter sehr hoch.
  • Die Zahl der schweren Verläufe, der Intensivpatienten sowie der Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit einer Infektion werden nach Ansicht des RKI weiter steigen.
  • Es müsse damit gerechnet werden, dass Kliniken an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen.
  • Allerdings sei das RKI auch „vorsichtig optimistisch“, da sich die Kurve abflache. Es sei aber noch nicht klar, ob dies eine stabile Entwicklung sei.

Coronavirus in Deutschland aktuell: RKI-Leiter Wieler mit Gastro-Kritik

Update vom 12, November, 11.21 Uhr: Die PK des RKI (siehe heutige Updates seit 10 Uhr) ist beendet. Auf ihr wurde klar: Für eine Beurteilung der Effekte des derzeitigen Corona-Teil-Lockdowns ist es aus Sicht des Instituts noch zu früh. Man müsse abwarten, sagte RKI-Leiter Wieler - und erneuerte seinen Appell, die „AHA+L“-Regeln einzuhalten. „Wir müssen noch ein paar Monate die Pobacken zusammenkneifen“, sagte er. Und an Maskenmuffel gerichtet: „Und zwar bitte richtig, meine Damen und Herren - über Mund und Nase“.

Update vom 12. November, 11.12 Uhr: Eine der Schlussfragen in der RKI-PK (heutige Updates seit 10 Uhr) lautet, was das aktuelle Corona-Infektionsgeschehen über den Lockdown-Light im November hinaus bedeutet, und zwar für die deutsche Gastro. Werden die Regeln hier verschärft? RKI-Leiter Wieler antwortet, er habe „tolle Hygienekonzepte“ in Restaurants gesehen - aber diese Konzepte müssten von den Ordnungsämtern auch überprüft werden. „Wenn sie nicht implementiert werden, muss auch sanktioniert werden“, so Wieler. 

Zwischen Ankündigung eines Hygienekonzepts und seiner Umsetzung sei teils „noch viel Luft nach oben“, glaubt Wieler: „Wenn ich mich zumindest an die letzten Wochen erinnere, hatte ich nicht das Gefühl, dass in jedem Restaurant und in jeder Kneipe diese Regeln auch umfänglich umgesetzt wurden.“

RKI-PK zu Coronavirus in Deutschland: „Eine Dunkelziffer haben wir in einem Bereich nicht“

Update vom 12. November, 10.44 Uhr: In der Fragerunde auf der RKI-PK in Berlin (siehe Updates seit heute 10 Uhr) weist ein anwesender Journalist auf die kürzlich geänderten Kriterien für Corona-Tests: Wie vergleichbar sind die Zahlen der Corona-Infizierten dann noch, und welchen Einfluss hat das auf die Dunkelziffer? Eine „sehr gute Frage“, findet RKI-Chef Wieler. Selbstverständlich habe das einen Einfluss auf die Statistik. Das RKI sehe aktuell „größere Verzögerungen“ bei der Meldung der Fallzahlen. 

Ein bisheriger Höchststand der registrierten Infektionen war am Samstag mit 23.399 Fällen innerhalb von 24 Stunden erreicht worden. Die Dunkelziffer kann in Hotspots allerdings vier- bis fünfmal so hoch liegen, so Wieler. „Eine Dunkelziffer haben wir in einem Bereich allerdings nicht: in dem der intensivmedizinisch behandelten Menschen. Da haben wir eine sehr realistische Zahl“, sagt er.

Lothar Wieler, Chef des Robert Koch-Instituts (RKI) und Ute Rexroth, von der Infektionsepidemiologieabteilung des RKI.

Pressekonferenz des RKI zur Corona-Lage in Deutschland aktuell: „Es gibt auch jüngere Intensivpatienten“

Update vom 12. November, 10.20 Uhr: RKI-Leiter Lothar Wieler erläutert bei der Corona-PK in Berlin das sogenannte Intensiv-Register. Engpässe zeichneten sich in den deutschen Kliniken aktuell bei den Räumen und beim Personal ab. „Der Grund ist ganz einfach“, so Wieler. Wegen der hohen Fallzahlen sei nun auch medizinisches Personal infiziert und in Quarantäne. „Der Regelbetrieb muss deshalb bereits in einige Kliniken eingeschränkt werden.“ Auf der offiziellen Webseite www.intensivregister.de findet sich ein täglicher Report zur Corona-Lage.

Update vom 12. November, 10.21 Uhr: „Es gibt aber auch jüngere Intensivpatienten“, fährt Rexroth vom RKI (siehe vorheriges Update) fort. Selbst bei milderen Verläufen einer Sars-CoV-2 Infektion könnten komplizierte Spätfolgen wie etwa Müdigkeit auftreten: „Wir können aktuell die Langzeigfolgen nicht beurteilen.“

Update vom 12. November, 10.14: Ute Rexroth, Leiterin des Lageszentrums, erörtert nach Wielers PK-Einführung die aktuellen bundesweiten Corona-Zahlen in Deutschland. Die Inzidenz steige bei Älteren seit Wochen an, betont Rexroth und zeigt die Verlaufskurven: „Stand gestern hatten wir mehr als 3000 Intensivpatienten.“ Lag die Zahl der Todesfälle mit Covid-19 Anfang Oktober noch im  „niedrigen zweistelligen“ Bereich, „so hatten wir gestern 215 Todesfälle innerhalb eines einzigen Tages“, so Rexroth.

RKI-PK zur Corona-Lage in Deutschland: Lothar Wieler warnt - und ist „vorsichtig optimistisch“

Update vom 12. November, 10.05 Uhr: RKI-Präsident Lothar Wieler, der zusammen mit Ute Rexroth, Leiterin des Lagezentrums, zur Stunde ein Pressebriefing in Berlin gibt, schätzt die Corona-Lage in Deutschland angesichts der aktuellen Neuinfektionszahlen (siehe heutiges Update von 6.40 Uhr) weiterhin als „sehr ernst“ ein: „Die Zahl der schweren Verläufe, der Intensivpatienten und Todesfälle wird weiter steigen. Dies tritt erst mit Zeitverzug ein - aber das wissen wir ja inzwischen“, so Wieler.

Eine Sache stimme ihn aber „vorsichtig optimistisch“. Die Kurve flache sich aktuell ab - „wir wissen aber noch nicht, ob das eine stabile Entwicklung ist. Es zeigt aber, dass wir  diesem Virus nicht hilflos ausgeliefert sind“.

Lothar Wieler, Leiter des deutschen Robert-Koch-Instituts (RKI), bei einer Pressekonferenz zur Corona-Lage in Deutschland (Archivbild).

Coronavirus in Deutschland aktuell: Zahlen steigen - RKI gibt Pressekonferenz in Berlin

Update vom 12. November, 9.52 Uhr: In wenigen Minuten informiert das RKI online in einem Pressebriefing über das Corona-Infektionsgeschehen in Deutschland. Verfolgen Sie das Statement gleich hier.

Update vom 12. November, 9.19 Uhr: Die Corona-Infektionszahlen steigen in Deutschland aktuell zwar weniger rasch an wie in der Vorwoche - aber weiterhin stark. Das RKI in Berlin gibt an diesem Donnerstag von 10 Uhr an eine Online-Pressekonferenz zur Pandemie-Lage. Wir berichten an dieser Stelle fortlaufend von diesem Termin.

Update vom 12. November, 6.40 Uhr: Obwohl sich Deutschland seit Anfang des Monats im Lockdown Light befindet, steigen die Zahlen weiterhin stark an. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet am Donnerstag 21.866 Neuinfektionen die innerhalb der vergangenen 24 Stunden in Deutschland registriert wurden. 215 Personen sind an bzw. mit Corona verstorben. Damit erhöht sich die Zahl der Todesfälle auf offiziell 11.982 Personen. 10 Uhr informiert das RKI in einem Briefing über die aktuelle Lage.

Corona in Deutschland: Bundesland passt Weihnachtsferien an - Das müssen Eltern und Schüler jetzt wissen

Update vom 11. November, 20.20 Uhr: Das bevölkerungsreichste Bundesland Deutschlands hat aufgrund der Corona-Pandemie seine Weihnachtsferien angepasst. So haben die Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen schon zwei Tage früher als ursprünglich geplant frei.

Wie NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer dem WDR sagte, habe man entschieden, auch am 21. und 22.
Dezember freizugeben. Folglich fällt der letzte Schultag vor Weihnachten auf Freitag, den 18. Dezember. Ursprünglich sollten in NRW am 23. Dezember die Winterferien beginnen.

Gemeinsam mit Lehrer-, Eltern- und Schülerverbänden will die FDP-Politikerin in den kommenden Tagen erörtern, wie man den Ausfall im laufenden Schuljahr kompensieren könne.

Update vom 11. November, 16.54 Uhr: „Nur weil zwei, drei Tage etwas anderes ist, ist das noch kein Trend“, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CSU) im ntv Frühstart in Bezug auf das Infektionsgeschehen in Deutschland. Spahn warnt vor falschen Hoffnungen. Doch der Unterschied sei erstmal gut, betonte der Minister (siehe auch Update vom 11. November, 9.46 Uhr). Es gehe darum, die Zahlen weiter und über längere Zeit runterzubringen, um das Gesundheitssystem zu entlasten. Zwei Zahlen machten ihm Sorgen: Leider seien im Moment die Zahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen sowie die der Todesfälle stark gestiegen. Um das in den Griff zu bekommen, müssten die Infektionszahlen runter. 

Die Zahl der belegten Intensivbetten durch Corona-Patienten nimmt zu. Laut dem DIVI-Melderegister sind nun 3.149 Betten belegt – das sind 90 mehr als am Dienstag.

Von den Patienten werden 57 Prozent invasiv beamtet. Die Anzahl der freien Intensivbetten, die die Krankenhäuser melden, sank deshalb weiter auf derzeit 6.720. Der Trend hält seit Tagen an, weil die Infektionszahlen in den vergangenen Wochen stark gestiegen waren.

Corona in Deutschland: Hotspot in Bayern kratzt an der 400er-Marke

Update vom 11. November, 15.07 Uhr: Vor einem Monat schrillten bei einer 7-Tage-Inzidenz* von 35 nur in vereinzelten Regionen die Alarmglocken. Inzwischen liegen die 7-Tage-Inzidenz in sechs Kreisen über 300 (!), wie aus dem Dashboard des Robert-Koch-Instituts (RKI) (Datenstand: 11. November, 0 Uhr) abzulesen ist. Besonders Bayern weist demnach ein extremes Infektionsgeschehen auf.

Nur noch sechs Kreise in Deutschland sind keine Corona-Hotspots - Stand Mittwoch. Der Landkreis Plön und die Stadt Flensburg (Schleswig-Holstein), der Landkreis Holzminden (Niedersachsen), die Mecklenburgische Seenplatte, der Landkreis Dahme-Spreewald (Brandenburg), sowie der Wartburgkreis (Thüringen) haben jeweils einen Inzidenzwert unter 25. In den vergangen sieben Tagen wurden dort weniger als 25 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner registriert. Bundesweit liegt die 7-Tage-Inzidenz momentan bei 138,1.

Corona in Deutschland: 7-Tage-Inzidenz über 300

  • Landkreis Traunstein (Bayern) - 382,9
  • Augsburg (Stadt) (Bayern) - 314,2
  • Rosenheim (Stadt) (Bayern) - 311,6
  • Offenbach am Main (Stadt) (Hessen) - 310,9
  • Landkreis Bautzen (Sachsen) - 304,6
  • Landkreis Freyung-Grafenau (Bayern) - 301,2

Update vom 11. November, 12.13 Uhr: „Der Schutz der Gesundheit von Pflegebedürftigen hat höchste Priorität, aber Schutz allein kann nicht die einzige Antwort sein, denn gerade ältere Menschen leiden unter Einsamkeit, pflegebedürftige Menschen brauchen neben Schutz vor allem auch Zuwendung.“ Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, pflegebedürftige Menschen auch in der Corona-Pandemie nicht allein zu lassen. Wichtig sei es, „Spielräume für soziale Kontakte und Besuche auszuschöpfen“, sagte sie in einer am Mittwoch ausgestrahlten Videobotschaft an den Deutschen Pflegetag in Berlin. Die Bundeskanzlerin sagte kürzlich ntv-Informationen zufolge: „Über Lockerungen brauchen wir nicht zu sprechen. Eventuell müssen wir sogar nachlegen.“

Update vom 11. November, 11.08 Uhr: Schulen und Kitas sollen beim Lockdown light offen bleiben. Damit der Unterricht an den Schulen möglich ist, hat beispielsweise Bayern die Maskenpflicht auch für Grundschüler im Klassenzimmer ausgeweitet. 300.000 Schülerinnen und Schüler befinden sich laut einem Medienbericht derzeit in Quarantäne (siehe Update vom 11. November, 7.49 Uhr). Dazu sind 30.000 Lehrkräfte betroffen.

Die Situation spiegelt sich auch in den Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) wider. Im aktuellen RKI-Lagebericht die altersspezifischen Anteile als 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner nach Meldewoche dargestellt. Gerade in der Altersgruppe 0 bis 9 Jahre und 10 bis 19 Jahren sind die Fallzahlen deutlich gestiegen.

Corona in Deutschland: Spahn sieht „ermutigende“ Anzeichen

Update vom 11. November, 9.46 Uhr: Die aktuellen Corona-Fallzahlen sind laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ein Anzeichen für eine positive Veränderung. Die Dynamik des Infektionsgeschehens habe sich in den vergangenen Tagen „deutlich reduziert“, sagte Spahn am Mittwoch in der Sendung „Frühstart“ der Fernsehsender RTL und ntv. „Es steigt noch, aber es steigt weniger stark. Das ist erstmal ermutigend, aber es reicht noch nicht.“ Noch sei es zu früh, von einer „Trendwende“ zu sprechen.

In den vergangenen 24 Stunden wurden in Deutschland 18.487 Corona-Neuinfektionen (Vortag: 15.332) und 261 Todesfälle (Vortag: 154) verzeichnet, teilt das Robert-Koch-Institut (RKI) mit. Zum Vergleich: vergangenen Mittwoch wurden 17.214 Corona-Fälle erfasst (siehe Update vom 11. November, 6.23 Uhr).

Das 7-Tage-R liegt bei 0,92 (Vortag: 0,98), schreibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht (10. November). Dieser Wert spiegelt das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt das 7-Tage-R unter 1 flaut das Infektionsgeschehen ab.

Es steigt noch, aber es steigt weniger stark. Das ist erstmal ermutigend, aber es reicht noch nicht.“

Gesundheitsminister Jens Spahn

Corona in Deutschland: Was passiert mit den Weihnachtsferien?

Positiv äußerte sich Spahn zu einem Vorschlag von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), die Weihnachtsferien wegen der Corona-Pandemie früher zu starten. „Das ist sicherlich ein Teil der Debatte“, sagte der Minister. Für Eltern, Kinder und Lehrer sei Planbarkeit wichtig. „Das wäre mit so einer Maßnahme gegeben.“ Für größere Weihnachtsfeiern sieht Spahn hingegen keinen Spielraum.

Spahn sieht bei Corona-Zahlen „ermutigende“ Anzeichen für Veränderung.

300.000 Schüler in Deutschland in Corona-Quarantäne

Update vom 11. November, 7.49 Uhr: Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Schülerinnen und Schüler in Deutschland ist laut einem Zeitungsbericht deutlich gestiegen. Wie die Bild unter Berufung auf den Deutschen Lehrerverband berichtet, befinden sich derzeit mehr als 300.000 Schülerinnen und Schüler in Corona-Quarantäne. Ende September waren es demnach noch rund 50.000 gewesen. Die Zahl der Lehrerinnen und Lehrer in Quarantäne liege aktuell bei bis zu 30.000.

Die Folge seien immer mehr Schulschließungen, sagte Lehrerverbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der Zeitung: „Wir erleben an den Schulen jetzt einen Salami-Lockdown.“ Damit meinte er die schrittweise Schließung von immer mehr Schulen.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete und Hamburger CDU-Landeschef Christoph Ploß forderte die Landesregierungen zu mehr Sicherheitsvorkehrungen an Schulen auf. Es müssten alle Klassenräume schnellstmöglich mit Belüftungsanlagen und Plexiglas-Trennwänden ausgestattet werden.

Corona-Schnelltests könnten bald auch in den Schulen zum Einsatz kommen. (Symbolbild)

Coronavirus: Neuinfektionen überschreiten Marke von 18.000 - Mehr als 260 Covid-19-Tote an einem Tag

Update vom 11. November, 6.23 Uhr: In Deutschland sind mehr als 18.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages verzeichnet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI)* am Mittwochmorgen mitteilte, wurden 18.487 neue Ansteckungsfälle erfasst. Dies war deutlich weniger als der Rekordwert von 23.399 Fällen, den das Institut am vergangenen Samstag gezählt hatte.

Die Zahl der mit dem Coronavirus in Zusammenhang stehenden Todesfälle in Deutschland stieg demnach auf 11.767 - dies waren 261 mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen lag bei etwa 454.800.

Corona-Infektionen bisher705.687 Menschen in Deutschland haben sich laut RKI nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert.
Corona-Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden18.487
Todesfälle in Verbindung mit einer Coron-Infektion11.767
Aktive Corona-Fälle in Deutschland239.120

Coronavirus: Deutschland nimmt wieder Intensiv-Patienten von Nachbarn auf - „Uns fehlen Betten“

Update vom 10. November, 22.50 Uhr: Geht es nach den Erhebungen der Johns Hopkins Universität, ist die Zahl der Corona-Toten in Deutschland binnen 24 Stunden nochmal deutlich gestiegen.

Demnach wurden bis Dienstagabend, 22 Uhr, 195 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem heimtückischen Coronavirus registriert. Noch im Verlauf des Tages hatte das Robert-Koch-Institut (RKI) aus Berlin 154 Covid-19-Todesopfer innerhalb von 24 Stunden vermeldet.

Französische Soldaten bringen in einem NATO-Helikopter 90 einen schwer erkrankten Corona-Patienten nach Deutschland. (Archivfoto)

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: 15.332 neue Corona-Fälle innerhalb von 24 Stunden

Erstmeldung vom 10. November: München/Dortmund - 15.332 neue Corona*-Fälle innerhalb von 24 Stunden. Die Zahl der registrierten Toten, die sich mit dem Coronavirus* infiziert hatten, stieg um 154 - an nur einem Tag.

Die Statistiken vom Dienstag, 10. November, veranschaulichten nochmal deutlich, wie ernst die Lage in der Pandemie in diesem Monat in Deutschland ist. Und das nur kurz nach der Meldung, dass offenbar ein wirksamer Corona-Impfstoff* entwickelt wurde.

Corona-Pandemie in Deutschland: Bundesrepublik nimmt Covid-19-Patienten aus Frankreich auf

441.200 Menschen gelten bundesweit mittlerweile als von Corona* genesen. Die Anspannung ist greifbar - überall. Und doch scheint Deutschland vergleichsweise gut durch diese Covid-19-Krise zu kommen. Wenn man das in diesem Kontext überhaupt sagen kann. Für diesen Eindruck genügt ein Blick zum westlichen Nachbarn Frankreich.

41.094 Menschen sind dort, ebenfalls Stand 10. November, an oder mit dem Coronavirus gestorben. Und: Die Intensivstationen sind offensichtlich am Limit. Deutschland nimmt deshalb wieder Patienten aus Frankreich auf, um sie hierzulande intensiv medizinisch zu behandeln.

Konkret: Am Dienstag wurde ein schwer an Covid-19 erkrankter Mann per Helikopter aus Frankreich nach Dortmund gebracht. Das berichtet das heute journal.

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Intensivstationen und Intensivbetten im Fokus

„Uns fehlen Betten. Durch die Verlegungen können wir andere Erkrankte aufnehmen. Das Bett dieses Patienten wird in wenigen Stunden wieder belegt sein,“ erklärte der französische Notfallarzt Fabien Lambiotte dem ZDF. Hilft Deutschland mit weiteren Intensivbetten? Fakt ist: Die Intensivstationen stehen in dieser Phase der Corona-Krise mehr denn je im Fokus - auf beiden Seiten des Rheins.

Verfolgen Sie alle Entwicklungen zur Corona-Pandemie in Deutschland hier im News-Ticker. (pm) *Merkur.de ist Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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