Cannabis aus regionalem Anbau - in Deutschland wird bald tonnenweise Gras angebaut

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In Deutschland wird bald tonnenweise Cannabis angebaut.

Für medizinische Zwecke dürfen zwei Firmen in Deutschland künftig mehrere Tonnen Cannabis anbauen. Im Herbst wollen die Firmen das erste Mal ernten.

Für medizinische Zwecke dürfen zwei Firmen in Deutschland künftig mehrere Tonnen Cannabis anbauen. Im Herbst 2020 wollen die Firmen das erste Mal ernten.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte gab am Mittwoch in Bonn bekannt, dass das Berliner Unternehmen Aurora Produktions GmbH den Zuschlag bekommen habe.

Eine Tonne Gras darf die Firma im Jahr anbauen, für einen Zeitraum von vier Jahren. Also darf die Firma insgesamt vier Tonnen Cannabis anbauen. Außerdem darf die Firma Aphria Deutschland GmbH aus Bad Bramstedt (Schleswig-Holstein) 0,8 Tonnen jährlich anbauen. Im Herbst 2020 soll die erste Ernte erfolgen.

Scher kranke Patienten mit Cannabis versorgen

"Die heutige Zuschlagserteilung ist ein wichtiger Schritt für die Versorgung schwer kranker Patientinnen und Patienten mit in Deutschland angebautem Cannabisin pharmazeutischer Qualität", erklärte der Präsident des Bundesinstituts, Karl Broich.

Die Ausschreibung umfasst eigentlich insgesamt 10,4 Tonnen der Hanfpflanze in pharmazeutischer Qualität. Doch von den 13 Losen - wie die Teilmengen genannt werden - konnten vier nicht vergeben werden. Ein unterlegener Bieter hat eine Nachprüfung beantragt.

Anfang Mai kommt die erste Cannabis-Plantage

Die Firma Aurora Deutschland will nach eigenen Angaben schon Anfang Mai den ersten Spatenstich machen. In einem Biochemiepark in Leuna (Sachsen-Anhalt) sollen die Pflanzen wachsen. Die Firma gehört zum börsennotierten kanadischen Konzern Aurora CannabisInc.

Seit März 2017 können sich Patienten in Deutschland medizinisches Cannabisregulär beim Arzt verschreiben lassen. Die Pflanze soll etwa Spastiken bei Multipler Sklerose oder chronische Schmerzen lindern. Seither erlebt das Mittel einen Boom. Derzeit wird die Hanfpflanze zu medizinischen Zwecken komplett aus dem Ausland importiert. Mit dpa-Material