Polizei befreit vermisstes Mädchen (12) aus Campingwagen - Sexueller Missbrauch nicht ausgeschlossen

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Wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs hat die Polizei in Bonn eine Zwölfjährige aus diesem Campingwagen befreit. Foto: Polizei Bonn

Die Polizei befreite am Sonntag (3. März) ein zwölfjähriges Mädchen aus einem Wohnwagen. Sie geht von einem möglichen Missbrauch aus.

Polizisten haben am Sonntag (3. März) ein Mädchen (12) aus einem Wohnwagen in einem Naherholungsgebiet in Bonn befreit. Die Polizei vermutet einen sexuellen Missbrauch und hat die zwei Tatverdächtigen vorläufig festgenommen.

Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um einen 54-jährigen Mann und seine vier Jahre jüngere Freundin. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bonn wurde der Tatverdächtige am Montag einer Haftrichterin vorgeführt.

Die Richterin erließ einen Haftbefehl gegen den 54-Jährigen wegen des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs. Die Polizei setzte die Freundin des Tatverdächtigen wieder auf freien Fuß.

Verdacht auf sexuellen Missbrauch in Bonn

Das betroffene Mädchen soll laut Polizei aus NRW stammen und mit dem Tatverdächtigen flüchtig bekannt gewesen sein. Mehr Informationen möchte die Polizei aus Opferschutzgründen nicht bekannt geben.

Die Zwölfjährige wurde bereits am 28. Februar (Donnerstag) als vermisst gemeldet. Sie soll aus einem Kinderheim davon gelaufen sein.

Erneuter Missbrauchsfall erinnert an Lügde

Auch wenn der Fall sehr an Lügde erinnert, sei es laut eines Polizeisprechers noch zu früh, um Parallelen zu ziehen. Die Polizei müsste zunächst diesen Sachverhalt sorgfältig aufklären.

Nach einer ersten Vernehmung übergab die Polizei die Zwölfjährige an das zuständige Jugendamt. Die Polizei stellte zwei Wohnwagen für die Spurensicherung sicher und schleppte sie ab.