Jan Böhmermann will 2020 SPD-Vorsitzender werden - und vergleicht Partei mit brennendem Amazonas

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Jan Böhmermann ist der SPD beigetreten. Sein Ziel: Der Parteivorsitz. Das sagte ihm der ehemalige Bundeskanzler Willy Brand im Traum.

Jan Böhmermann bezieht Stelellung. Der Neo-Magazin-Royal-Moderator wird nicht SPD-Vorsitzender. Er vergleicht die Partei mit dem brennenden Amazonas.

Jan Böhmermann wird nicht Vorsitzender der SPD. Der Satiriker und Moderator, der in seiner Sendung Neo Magazin Royal angekündigt hatte, Vorsitzender der Sozialdemokraten zu werden und dazu den Hashtag #neustart19 ins Leben gerufen hat, ist gescheitert. Dazu bezog er am heute (Montag, 2. September) bei Youtube Stellung.

  • Jan Böhmermann wird nicht Vorsitzender der SPD.
  • In einem Youtube-Video bezog der Satiriker und Moderator vom Neo Magazin Royal Stellung.

Böhmermann beginnt die Stellungnahme ernst und mit "liebe Genossinnen, liebe Freund, liebe Doris". Es sei ein schwarzer Tag für die Sozialdemokratie und für ihn selbst gewesen.

Böhmermann erklärt bei Youtube, wie es für ihn und den SPD-Vorsitz weitergeht

Es seien 72 aufregende Stunden für das Team #neustart19 gewesen. Sein Team und er seien sich sicher gewesen, dass es möglich war. Es habe allerdings ganz knapp nicht gereicht.

Böhmermann bedankt sich bei allen SPD-Mitgliedern und Personen, die ihn und sein Team bei dem Vorhaben, SPD-Vorsitzender zu werden, unterstützt hatten.

Dann erklärt er, wie es nun weiter gehen würde und zieht einen Vergleich mit einem aktuell sehr brisanten Thema. Böhmermann sagt, dass die SPD aktuell so wie der brennende Amazonas sei.

"Die Sozialdemokratie ist das deutsche Amazonasgebiet. Sie wurde für Marktinteressen und einfachen Profit in Brand gesteckt", so der Neo-Magazin-Royal-Moderator, der bei der ersten Sendung nach der Sommerpause angekündigt hatte, dass in diesem Jahr alles "zerfickt" werden würde.

Die Sozialdemokratie dürfe die "Hilfe von außen nicht weiter verweigern". Man müsse die rote Lunge Deutschlands retten, ob sie wolle oder nicht.

Böhmermann: "Der geilste Fleck auf dieser Welt - der Landkreis Anhalt-Bitterfeld"

Böhmermann, der zusammen mit Klaas Heufer-Umlauf zahlreiche Spenden für die Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete gesammelt hatte, will seinen offiziellen Antrag zur Mitgliedschaft bei der SPD nicht zurückziehen. Er will vor dem 16. September Mitglied werden - im Ortsverein Köthen, Sachsen-Anhalt.

Sein Team prüfe aktuell außerdem die juristische Anfechtbarkeit seiner Nicht-Zulassung zur Wahl um den SPD-Vorsitz. "Wer mich kennt, weiß, wo ein Wille ist, ist auch ein Rechtsanwalt", so der Satiriker.

Böhmermann, der im Juni CDU-Zerstörer Rezo zu Gast hatte, kündigt zudem an, sich noch einmal für den SPD-Vorsitz zur Wahl zu stellen. Schätzungsweise im Frühjahr 2020 sei das wieder der Fall. Das Team und er seien dann noch besser vorbereitet. "Dann wird es klappen", so der Neo-Magazin-Royal-Moderator.

In der Sendung am kommenden Donnerstag (5. August) kündigt er zudem an, die Ereignisse zu analysieren.

Böhmermann, der bald zum ZDF Hauptsender wechselt, verabschiedet sich mit einem "Vor dem Aufbruch kommt das Aufbrechen, liebe Genossen. Packen wir es an."