Böhmermann und Klaas sammeln Spenden für Sea-Watch-Kapitänin - schon über 600.000 Euro

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Jan Böhmermann und Klaas Heufer-Umlauf haben zu Spenden für die Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete aufgerufen. Foto: dpa

Nachdem die Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete am Samstag festgenommen wurde, haben Jan Böhmermann und Klaas Heufer-Umlauf zu Spenden aufgerufen.

Die Fernsehmoderatoren Jan Böhmermann und Klaas Heufer-Umlauf haben zu Spenden für die Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete aufgerufen.

  • In einem YouTube-Video rufen Jan Böhmermann und Klaas Heufer-Umlauf zu Spenden auf.
  • Damit sollen die Rechtskosten der festgenommenen Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete bezahlt werden.
  • Bereits über 600.000 Euro an Spenden.

Nachdem die Kapitänin der deutschen Hilfsorganisation Sea Watch Carola Rackete am Freitag (28. Juni) in Italien verhaftet wurde, haben sich die Fernsehmoderatoren Jan Böhmermann und Klaas Heufer-Umlauf nun ebenfalls zu den Ereignissen geäußert.

Böhmermann und Heufer-Umlauf rufen zu Spenden für Sea-Watch-Kapitänin auf

In der Nacht zu Sonntag (30. Juni) posteten die beiden ein knapp fünfminütiges Video, in dem sie über die Festnahme von Carola Rackete und das Verhalten der italienischen Regierung sprechen.

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"Mit den Ereignissen der letzten Tagen hat diese unmenschliche, kaltblütige und skrupellose Politik einen neuen Tiefpunkt erreicht", so Böhmermann, der bald zum Hauptsender ZDF wechselt. "Wer Menschenleben rettet, ist kein Verbrecher", so das gemeinsame Statement.

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Wie die meisten könnten auch sie nicht persönlich vor Ort im Mittelmeer helfen. "Darum möchten wir spenden und gemeinsam mit Euch Geld sammeln." Auf der Crowdfunding-Plattform leetchi.com erstellten sie unter dem Titel "Leben retten ist kein Verbrechen: Lasst uns die Seenotretter retten" eine Spendenseite.

Böhmermann und Heufer-Umlauf: Schon über halbe Million Euro für Rackete gesammelt

Mittlerweile sind bereits über 600.000 Euro auf der Plattform eingegangen. Die Aktion soll bis Ende Juli laufen. Von dem Geld sollen die womöglich anfallenden Rechtskosten der Kapitänin bezahlt werden.

Die Kapitänin hatte mit ihrem Rettungsschiff "Sea-Watch 3" in der Nacht zu Samstag im Hafen von Lampedusa angelegt. Zuvor hat sie mit 40 Migranten mehr als zwei Wochen auf offener See verbracht.

Die italienischen Behörden haben Rackete festgenommen und das Schiff beschlagnahmt. Der Kapitänin droht nun eine hohe Geldstrafe, im schlimmsten Fall Haft.

Seenotrettung auch ein Thema in Dortmund

Seenotrettung ist auch in Dortmund ein Thema: Oberbürgermeister Ullrich Sierau hatte Innenminister Horst Seehofer aufgefordert, Flüchtlinge aus Seenot zu retten.

Zuvor hatte bereits der Stadtrat beschlossen, mehr Flüchtlinge in Dortmund aufzunehmen. Die Grünen forderten schon länger, dass Dortmund sich an der Seenotrettung im Mittelmeer beteiligt und mehr Flüchtlinge aufnimmt.