Verhandlung platzt

Nach Massenunfall: Wegen Corona entkommt Angeklagte dem Verfahren - vorerst

Eine junge Frau aus Hamm hat in Bergkamen einen schweren Unfall verursacht. Sie sollte sich dafür jetzt in Kamen vor Gericht verantworten. Allerdings sorgte das Thema Corona, das unerwartet aufkam, dafür, dass der Richter den Prozess in einem schriftlichen Verfahren erledigte. (Symbolbild)
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Eine junge Frau aus Hamm hat in Bergkamen einen schweren Unfall verursacht. Sie sollte sich dafür jetzt in Kamen vor Gericht verantworten. Allerdings sorgte das Thema Corona, das unerwartet aufkam, dafür, dass der Richter den Prozess in einem schriftlichen Verfahren erledigte.(Symbolbild)

Nach einem Massenunfall muss sich eine junge Frau verantworten - doch bei der Verhandlung steht Corona plötzlich bedrohlich im Raum.

Hamm/Bergkamen/Kamen - Hohe Geschwindigkeit, bei Rot über die Ampel, Handy am Steuer: Eine Frau aus Hamm (NRW) hat  einen schlimmen Unfall verursacht und viele Verkehrsdelikte begangen. Jetzt soll die Frau zur Verantwortung gezogen werden. Allerdings macht das Coronavirus dem Gericht in NRW einen Strich durch die Rechnung.

Zwar erschienen die 25-Jährige aus Hamm und ihr Ehemann pünktlich am Gericht in Kamen, berichtet wa.de*. Betreten sollten die beiden das Gericht allerdings nicht. Der Grund: der Mann. Er arbeitete zum Zeitpunkt des Corona-Ausbruchs in Gütersloh an den Unterkünften der Tönnies-Mitarbeiter. Nach eigenen Aussagen könne er nicht ausschließen, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, sagte er. Der Richter wollte keine Ansteckung mit dem Coronavirus riskieren. Das Verfahren wurde auf andere Weise vollzogen. *wa.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.