Baby stirbt nach Beschneidung Zuhause - Junge wurde nur 5 Monate alt

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Beschneidung - im Krankenhaus risikoarm

Nur fünf Monate durfte der kleine Junge leben, dann starb er an den Folgen seiner Beschneidung. Die hatten seine Eltern durchgeführt - Zuhause.

Nur fünf Monate durfte der kleine Junge leben, dann starb er an den Folgen einer starken Blutung im Krankenhaus. Seine Eltern führten an dem Baby die Beschneidung durch - Zuhause.

Was in einem Krankenhaus wohl nur ein kleines, kalkulierbares Risiko bedeutet hätte, endete für das fünf Monate alte Baby nahe Bologna in Italien tödlich. Denn anstatt mit ihrem Sohn die Beschneidung von einem Facharzt in einer Klinik durchführen zu lassen, entschieden sich die Eltern ihren Jungen in einer religiösen Zeremonie Zuhause zu beschneiden, berichtet der Focus.

Beschneidung führte zu Herzstillstand

Jetzt wird gegen die Eltern des Babys wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Sie sollen die Beschneidung an ihrem Wohnort in Scandiano, einem Ort nahe Bologna in Italien, selbst durchgeführt haben. In der Nacht zum Samstag (23. März) soll sich nach der Beschneidung der Zustand des kleinen Jungen dramatisch verschlechtert haben. Es kam zu Blutungen und einem Herzstillstand. Das Baby überlebte nicht.

Wie der Focus weiter berichtet, ist das nicht der erste Fall dieser Art gewesen. Erst im Dezember war in Rom ein zwei Jahre altes Kind infolge einer Beschneidung zuhause gestorben.

Gründe für eine Beschneidung

Vor allem muslimische und jüdische Familien lassen ihre Söhne aus religiösen Gründen beschneiden. Aber auch hygienische oder medizinische Gründe können für eine Beschneidung sprechen. Zum Beispiel wenn es immer wieder zu Entzündungen der Vorhaut, Eichel oder der Harnwege kommt, informiert die Deutsche Gesellschaft für Urologie.

Bei der Beschneidung (Zirkumzision) wird ein beweglicher Hautlappen, der die Eichel des männlichen Gliedes umschließt (Vorhaut), ganz oder teilweise entfernt.