Winzig wie ein Baby und ohne Zähne: Vegan ernährtes Mädchen ist völlig unterentwickelt

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Dieses Mädchen aus Australien wurde vegan ernährt. Foto: Hanna Higgins/AAP/dpa

Eltern aus Australien haben ihre 19 Monate alte Tochter vegan ernährt. Weil das Kind völlig unterentwickelt ist, wurden sie jetzt verurteilt.

Weil sie ihr Kind streng vegan ernährten, haben Eltern aus Australien die Gesundheit ihrer 19 Monate alten Tochter verspielt. Deshalb wurden sie jetzt verurteilt.

  • Das Mädchen ist auf dem Entwicklungsstand eines drei Monate alten Kindes.
  • Gesunde Kinder im Alter von 19 Monaten können in der Regel bereits sicher laufen.
  • Richterin hielt die vegane Ernährung für "völlig unangemessen"

Das Kind auf dem Foto sieht aus wie ein erst wenige Wochen altes Baby. Dabei ist das kleine Mädchen bereits über ein Jahr alt. Ihre Eltern hatten ihr Kind streng vegan ernährt. Ihre Tochter ist dadurch völlig unterentwickelt.

In Portugal ist ein Baby ohne Augen und Nase zur Welt gekommen. Der zuständige Gynäkologe hatte die Fehlbildungen bereits während der Schwangerschaft gesehen, aber nichts unternommen.

Vegane Ernährung für Kinder ungeeignet

Anders als bei einer vegetarischen Ernährung durfte ihre Tochter weder Fleisch noch Fisch oder andere tierisches Produkt essen. Also auch keine Milch, kein Käse oder gar Eier. Das Paar aus Australien gab dem Kind stattdessen ausschließlich pflanzliche Produkte: Obst, Haferflocken, Kartoffeln, Reis, Tofu, Brot, Erdnussbutter und Reismilch.

Durch die vegane Ernährung war das Kind im Alter von 19 Monaten erst so weit entwickelt, wie es andere Kinder im Alter von drei Monaten sind. Das Mädchen hatte weder Zähne, noch konnte es sitzen oder laufen. Sie wog nicht einmal fünf Kilogramm.

Bekannt wurde der Fall erst, als das Mädchen mit Krämpfen ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Jetzt mussten sich die Eltern für ihr verantwortungsloses Verhalten vor Gericht verantworten und wurden zu 300 Sozialstunden verurteilt.

Eltern handelten verantwortungslos

Die Richterin Sarah Huggett wandte sich mit deutlichen Worten an das Paar: Die Ernährung des Kindes sei "völlig unangemessen" gewesen. "Es liegt in der Verantwortung aller Eltern dafür zu sorgen, dass die Ernährung ihrer Kinder ausgewogen ist und ausreichend Nährstoffe enthält, um richtig zu wachsen."

Auch der Vorsitzende der Veganen Gesellschaft Deutschland, Christian Vagedes, warf dem australischen Elternpaar Unwissenheit vor: Wer sein Kind vegan ernähre, müsse sehr genau darauf achten, dass die Nahrung alle wichtigen Nährstoffe enthalte.

Muttermilch, oder ein adäquater Ersatz mit entsprechend viel Vitamin B12, sei unerlässlich. Sonst schade man der Gesundheit des Kindes.

Die Kleine ist nun in der Obhut von Verwandten. Mit dpa-Material