Ausbruch des Stromboli: Menschen sprangen aus Angst ins Meer - ein Toter

+
Ausbruch des Stromboli 2019

Ein heftiger Ausbruch des Vulkans Stromboli am Mittwoch (3. Juli) in Italien hat Touristen und Einwohnern Panik versetzt. Mindestens einen Mensch starb.

Ein heftiger Ausbruch des Vulkans Stromboli am Mittwoch (3. Juli) in Italien hat Touristen und Einwohnern Angst und Schrecken versetzt. Mindestens einen Mensch starb.

  • Der Stromboli bildet eine kleine Insel vor der Küste Italiens.
  • Die Insel ist bei Touristen sehr beliebt.
  • Ein Wanderer der auf der Insel unterwegs war, kam bei dem Ausbruch ums Leben.

Tausende Touristen zieht es jedes Jahr nach Italien. Der Stromboli ist eins der beliebtesten Ziele für Italienreisende. Doch er ist auch einer der aktivsten Vulkane der Welt. Am Mittwoch (3. Juli) brach der Vulkan aus. Mehrere heftige Explosionen versetzten die Menschen auf der Insel in Angst und Schrecken. Mindestens ein Mensch überlebte den Ausbruch nicht.

Stromboli spuckt Lava und Rauch

Wie italienische Medien berichten, seien die Menschen in Panik ins Meer gesprungen, als der Vulkan ausbrach und Rauch und Lava ausspuckte. Am Hang des Vulkans seien Feuer ausgebrochen und Lavabrocken seien herabgefallen, beschreibt Feuerwehrkommandant Giuseppe Biffarella gegenüber italienischen Nachrichten- und Presseagentur Ansa die Situation.

Ein Wanderer sei gestorben, als er am Mittwoch an dem Vulkan auf der gleichnamigen Insel unterwegs war, teilte der Bürgermeister der Gemeinde Lipari mit. Ein Zweiter soll verletzt worden sei.

Öffnen auf twitter.com

Der Stromboli gehört zu den aktivsten Vulkanen in Italien. Nur etwa 500 Menschen wohnen permanent auf der Insel des Vulkans. Jedes Jahr zieht es jedoch vor allem im Sommer sehr viele Touristen auf die Insel.

Auch in NRW gibt es aktive Vulkane. Im Januar bebte die Eifel.

Vulkan-Insel nicht evakuiert

Der Bürgermeister von Lipari, einer Nachbarinsel des Stromboli, sagte der Nachrichtenagentur ADN Kronos, die Lage sei unter Kontrolle. Für die, die Vulkaninsel verlassen wollten, gebe es einen Transport nach Lipari. Die Insel, auf der etwa 500 Menschen leben, wurde jedoch nicht evakuiert.

Nur einige hundert Seemeilen entfernt legte Sea Watch Kapitänin Carola Rackete vor wenigen Tagen in Lampedusa an. Die kleine italiensiche Insel liegt südlich von Sizilien.

Die gestrigen Explosionen gehörten zu den stärksten seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1985. Kleinere Eruptionen gibt es auf der süditalienischen Insel etwa alle zehn Minuten. Der letzte große Ausbruch ereignete sich im Dezember 2007.

Auch 2002 gab sich der Stromboli sehr unruhig: Damals rutschte nach einer Eruption ein Felshang vom Kegel des Hauptkraters ins Meer. Die abgerutschten Felsen lösten eine fast zehn Meter hohe Flutwelle aus, die auch die Nachbarinseln Lipari und Panarea erfasste.