Zwei Verletzte nach Schüssen vor Moschee - mutmaßlicher Schütze tot

Ein Mann eröffnet vor einer Moschee das Feuer. Zwei Menschen werden getroffen. Foto: Uwe Anspach/dpa
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Ein Mann eröffnet vor einer Moschee das Feuer. Zwei Menschen werden getroffen. Foto: Uwe Anspach/dpa

Schrecken in Brest in der Bretagne: Ein Mann eröffnet vor einer Moschee das Feuer. Zwei Menschen werden getroffen. Kurz danach findet die Polizei den Täter.

Schrecken in Brest in der Bretagne: Ein Mann eröffnet vor einer Moschee das Feuer. Zwei Menschen werden getroffen - darunter ein bekannter Imam. Kurz danach findet die Polizei den Täter.

  • Nachdem der Mann auf zwei Menschen geschossen hat, floh er mit einem Auto.
  • Später wurde die Leiche des mutmaßlichen Täters gefunden.
  • Die beiden Opfer seien nicht in Lebensgefahr.

Ein Mann hat vor einer Moschee in der Bretagne einen bekannten Imam und einen weiteren Menschen angeschossen und verletzt. Anschließend floh der Schütze am Donnerstagnachmittag (27. Juni) mit einem Auto. Wenige Stunden später wurde die Leiche des mutmaßlichen Täters entdeckt. Er habe sich selbst getötet, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Hintergründe des Vorfalls in Brest blieben zunächst unklar.

Auch deutsche Moscheen wurden angegriffen

Erst im März sind 49 Menschen bei einem Anschlag auf zwei Moscheen in Neuseeland ums Leben gekommen. Auch in Deutschland kommt es immer wieder zu Anschlägen und Drohungen.

Im Mai gab es einen Brandanschlag auf eine Moschee in Hagen. Bei diesem Vorfall ist zum Glück niemand verletzt worden. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. Im Januar gab es eine Bombendrohung in einer Mülheimer Moschee, kürzlich kam es zudem zu einem Zwischenfall in Schwelm.

Brest: Polizei prüft Zusammenhang zwischen Tatort Moschee und Tat

Die Anti-Terror-Spezialisten der Pariser Staatsanwaltschaft prüften am Abend den Fall. Man stehe eng mit der Staatsanwaltschaft in Brest in Kontakt, hieß es. Innenminister Christophe Castaner hatte kurz nach dem Vorfall dazu aufgerufen, Gotteshäuser im Land stärker zu überwachen. Die Polizei teilte mit, sie prüfe, ob es einen Zusammenhang mit dem Tatort - der Moschee - und den Schüssen gebe.

Die beiden Verletzten wurden in ein Krankenhaus gebracht. Der zuständigen Präfektur zufolge waren sie nicht in Lebensgefahr. Der Polizei zufolge handelt es sich bei einem der Beiden um den Imam der Moschee. Dieser ist im Netz - etwa auf YouTube - sehr erfolgreich und hat Hunderttausende Follower. Seine Videos sind umstritten - Medienberichten nach war er in der Vergangenheit auch im Fokus der Behörden.

Schütze fuhr mit einem Auto vor - dann schoss er

Die Tat hatte sich kurz nach 16 Uhr in Pontanézen, einem Stadtteil von Brest, ereignet. Der Schütze soll mit dem Auto zur Moschee gefahren sein und sich dort mit einem Mann unterhalten haben, wie mehrere Medien berichteten. Schließlich fielen Schüsse, der Täter flüchtete mit dem Auto. Dem Sender France 3 zufolge wurde seine Leiche nicht weit vom Tatort entfernt gefunden. Ermittler hätten zuvor das leere Auto entdeckt. Mit dpa-Material