Atombomben gegen Hurrikans - handelt es sich bei der absurden Idee von Trump um Fake News?

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US-Präsident Donald Trump. Foto: Susan Walsh/AP/dpa

Kann man eine Atombombe in das Auge eines Hurrikans werfen, um diesen aufzuhalten? Trump machte diesen absurden Vorschlag. Hier alle Infos zu seinen Plänen.

Fast jährlich gehen die Horrormeldungen aus den USA um die Welt: Immer wieder suchen Hurrikans das Land heim. Laut dem Nachrichtenportal Axios ließ US-Präsident Trump eine Methode prüfen, wie die Katastrophen in Zukunft ausbleiben könnten. Jetzt streitet er die Nachricht ab.

  • US-Präsident Trump schlug angeblich vor, Atombomben in das Auge eines Hurrikans zu werfen.
  • Bereits in den 50iger Jahren lies ein Präsident der USA die Idee prüfen.
  • Dann streitet Trump ab, das je gesagt zu haben.

Update, Montag (26. August), 16.11 Uhr: Es ist mal wieder soweit. Trump sagt angeblich etwas und zieht es wenige Stunden später wieder zurück. Ähnliches passierte jetzt auch mit der Idee der Hurrikane-Bekämpfung. Er dementierte die Aussage, Hurrikanes mit Atombomben bekämpfen zu wollen.

Erstmals hatte das US-Nachrichtenportal Axios darüber berichtet. "Ich habe das nie gesagt, das sind Fake News", twitterte Trump nun daraufhin.

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Erstmeldung, Montag (26. August): Hurrikans mit Atombomben bekämpfen - die Idee klingt absurd. Aber genau das ist der Plan von US-Präsident Trump.

Die Zeit, in der die Wirbelstürme in den USA besonders häufig auftreten können, dauert von Juni bis November an. Anlässlich der jährlich auftretenden Stürme erkundigte sich Trump daher bei einem Briefing zu dem Thema über diese verrückte Möglichkeit.

Trumps Idee löst Fassungslosigkeit aus

Wie die Nachrichtenseite Axios berichtete, verließen daraufhin mehrere Teilnehmer irritiert die Runde. Ein Regierungsvertreter kommentierte jedoch, dass der Vorschlag von Trump nicht schlecht sei.

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Wann genau die Sitzung stattgefunden habe, schrieb das Nachrichtenportal nicht, brachte dafür aber in Erfahrung, dass der Präsident die Idee seit seinem Amtsantritt wohl immer wieder in den Raum wirft.

Die Idee von Trump ist nicht neu

So absurd der Vorschlag, Hurrikans mit Atombomben zu bekämpfen, auch klingen mag - neu ist die Idee nicht. Bereits Eisenhower, der Präsident der Vereinigten Staaten in den 50er-Jahren, hatte die Möglichkeit von Wissenschaftlern prüfen lassen.

Aber in der Wissenschaft ist man sich, bis auf wenige Ausnahmen, einig: Die Methode sei völliger Irrsinn. Eine Atombombe in das Auge eines Wirbelsturms zu werfen, bevor dieser auf das Land trifft, funktioniert nicht - und hätte zudem noch verheerende Auswirkungen.

Atombomben gegen Hurrikans: Maßnahme mit gefährlichen Auswirkungen

NOOA, die Behörde der USA, die für den Wetterdienst zuständig ist, hat sich ebenfalls eingehend mit dem Vorschlag beschäftigt. Sie halten den Einsatz von Atombomben generell für keine gute Idee.

Außerdem könnte ein solches Vorgehen dazu führen, dass der Wind radioaktive Strahlen kilometerweit verbreiten würden.

Erst kürzlich sorgte ein anderer Vorschlag von Trump für Aufregung: Er ließ den Kauf von Grönland prüfen.