"Ein schwarzer Tag für die Freiheit im Netz": Das sind die Reaktionen auf die Urheberrechtsreform

+
Geteilte Reaktionen auf die EU-Urheberrechtsreform. Foto: Jean-Francois Badias/AP/dpa

Das sind die Reaktionen auf die Entscheidung der EU-Urheberrechtsreform "Artiel 13" von Politik, Verbraucherzentrale, BMIV, Gema und Netzaktivisten.

Das EU-Parlament hat am Dienstag (26. März) die Urheberrechtsreform bebilligt. Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten und fallen unterschiedlich aus.

FDP-Chef Christian Lindner äußerte sich bei Twitter. "Ein trauriger Tag für alle Verfechter des freien Internets."

Öffnen auf twitter.com

Auch Linken-Chef Bernd Riexinger twitterte seine Meinung zur Abstimmung. "Leider ist das EU-Parlament vor den Interessen der Großunternehmen umgefallen."

Reaktionen zur Urheberrechtsreform: FDP, Linke und SPD kritisieren Entscheidung

Öffnen auf twitter.com

Sebastian Hartmann von der SPD sagte: "Heute ist ein schwarzer Tag für die Freiheit im Netz."

Öffnen auf twitter.com

Verbraucherzentrale und Netz-Aktivisten sehen große Probleme

Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat die Zustimmung des Europaparlaments kritisiert. Man hätte gegen die Interessen von Internetnutzern gestimmt, so Vorstand Klaus Müller.

Das Problem aus Sicht des Verbraucherzentrale Bundesverbands: Die sogenannten Filter würden nicht zwischen erlaubter und unerlaubter Nutzung unterscheiden. "Filter wissen nicht, was Parodien sind oder ob ein Inhalt zitiert wurde", so Müller.

Auch seitens der Netz-Aktivisten gibt es negative Reaktionen. Einige zeigten sich schockiert. Dominic Kis, Mitorganisator der Proteste gegen die Reform sagte am vergangenen Samstag (23. März): "Es ist sehr enttäuschend, dass die Bedenken der Bürgerinnen und Bürger nicht bei den Abgeordneten angekommen sind."

Tabea Wilke vom Start-up Botswatch Technologies äußerte sich über die Entscheidung folgendermaßen:

Öffnen auf twitter.com

BVMI und GEMA begrüßen Entscheidung zur Urheberrechtsreform

Doch die Meinungen sind geteilt. So gibt es auch positive Resonanzen auf die EU-Entscheidung der Urheberrechtsreform. Die Musikbranche freut sich - und das aus folgenden Gründen.

Bundesverband-Musikindustrie-Chef Florian Drücke sagte am Dienstag (26. März): "Die Verabschiedung der Urheberrechtsrichtlinie ist ein großer Schritt für die europäische Kultur- und Kreativwirtschaft."

Öffnen auf twitter.com

Auch Harald Heker, Vorstandsvorsitzende der GEMA, äußerte sich: "Von der Entscheidung geht das wichtige Signal aus." Denn die Richtlinie stärke und schütze die Kreativschaffenden.

Öffnen auf twitter.com

BVMI und GEMA würden sich einen konstruktiven Dialog mit den Kritikern der Reform wünschen. Drücke würde sich wünschen, dass die nationale Umsetzung in einem konstruktiven Umfeld stattfinde.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters begrüßte das 'Ja' des Europaparlaments und nannte es einen "echten Erfolg für kulturelle und journalistische Vielfalt."

Denn die Folge sei zudem ein besserer digitaler Zugang zur Kultur und dafür, dass professionelles und kreatives Schaffen auch bezahlt wird. Das schrieb die CDU-Politikerin in einer Mitteilung.