Zuletzt wieder vermehrt tote Tiere entdeckt

Fischsterben in der Oder: Amtliche Warnung - Menschen sollen betroffene Gebiete meiden

Sonnenaufgang am deutsch-polnischen Grenzfluss Oder: Das Fischsterben gibt weiter Rätsel auf. Die einzig positive Nachricht: Nach nur wenigen Jahren könnte sich der Bestand erholt haben
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Sonnenaufgang am deutsch-polnischen Grenzfluss Oder: Das Fischsterben gibt weiter Rätsel auf. Die einzig positive Nachricht: Nach nur wenigen Jahren könnte sich der Bestand erholt haben.

Fischsterben in der Oder: Gleich mehrere Ortschaften sind von einer Warnung der Integrierten Regionalleitstelle betroffen. Sie gilt für Mensch und Tier.

Frankfurt - Tonnenweise Fische, Muscheln und andere Weichtiere sind seit dem 9. August in der Oder verendet. Nun führt die Umweltkatastrophe zu einer amtlichen Gefahrenmitteilung, wie zunächst rbb Inforadio berichtete. Zuletzt waren im deutsch-polnischen Grenzfluss wieder vermehrt tote Fische lokalisiert worden. Betroffen ist offenbar vor allem der Bereich der Alten Oder, ein Durchstichgebiet zahlreicher Oderarme in Brandenburg.

Fischsterben an der Oder: Amtliche Warnung gilt für mehrere Ortschaften

Am Sonntagnachmittag (4. September) hat die Integrierte Regionalleitstelle Nordost eine Warnung herausgegeben, diese gilt für mehrere am Fluss gelegene Bereiche. Wegen einer möglichen Gewässervergiftung werden Menschen und Tiere angehalten, den Uferstellen in folgenden Ortschaften fernzubleiben:

  • Angermünde
  • Eberswalde
  • Chorin
  • Hohenfinow
  • Liepe
  • Lunow-Stolzenhagen
  • Niederfinow
  • Oderberg

In den betroffenen Gebieten solle man auch nicht angeln und auf keinen Fall tote Fische anfassen, hieß es am Sonntagnachmittag.

Über die Ursachen des Fischsterbens wird seit Wochen heftig gestritten. „Das Wasser kennt keine Grenze, und die Konsequenzen treffen uns alle. Deswegen ist es für mich persönlich entscheidend, dass wir, in Deutschland und in Polen, gemeinsam über die Oder beraten - nicht ohne- oder gar gegeneinander“, hatte Außenministerin Annalena Baerbock zuletzt angemahnt.