Wichtigste Fragen und Antworten

9-Euro-Ticket: Nachfolger für 49, 60 oder 69 Euro? Preis, Termin und mehr im Überblick

Der Nachfolger zum 9-Euro-Ticket wurde offiziell angekündigt. Er soll zwischen 49 und 69 Euro kosten. Doch ab wann kommt er, wo gilt er und wer finanziert ihn?

Köln – Die Bundesregierung hat mittlerweile grünes Licht für einen Nachfolger zum 9-Euro-Ticket gegeben. Doch es bleiben immer noch viele Fragen offen. Unter anderem wollte man sich noch nicht auf einen konkreten Preis festlegen und nannte nur eine Spanne zwischen 49 und 69 Euro. Woran das liegt, warum das 9-Euro-Ticket noch nicht in trockenen Tüchern ist und viele weitere Informationen zum aktuellen Stand im Überblick.

Nachfolger 9-Euro-Ticket: Was soll das Nachfolger-Ticket kosten?

Im Zuge des dritten Entlastungspakets hat die Bundesregierung angekündigt, einen Nachfolger des 9-Euro-Tickets mittragen zu wollen. Laut Beschlusspapier soll der Preis dafür zwischen 49 und 69 Euro pro Monat liegen. Auf einen genaueren Preis wollte man sich noch nicht festlegen, da die Details für das neue Ticket vorerst mit den Bundesländern abgeklärt werden müssen. Je nachdem wie viel Geld diese bereit sind dazuzugeben, wird der Preis höher oder niedriger ausfallen.

9-Euro-Ticket: Wo und wofür ist der Nachfolger gültig?

Genau wie das 9-Euro-Ticket soll auch sein Nachfolger im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in ganz Deutschland gelten. Somit wird man mit dem Ticket alle lokalen sowie regionalen Busse und Bahnen in der gesamten Bundesrepublik nutzen können. Das gilt somit auch für den Regionalverkehr der Deutschen Bahn. Die Erhaltung des bundesweit einheitliche Tarifsystems ist eines der Hauptanliegen des 9-Euro-Ticket-Nachfolger.

Die Grünen hatten zuvor auch günstigere Regional-Tickets für 29 Euro im Monat gefordert. Der grüne NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer erklärte dem WDR am Montag (5. September), dass für ihn so ein „NRW-Ticket“ weiterhin denkbar sei.

Nachfolger 9-Euro-Ticket: Wann kommt das neue Ticket?

Der Nachfolger zum 9-Euro-Ticket soll erneut digital kaufbar sein. (Symbolbild)

Das genaue Startdatum für das neue bundesweite ÖPNV-Ticket ist aktuell noch unklar. Zuletzt hatte Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) „Anfang 2023“ als Zeitraum genannt. Vor allem die Grünen erhoffen sich aber einen früheren Starttermin für den 9-Euro-Ticket-Nachfolger. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr hatte zuletzt erklärt, dass zumindest eine Einführung noch im September 2022 nicht mehr möglich sei.

9-Euro-Ticket: Wie soll der Nachfolger finanziert werden?

Der Bund möchte sich mit 1,5 Milliarden Euro an der Finanzierung des Nachfolger-Tickets beteiligen. Aber nur, wenn die Länder insgesamt mindestens dieselbe Summe zur Verfügung stellen. Zwar haben viele Bundesländer dafür bereits ihre Bereitschaft erklärt, doch unter anderem Bayern hatte mehrmals erklärt, für einen Nachfolger des 9-Euro-Tickets nicht zahlen zu wollen. Aber am Dienstag (6. September) ruderte Ministerpräsident Söder erstmals etwas zurück. „Ich verschließe mich nicht von vornherein“, sagte der CSU-Chef nach einer Kabinettssitzung in München. Die Finanzierung soll nun in verschiedenen Bund-Länder-Treffen geklärt werden.

9-Euro-Ticket: Nachfolger Was macht NRW? Aktion ab September

Zumindest in NRW gibt es eine Abo-Aktion nach dem 9-Euro-Ticket, die die einheitlichen Tarifsysteme teilweise beibehält. Wer ein ÖPNV-Abo hat, kann im September in ganz NRW kostenfrei den Regional- und Nahverkehr nutzen – allerdings nur am Wochenende. (os mit dpa)

Rubriklistenbild: © Melissa Erichsen/dpa

Mehr zum Thema