Kommentar

VfL Bochum: Pleite gegen Hertha BSC zeigt eine Schwäche – sie macht aber auch Hoffnung

Der VfL Bochum hat gegen Hertha BSC mit 1:3 verloren. Das Ergebnis spiegelt die Leistung des Aufsteigers aber nicht komplett wider. Diese macht sogar Hoffnung. Ein Kommentar.

Bochum – Was für ein bitterer Sonntagnachmittag für den VfL Bochum mit einer 1:3-Niederlage gegen Hertha BSC. Die Pleite war vermeidbar für den Klub von der Castroper Straße. Während die Berliner eine große Stärke zeigten, haderten die Blau-Weißen. Aber dennoch machte die Leistung auch Hoffnung, kommentiert RUHR24-Redakteur Marcel Witte.

VereinVfL Bochum
TrainerThomas Reis
StadionVonovia Ruhrstadion

VfL Bochum: Pleite gegen Hertha BSC offenbart Schwäche – macht aber auch Mut

Die Chancen waren für den VfL Bochum gegen Hertha BSC da. Anthony Losilla per Volleyschuss (4.) oder Simon Zoller per Flugkopfball (20.) hätten die Bochumer in Führung bringen können. Stattdessen kam wieder das alte Sprichwort zum Tragen: Wer sie vorne nicht macht, bekommt sie hinten rein.

Suat Serdar nutzte gleich zweimal die Nachlässigkeit der Bochumer Hintermannschaft und hatte vor allem beim 1:0 sehr leichtes Spiel. Beim 3:1 durch Myziane Maolida das gleiche Spiel: Die VfL-Defensive griff den Stürmer nahezu gar nicht an, der letztlich souverän abschloss.

VfL Bochum: Effektivität fehlt dem Aufsteiger – Eduard Löwen bemängelt Fehler

Aufseiten des VfL Bochum hat diese Effektivität gefehlt. Nur einmal konnte sich der Aufsteiger im Angriff wirklich gut durchsetzen, als Gerrit Holtmann an zwei Spielern vorbei in den Strafraum zog und abschloss. Alexander Schwolow parierte zwar, Simon Zoller vollendete aber zum 1:2. Solche Szenen hätte der VfL viel öfter gebraucht.

Der Wille von Gerrit Holtmann war in diesem Moment zu spüren, in anderen Situationen fehlte dieser. Dazu eben die fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Kasten. Das bemängelte auch Eduard Löwen am DAZN-Mikro: „Ich glaube, das ist einfach Fußball. Wir haben guten Fußball gespielt. Gerade in der ersten Halbzeit. Unsere Fehler hat der Gegner eiskalt bestraft.“

Die Pleite des VfL Bochum gegen Hertha BSC offenbart eine Schwäche, macht aber auch Hoffnung.

VfL Bochum: Leistung macht Hoffnung für weitere Aufgaben

Tatsächlich hätte der VfL Bochum dieses Spiel gegen Hertha BSC nicht verlieren müssen. Spielerisch waren die Hausherren besser und zeigten sich aktiver. Das macht Hoffnung für die weiteren Aufgaben. Die Effektivität und das Erarbeiten von Chancen war aber ausbaufähig.

Thomas Reis sagte passenderweise auf der Pressekonferenz nach dem Spiel: „Wir haben 25 bis 30 Flanken reingespielt, aber unsauber. Die Standards waren auch nicht gut.“ Daran muss der VfL Bochum noch arbeiten.

VfL Bochum: Mit besserer Effektivität ist eine Überraschung drin

Aber aktuell bleibt der VfL bei lediglich drei Punkten nach vier Spielen und die kommenden Aufgaben werden nicht leichter. So warten in den nächsten Wochen unter anderem der FC Bayern und RB Leipzig – gerade dann könnte mit besserer Effektivität eine Überraschung drin sein. Gegen Berlin fehlte diese – mindestens ein verlorener Zähler für die Blau-Weißen.

Dieser Kommentar entspricht der Meinung des Autors und muss nicht unbedingt die Ansicht der gesamten Redaktion widerspiegeln.

Rubriklistenbild: © Tim Rehbein/RHR-FOTO

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