Anzeige in Karlsruhe

Lidl: Schwere Vorwürfe gegen Discounter – Es geht um Zwangsarbeiter in China

Näherinnen in China
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Schwere Vorwürfe gegen Discounter – Es geht um Zwangsarbeiter in China. (Symbolfoto)

Eine Menschenrechtsorganisation hat Anzeige gegen Lidl und andere Unternehmen eingereicht. Es geht um Zwangsarbeit in China und das Leid der Uiguren.

Seit Jahren schlagen Menschenrechtsorganisationen und Experten Alarm, dass in der westchinesischen Xinjiang Uyghur Autonomous Region Uiguren als Zwangsarbeiter eingesetzt werden. So sollen die Anhänger der muslimischen Minderheit in China in Umerziehungslagern leben und gegen ihren Willen in der Textilindustrie, der Baumwollernte oder im Konfektionsbereich arbeiten. Trotzdem haben mehrere deutsche Unternehmen wie Lidl oder Hugo Boss mit Zulieferern aus dieser Region gearbeitet und damit das Risiko in Kauf genommen, von Zwangsarbeit zu profitieren. Die Menschenrechtsorganisation European Center for Constitutional and Human Rights hat daher eine Anzeige gestellt.
Was die Organisation den Unternehmen vorwirft, erfahren Sie bei HEIDELBERG24*.

Lidl verweist aufgrund der Anschuldigungen auf ihren „Code of Conduct“, in dem ihre „Null Toleranz“-Position gegenüber Zwangs- und Kinderarbeit betont wird. Mit den betroffenen Zulieferern würde man zudem nicht mehr zusammenarbeiten – aber erst seit ein paar Monaten. Nun muss der Generalbundesanwalt in Karlsruhe klären, ob es sich um ein Verbrechen handelt. (dh) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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