Täglich bis zu 100 Anfragen

In der Corona-Krise: Nachfrage nach Haustieren boomt -Tierschützer fürchten eine Rückgabewelle

Viele Menschen wünschen sich während der Pandemie einen tierischen Gefährten.
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Viele Menschen wünschen sich während der Pandemie einen tierischen Gefährten.

Viele Menschen wünschen sich während der Pandemie einen tierischen Gefährten. Die Nachfrage nach Haustieren boomt, doch einige Interessenten handeln vorschnell. Tierschützer befürchten nach Corona eine Rückgabewelle. 

Fulda/Gelnhausen - „Wir sind so gut wie leergefegt“, berichtet Silke Gramatzki-Wieczorek vom Verein Verantwortung Leben. Eine zu vermittelnde Katze wurde binnen weniger Tage 7500 Mal im Internet angeklickt. Vor Bewerbungen können sich Vereine und Tierheime kaum retten.* „Wir bekommen täglich bis zu 100 Anfragen mit langen Texten“, sagt Corina Wink, Vorsitzende des Tierheims Gelnhausen. Der Grund: Corona*.

Die Menschen sehnen sich in Zeiten der Pandemie nach einer Beschäftigung. Schnell fällt der Blick auf einen vierbeinigen Weggefährten. Eine Entscheidung, die in vielen Fällen nicht durchdacht ist. „Bei uns steht das Tierwohl an oberster Stelle. Wir sind nicht heiß darauf, ein Tier auf Teufel komm raus zu vermitteln“, erklärt die 45-jährige Wink. Wie auch bei Verantwortung Leben müssen sich Interessenten einer gewissen Prüfung unterziehen. *Fuldaer Zeitung.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.