Bild: Daniel Oliveira

Die Frauenfußball-WM 2019 ist am Freitag (8. Juni) in Frankreich gestartet. Auch die deutsche Nationalmannschaft ist wieder mit dabei und erhoff sich viel. Doch den Frauen fehlt die Unterstützung, auch vom DFB. Das macht Moderatorin Jacqueline Dreyhaupt im ARD-Mittagsmagazin deutlich.

  • FIFA Frauen WM 2019 in Frankreich am Freitag (7. Juni) gestartet.
  • Frauen sind gegenüber Männern im Fußball immer noch benachteiligt.
  • Kommentar von Moderatorin Jacqueline Dreyhaupt erklärt die Problematik.

Update, 8. Juni (17.15 Uhr): Im ersten WM-Spiel gegen China gelingt den DFB-Frauen ein knapper 1:0-Sieg.

Außerdem kritisiert Ex-Bundestrainerin Steffi Jones den DFB im Punkte Gleichberechtigung. „Es gibt viele Frauen beim DFB, aber nicht in den Führungsetagen. Es gibt in den 21 Länderverbänden keine Präsidentin“, gibt sie im Interview mit dem Spiegel zu bedenken.

Auch die brasilianische Weltfußballerin Marta Vieira da Silva hat sich zu dem Thema geäußert. In einer bewegenden Rede macht sie Frauen und Mädchen Mut, sich für den Frauenfußball einzusetzen.

Ursprungsmeldung, 8. Juni (14.20 Uhr): Die deutsche Frauenfußballnationalmannschaft tritt am Samstag zu ihrem ersten WM-Spiel an. Dass Fußball nicht mehr nur Männersache ist, zeigen ihre Erfolge. Doch auf Twitter macht die Moderatorin nun deutlich, dass Frauen vor allem beim DFB noch längst nicht gleichberechtigt sind.

In ihrem Kommentar erzählt sie etwa, dass aktuell lediglich eine Frau im Vorstand des DFB sitzt. Und das obwohl von den ungefähr sieben Millionen Fußballern im Verein etwa eine Million Frauen dabei sind. Damit ist Fußball auch bei Mädels deutschlandweit der beliebteste Teamsport.

Frauenfußball-WM 2019: DFB muss laut Regel für Gleichberechtigung sorgen

Zudem legt die Satzung des DFB offiziell fest, dass Männer und Frauen gleichberechtigt sein sollen, wie die Moderatorin des ARD Mittagsmagazins im Zuge der Frauenfußball-WM berichtet.

Auch in den deutschen Nationalmannschaften macht sich der Unterschied deutlich bemerkbar. Beim Gewinn der WM 2014 hat jeder Kicker der deutschen Fußballnationalmannschaft eine Rekordprämie von 300.000 Euro abgesahnt.

Doch als die Frauenmannschaft des DFB im Jahr 2007 in China ihren WM-Titel verteidigt hat, sprang dabei „nur“ eine Million US-Dollar als Siegprämie – und das als erste Frauenmannschaft im Fußball. Sollten sie in diesem Jahr erneut Weltmeisterinnnen werden, erhalten sie 75.000 Euro pro Person – ebenfalls eine Rekordprämie.

Außerdem macht sich die Ungleichheit in der Übertragung der Spiele bemerkbar. Denn während sich Zuschauer bei den Männern nahezu jedes Spiel im TV anschauen konnten, zeigen beispielsweise das ZDF und die ARD einige Spiele der Frauenfußball-WM nur online im Livestream.

Die deutsche Frauenfußballnationalmannschaft spielt am Samstag ab 15 Uhr im ersten WM-Spiel gegen China. Zu sehen ist die Begegnung live bei der ARD sowie im Livestream auf ard.de.