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Endlich ist es wieder soweit: Wenn es draußen kälter und schmuddeliger wird, kommt die Zeit der Gemütlichkeit. Kuschelige Abende zuhause auf dem Sofa, Kekse backen für Weihnachten und ausgedehnte Spaziergänge über reifbedeckte Felder sind jetzt angesagt. Um die dunkle Jahreszeit in vollen Zügen genießen zu können, sollten vorher noch ein paar Vorkehrungen getroffen werden.

Nicht nur der Garten und das Haus oder die Wohnung müssen „winterfest“ gemacht werden, auch das Auto oder der Kleiderschrank sollten bei den Vorbereitungen für die kalte Jahreszeit berücksichtigt werden. Dann steht einer beschaulichen Zeit und der Vorfreude auf das Weihnachtsfest nichts mehr im Wege.

Letzte Arbeiten im Garten

Bestimmte Pflanzen im Garten oder auf dem Balkon müssen winterfest gemacht werden. Wenn sie frostige Temperaturen nicht unbeschadet überstehen, können sie mit einem passenden Schutz ausgerüstet werden. Je nachdem um welches Gewächs es sich handelt, genügt es, die Pflanze mit Tannenzweigen, Vlies oder einer dicken Bastmatte zu schützen. Empfindliche Topfpflanzen müssen möglicherweise an einem passenden Ort im Keller an einem hellen Fenster überwintert werden.

Bei bestimmten Stauden empfiehlt es sich, sie noch vor dem ersten Frost zurückzuschneiden. Dann können sie sich über den Winter in der Ruhephase zurückziehen und treiben im neuen Frühjahr üppiger aus.

Sind die letzten Gartenarbeiten erledigt, sollten alle Geräte ein letztes Mal gesäubert werden, bevor sie über den Winter in die Garage oder den Keller wandern. Das Abreiben von Metallflächen mit einem leicht fettigen Lappen verleiht eine dünne Schutzschicht gegen Rost.

Auch wenn sich die Natur im Winter etwas zurückzieht, steckt sie noch voller Leben. Viele einheimische Vogelarten bleiben auch in der kalten Jahreszeit hier und beleben die dürren Sträucher und Bäume. Um ihnen die Nahrungssuche zu erleichtern, kann ihnen die passende Verpflegung in einer Futterstation zur Verfügung gestellt werden. Auf diese Weise kann nicht nur etwas Gutes für die Umwelt getan werden, denn das natürliche Nahrungsangebot ist für die Vögel dann stark eingeschränkt. Es macht auch Spaß, die quirligen, flatternden Tiere am Futterhäuschen zu beobachten.

Kleiderschrank auf Wintergarderobe umstellen

Alle Jahre wieder, räumen wir im Frühjahr mit Freuden die dicken Winterpullover, Strumpfhosen und Daunenjacken beiseite und bestücken die unteren Regale unseres Kleiderschranks mit der luftigen Sommergarderobe. Im Herbst läuft es dann wieder genau umgekehrt. Dann haben wir die kuscheligen Klamotten fast schon ein wenig vermisst.

Das Umräumen des Kleiderschranks ist eine gute Gelegenheit, mal wieder so richtig auszumisten. Meist sind neue Sachen hinzugekommen und es ist zwischen all den Bügeln ganz schön eng geworden. Zudem möchten wir uns vielleicht auch für den Winter noch das ein oder andere Trendstück dazukaufen.

Ist der Platz insgesamt begrenzt, kann das Prinzip der Capsule Wardrobe weiterhelfen. Dabei wird sich bei der gesamten Garderobe auf wenige, zueinanderpassende Teile beschränkt. Bereits beim Shoppen sollte dann darauf geachtet werden, dass neue Stücke mit dem bereits vorhandenen gut kombiniert werden kann. Zum „Grundgerüst“ der universelleren Basics können dann verschiedene ausgefallenere Trendteile getragen werden. Diese Methode schont einerseits den Geldbeutel und sorgt für einen übersichtlichen Kleiderschrank, ohne auf angesagte Stücke verzichten zu müssen.

Ist der Schrank groß genug, genügt es meist, die Sommersachen weiter nach oben oder nach hinten zu räumen. Alles was nun verstärkt gebraucht wird, sollte in Reichweite rutschen. Bietet sich hier nicht ausreichend Platz für Sommer- und Wintergarderobe, muss die ungenutzte Kleidung an einem anderen Ort gelagert werden.  Auch hier sollten ein paar Dinge beachtet werden, damit die Textilien im nächsten Jahr direkt wieder benutzt werden können.

Unsplash, © Genessa Panainte
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Auto winterfest machen

Ein wichtiger Punkt ist auch das Auto. Verschiedene Maßnahmen sollten noch vor Einbruch der großen Kälte erledigt werden, um für eine ausreichende Sicherheit zu sorgen. Der meteorologische Winteranfang ist auf den ersten Dezember festgelegt worden. Da Frost und glatte Straßen allerdings schon viel früher für schwierigere Verhältnisse auf unseren Straßen sorgen, sollte mit den folgenden Arbeiten jedoch nicht so lange gewartet werden:

  • Reifenwechsel: Auch in Regionen, in denen heute kaum noch mit Schnee zu rechnen ist, sind normale Sommerreifen im Winter ungeeignet. Etwa ab Oktober sollte das Auto mit Allwetter- oder speziellen Winterreifen ausgerüstet werden. Sind noch welche aus der letzten Saison vorhanden, muss hier die Profiltiefe überprüft werden. Der Gesetzgeber fordert hier mindestens 1,6 Millimeter – besser sind jedoch rund vier Millimeter um mehr Halt auf dem rutschigen Asphalt zu bekommen. Sind die Reifen schon älter, können sie zudem spröde geworden sein. Dann sollten Neue angeschafft werden.
  • Elektronik-Check: Bevor es auch tagsüber richtig kalt und schon früh dunkel wird, ist es ratsam, verschiedene elektronische Bauteile auf ihre Einsatzfähigkeit zu testen. Sind alle Glühbirnen intakt? Ist das Licht richtig eingestellt? Funktionieren die Zündanlage und die Heizung einwandfrei? Verschiedene Werkstätten bieten hierzu einen speziellen Winter-Check an, der alle wichtigen Punkte beinhaltet.
  • Batterie prüfen: Die Batterie ist im Winter durch die kalten Temperaturen besonderen Belastungen ausgesetzt. Ältere Exemplare können den Strom nicht mehr so gut speichern. Dann kann schon mal die Zündung schwerfallen. Auch hier sollte gegebenenfalls ausgetauscht werden.
  • Dichtungen checken: Dichtungsgummis an Türen oder an der Kofferraumklappe werden bei kalten Temperaturen ebenfalls schnell spröde. Werden sie dünn mit Vaseline eingerieben, bietet dies hier einerseits einen Schutzfilm, andererseits frieren sie dann nicht so schnell fest.
  • Flüssigkeitsstände überprüfen: Neben dem regelmäßigen Überprüfen des Ölstandes sollte vor dem Winter auch der Behälter für die Scheibenwaschflüssigkeit aufgefüllt werden. Schneematsch und Streusalz sorgen für mehr Dreck auf den Straßen, der uns oftmals die klare Sicht verschleiert. Eine funktionierende Scheibenwaschanlage ist dann unbedingt nötig. Passend zu den kälteren Temperaturen sollte dem Wischwasser auch die entsprechende Menge Frostschutz beigemengt werden.

 

Fotolia, © grafikplusfoto
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Haus und Wohnung vorbereiten

Um es im Winter gemütlich warm zu haben, sollte zu Beginn der Heizperiode die Heizungsanlage überprüft werden. Bleiben die Heizkörper in den einzelnen Räumen trotz laufender Anlage kalt oder werden lediglich lauwarm, ist meist Entlüften angesagt. Dafür werden zunächst alle Heizkörper voll aufgedreht. Beginnend von unten (Luft steigt nach oben) können dann nach und nach die einzelnen Radiatoren entlüftet werden. Gegebenenfalls muss am Brenner im Keller etwas Wasser nachgeschüttet werden.

Eigentümer sollten sich spätestens jetzt um das Auffüllen der Öltanks kümmern, wenn damit geheizt wird. Je tiefer die Temperaturen fallen, umso höher steigen in der Regel die Ölpreise. Ältere Heizungsanlagen, die mit Öl betrieben werden, unterliegen zudem einer jährlichen Kontrollpflicht. Für wen diese Vorgaben gelten, kann beim Heizungsbauer oder auch beim Kaminkehrer in Erfahrung gebracht werden.

Auch am Haus oder in der Wohnung können die Dichtungen der Fenster und Türen überprüft werden. Sind diese schadhaft, lohnt sich ein Austausch um Heizkosten zu sparen.

Lampen und Leuchten werden nun verstärkt in Betrieb genommen, deshalb ist es sinnvoll auch hier nachzusehen, ob die Glühbirnen alle intakt sind. Um vorbereitet zu sein, kann ein kleiner Vorrat an den gängigsten Leuchtmitteln Abhilfe schaffen, wenn plötzlich eine Birne kaputtgeht. Wer mag, kann jetzt schon Kerzen anschaffen und die Lichterkette aus dem Keller holen. Beides kann für stimmungsvolle Beleuchtung an gemütlichen Abenden eingesetzt werden.

Um für das erste Glatteis gerüstet zu sein, sollte rechtzeitig Streusalz oder ‑sand angeschafft werden. Für den ersten Schneehauch genügt in der Regel ein Besen mit festen, harten Borsten, um den Gehweg freizumachen. Ansonsten kann auch die Schneeschaufel aus ihrem Sommerquartier in Reichweite gestellt werden.

Die Vorweihnachtszeit genießen

Wer diese Arbeiten erfolgreich hinter sich gebracht hat, ist für die Winterzeit bestens gerüstet. Ohne Hektik können nun Plätzchenrezepte gewälzt und die ersten Weihnachtsgeschenke besorgt werden. Im heimeligen Zuhause lässt sich die kalte Jahreszeit dann rundum gemütlich gestalten.