Bild: Thomas Kost/WDR /dpa

Am Sonntag (14. April) läuft der nächste Tatort aus Dortmund im TV. Viele Fans werden ganz genau hinschauen, denn es läuft die erste Folge nach der heftigen Kritik des Dortmunder Oberbürgermeisters Sierau im Januar.

Fast drei Monate ist der Brandbrief über den letzten Dortmund-Tatort „Wut“ nun schon her. Dortmunds OB hatte sich damals bekanntlich beim WDR-Intendanten Tom Buhrow unter anderem über „Mobbing gegenüber einer Stadt, einer Region sowie den dort lebenden Menschen“ echauffiert.

Kann Dortmunds Oberbürgermeister seine Frieden mit dem Tatort schließen? Am Sonntag (14. April) hat er die Chance dazu.

Ermittlungen im Klinikum

Die Kommissare um Peter Faber ermitteln dieses Mal in einer Dortmunder Klinik. Was im Krimi die „Ruhr-Emscher-Klinik“ ist, könnte in Wahrheit das Dortmunder Klinikum sein.

Klinikum Dortmund, Beurhausstraße. Foto: Daniele Giustolisi
Das Klinikum Dortmund an der Beurhausstraße. Foto: Daniele Giustolisi

Hier jedenfalls, an der Beurhausstraße, fanden Teile der Dreharbeiten statt. Das Filmteam hatte eine komplette Etage des Krankenhauses für sich. Auch ein 2012 stillgelegter Operationssaal diente als Kulisse.

Ebenso konnte die Crew zwei leer stehende Stationen der Kinderklinik nutzen. Einige Aufnahmen fanden außerdem bei vollem Betrieb auf genutzten Stationen statt.

Tatort reagierte nicht auf Sierau-Kritik

Hat der Tatort mit dem Dreh in Dortmund damit auf die Kritik von Sierau reagiert? Nein!

Denn als „Inferno“ gedreht wurde, konnten die Macher noch nichts von Sieraus Wutbrief wissen. Denn während die Dreharbeiten für die Folge „Inferno“ bereits von Anfang April bis Anfang Mai 2018 stattfanden, kam Sieraus Kritik für die Folge „Wut“ erst im Januar 2019 – als „Inferno“ längst im Kasten war.

Dreh für den Tatort "Monster" in Dortmund. Mit dabei: Jörg Hartmann, Anna Schudt, Aylin Tezel, Rick Okon,  Florian Bartholomäi.  Foto: Daniele Giustolisi/RUHR24
Als Sierau die Kritik äußerte, war der neuste Tatort schon längst im Kasten. Foto: Daniele Giustolisi/RUHR24

Und worum geht es im neuen Dortmund-Tatort? Im Klinikum Dortmund-Nord wird die Internistin Gisela Mohnheim tot aufgefunden. Sie erstickte unter einer Plastiktüte. Nach einer Ochsentour durch den rastlosen Alltag der Notfallambulanz deuten Hinweise auf einen Täter aus dem Krankenhaus. Um ihn zu stellen, müssen die Dortmunder Kommissare Faber, Bönisch, Dalay und Pawlak sich auf ungewohnte Weise selbst in Gefahr begeben.

Tezel so langsam auf Abschiedstour

Übrigens: Der Fall „Inferno“ ist der drittletzte Einsatz von Oberkommissarin Nora Dalay. Die junge Schauspielerin Aylin Tezel gab Mitte Februar 2019 bekannt, sie wolle den Tatort 2020 verlassen.

Bis dahin dreht Tezel noch zwei weitere Tatorte. Die Dreharbeiten für „Monster“ sind so gut wie abgeschlossen. In einem weiteren Tatort gibt Tezel dann ihren Abschied.