Kommentar

VfL Bochum: Remis gegen VfB Stuttgart löst großes Problem dennoch nicht

Der VfL Bochum tritt in der Bundesliga auf der Stelle. Das Remis gegen den VfB Stuttgart ist fast schon zu wenig. Schuld ist auch ein Problem, das der Aufsteiger nicht in den Griff bekommt. Ein Kommentar.

Bochum – Remis gegen den VfB Stuttgart: Der VfL Bochum holt einen Punkt am sechsten Bundesliga-Spieltag, doch das 0:0 zeigte auch, dass der Aufsteiger weiter an sich arbeiten muss. Den Blau-Weißen mangelt es an einer wichtigen Eigenschaft, kommentiert RUHR24-Redakteur Marcel Witte.

VereinVfL Bochum
TrainerThomas Reis
StadionVonovia Ruhrstadion

VfL Bochum: Remis gegen Stuttgart löst ein Problem trotzdem nicht

Es war ein ordentliches Heimspiel des VfL Bochum am Sonntagnachmittag (26. September). Der Punkt ging am Ende in Ordnung, da auch Stuttgart Torchancen hatte. Das Stuttgarter Tor durch Konstantinos Mavropanos in der 56. Minute pfiff Schiedsrichter Christian Dingert aufgrund eines Handspiels zurecht ab. Es war eine Steigerung im Vergleich nur 0:7-Klatsche in München.

Doch das Gegentor hätte in dieser Saison zu den Leistungen des Aufsteigers gepasst. Gegen Hertha BSC spielte der VfL auch ordentlich, verlor aber letztlich mit 1:3. Dieses Mal stand die Abwehr besser, wie auch die Einzelkritik des VfL Bochum gegen Stuttgart zeigte, aber ein Problem bestand immer noch.

VfL Bochum: Torgefahr fehlt dem Bundesliga-Aufsteiger

Der VfL Bochum versprüht in der Bundesliga zu wenig Torgefahr. Wenn sich die Blau-Weißen doch einmal Chancen herausspielen, dann werden diese nicht genutzt. Wie von Sebastian Polter, der in der 26. Minute erst Keeper Florian Müller, dann den Pfosten traf.

In Ansätzen zeigte der VfL auch gute Angriffe, vor allem über die schnellen Flügelstürmer Christopher Antwi-Adjei und Gerrit Holtmann. Herum kam dabei jedoch zu wenig. 14:8-Torschüsse sprachen zwar für die Bochumer, doch bei den Versuchen auf das Tor (4:3) sah das dann schon anders aus.

Der VfL Bochum spielt Remis gegen den VfB Stuttgart, aber ein Problem bleibt weiter bestehen: Die Gefährlichkeit vor dem gegnerischen Tor fehlt.

VfL Bochum: Thomas Reis vermisst Konsequenz, „den Ball auch mal reinprügeln zu wollen“

VfL-Trainer Thomas Reis weiß um das Problem und sagte nach dem Stuttgart-Spiel auf der Pressekonferenz: „Bei uns fehlt die Konsequenz, den Ball auch mal reinprügeln zu wollen.“ Sebastian Polter beispielsweise hat nach gutem Debüt gegen Mainz seine Bundesliga-Tauglichkeit in den folgenden Spielen weitgehend vermissen lassen.

Durch den Ausfall von Simon Zoller, der an allen vier Saisontreffern bislang beteiligt war, verbessert sich die Lage des Aufsteigers nicht. Andere müssen in die Bresche springen, um Torgefahr zu entwickeln. Eine wachere und handlungsschnellere Spielweise fordert auch Thomas Reis. An der Umsetzung hapert es jedoch.

VfL Bochum: Transfer könnte die nötige Torgefahr bringen

Sollte das nicht schnell gelingen, muss Sebastian Schindzielorz den Transfer-Plan des VfL Bochum nach dem Kreuzbandriss von Simon Zoller womöglich nochmal überdenken. Eigentlich möchten die Blau-Weißen keinen neuen Spieler holen.

Doch der Klub könnte es sich im Falle des Misserfolgs nicht erlauben, bis Januar durchzuhalten, ehe dann erst eine Verstärkung drin wäre. Bis dahin könnte der VfL schon zu tief im Tabellen-Schlamassel stecken.

Dieser Kommentar entspricht der Meinung des Autors und muss nicht unbedingt die Ansicht der gesamten Redaktion widerspiegeln.

Rubriklistenbild: © Dennis Ewert/RHR-Foto

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