Trainer spricht Klartext

VfL Bochum: Wut-Rede von Manuel Riemann – Trainer spricht jetzt Machtwort

Öffentliche Kritik am Mitspieler hat bei Thomas Reis Konsequenzen. Der Trainer des VfL Bochum äußert sich jetzt deutlich zum Wut-Interview von Manuel Riemann.

Bochum – Ein Interview mit Konsequenzen: Die Wut-Rede von Manuel Riemann beim VfL Bochum nach dem Leipzig-Spiel hallt nach. Trainer Thomas Reis hat mit der Aufarbeitung der Partie sowie dieses Vorfalls begonnen.

NameManuel Riemann
Geboren9. September 1988 (Alter 33 Jahre), Mühldorf am Inn
Größe1,86 Meter
Aktuelles TeamVfL Bochum (#1/Torwart)

VfL Bochum: Trainer weist Manuel Riemann nach Wut-Rede in die Schranken

Nach der 0:3-Pleite des VfL Bochum bei RB Leipzig geriet Manuel Riemann im Sky-Interview in Rage: „Bei einer Ecke weiß ich, dass ich mein eigenes Tor verteidigen muss – aber offenbar nicht alle. Ganz ehrlich: Bei zehn Spielern geht der Kopf nach unten – oder sagen wir mal bei acht.“ Thomas Reis bekam das unmittelbar nach der Partie nicht mit, gab aber zu Protokoll, dass er etwaige Probleme intern aufarbeiten wolle.

Das geschah laut WAZ am Montag (4. Oktober) bei der Videoanalyse. Thomas Reis sagte gegenüber der Tageszeitung: „Ich bin ein Freund von internen Aussprachen. Wenn man etwas hat, dann sollte man es intern besprechen. Gerade in der Phase, in der wir uns gerade befinden, sollte es keine öffentliche Fehlerzuweisung geben.“

Trainer Thomas Reis (r.) weist Manuel Riemann beim VfL Bochum nach seiner Wut-Rede in die Schranken.

VfL Bochum: Thomas Reis fordert Team auf, als Gemeinschaft zu agieren

Laut dem Coach müsse „nicht alles immer harmonisch ablaufen“. Doch der VfL Bochum müsse trotzdem eines sein: eine Gemeinschaft. Dass Manuel Riemann daher öffentlich seinen Teamkollegen Elvis Rexhbecaj kritisierte, passte dem Trainer gar nicht in den Kram. Zumal Thomas Reis zuvor beim VfL Bochum schon fünf Spieler aussortieren musste.

Ein Interview-Verbot solle Manuel Riemann aber laut WAZ nicht bekommen. Doch nach der zweiten Wut-Rede innerhalb von wenigen Wochen, nach dem 0:0-Remis gegen den VfB Stuttgart war der Keeper bereits auf 180, wird er es wohl bei künftigen Mediengesprächen etwas ruhiger angehen müssen – zumindest ohne öffentliche Kritik an den Teamkollegen.

Rubriklistenbild: © Gladys Chai von der Laage/Picture-Alliance/dpa

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