Jahreshauptversammlung

VfL Bochum: Corona-Pandemie bringt dickes Minus im Geschäftsjahr 2020/21

Beim VfL Bochum stand am Montag (25. Oktober) die planmäßige Jahreshauptversammlung an. Dort offenbarte das VfL-Präsidium die Zahlen des Geschäftsjahres 2020/21.

Bochum – Auf der JHV des VfL Bochum gab es in diesem Jahr viel Positives zu berichten. Nicht nur der Heimsieg des VfL Bochum gegen Eintracht Frankfurt wurde bejubelt. Allem voran wurde die Rückkehr in die Bundesliga sowie die generell positive Entwicklung des Vereins hervorgehoben. Der Blick auf die Finanzen trübte die erfreuliche Gemengelage jedoch ein wenig.

VfL Bochum schließt Geschäftsjahr mit einem Minus von 5,1 Millionen Euro ab

Die andauernde Corona-Pandemie hat den VfL Bochum hart getroffen. Zahlreiche Einnahme-Potenziale fielen dem Sonderspielbetrieb in der Bundesliga zum Opfer. Und das ausgerechnet in der besten sportlichen Phase der vergangenen Jahre.

So verzeichnete der Aufsteiger im Geschäftsjahr 2020/21 ein Minus von 5,1 Millionen Euro, wie Finanzvorstand Ilja Kaenzig auf der JHV bekannt gab.

Auf der JHV präsentierte der VfL Bochum die Geschäftszahlen des Jahres 2020/21.

VfL Bochum: Großer wirtschaftlicher Schaden aufgrund der Corona-Pandemie

Der wirtschaftliche Schaden durch die Corona-Pandemie sei aber deutlich höher. Ilja Kaenzig bezifferte ihn auf etwa acht Millionen Euro. Der VfL musste Umsatzeinbußen von 9,2 Millionen Euro hinnehmen. Demgegenüber stehen Einsparungen von 1,2 Millionen Euro.

Trotzdem scheint man in Bochum weiter zuversichtlich, diese Defizite auf Strecke auszugleichen. In der laufenden Saison planen die Verantwortlichen mit einem Jahresüberschuss von 4,5 Millionen Euro. Dabei helfen soll dem VfL Bochum auch ein neuer Mega-Deal, den der Klub kürzlich kommunizierte.

VfL Bochum: Klub weiterhin auf der Suche nach „passendem Investor“

Nach wie vor hält der VfL Ausschau nach einem potenziellen Investor, der die strategische Ausrichtung mit finanziellen Mitteln vorantreibt. Hans-Peter Villis, Vorstandsvorsitzender des VfL Bochum, sprach von „finanzieller Flexibilität“, um den Verein mittelfristig in der Bundesliga zu etablieren und die Entwicklungen im Verein voranzutreiben.

Gleichzeitig versicherte man den Mitgliedern potenzielle Investoren sorgfältig zu prüfen. Der Investor muss zu 100 Prozent zum VfL Bochum und der Strategie passen. „Das Kapital muss dem Verein dienen, nicht der Verein dem Kapital“, erklärte Ilja Kaenzig.

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